Freitag, 15. Dezember 2017

Musik zum Abend

   

           

Tosatti läßt erst RVC zu Wort kommen und veröffentlicht dann die Botschaft, die Papst Johannes Paul I an die Jesuiten richtete, und die aus den Annalen des Hl. Stuhls verschwunden sind.

das tut er bei Stilum Curiae und stellt kommentierend den Bezug zu den heutigen Jesuiten her.
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"ROMANA VULNERATUS CURIA, PAPST, FUNDAMENTALISMUS. WAS SAGTE LUCIANI DEN JESUITEN. EIN FÜR ALLE MAL?"

"Romana Vulneratus Curia (RVC für Freunde und Feinde) war sehr verblüfft über Pater Armando Spadaros Scoop in Civiltá Cattolica, Direktor derselben, und einer der diversen medialen Spin-Doktoren des amtierenden Pontifex. Und das ist das Kolloquium mit den Jesuiten, die der jesuitische Pontifex während seiner kürzlichen Reise nach Myanmar und Bangladesh. Es wurde über Fundamentalismus gesprochen....

Und dazu und über die Jesuiten von heute und nach dem Brief von RVC haben wir etwas zu sagen. Eher zu erinnern...Aber hier zu RVC:

"Entschuldigen Sie Dr. Tosatti, aber RVC als wahre Nervensäge,  würde Sie um eine winzige Einmischung bzgl. des Interviews mit dem Corriere von heute bitten.
Er kann ohne das nicht auskommen, er wird ein bisschen exhibitionistisch medial, beneidet Antonio Spadaro und er scheint neidisch auf PezzoGrosso zu sein. Bitte sei gnädig ....
Er kann nicht ohne das auskommen, wird ein medial ein bißchen exhibitionistisch, beneidet Antonio Spadaro imd wie mir scheint neidisch auf Pezzo Grosso. Bitte seien Sie gnädig.....

Sagt der Papst zu Spadaro (Corriere vom 14. September, S.33)
"Schau mal, Fundamentalisten gibt es überall. Und wir Katholiken haben die Ehre welche unter unseren Getauften zu haben.....Der Fundamentalismus negiert die Geschichte, die Person. Und der christliche Fundamentalismus negiert die Inkarnation."
Verflixt, was für eine zweideutige Aussage! und was für eine raffinierte Spache der Hl. Vater benutzt hat, die scheint nicht von ihm zu stammen, das ist keine Sprache, die von den Armen und denen am Rande verstanden wird.


Father Blake spricht....

auf seinem st.marymagdalenblog über die Irritationen, die die Krippe auf dem Petersplatz mit der geborstenen Kuppel des Petersdoms und dem muskulösen Nackten bei manchen Gläubigen ausgelöst hat. Hier geht´s zum Original:  klicken

                   "DIE KRIPPENKONTROVERSE"
"Ich kann nicht erkennen, was das Problem ist, das manche Leute mit der Krippe auf dem Peterplatz haben. Das erste, was ich gesehen habe, war daß sich jemand beklagte, sie beherberge eine Autopsie-Szene, aber ein bißchen Nachdenken oder ein etwas genaueres Hinsehen auf die Krippe zeigen sofort, daß es dabei wirklich um das Begraben eines Toten geht und tatsächlich geht es bei der ganzen Sache um die leiblichen Werke der Barmherzigkeit.

- die Hungernden speisen
- den Dürstenden zu trinken geben
- die Nackten bekleiden
- die Fremden aufnehmen
- die Kranken besuchen
- die Gefangenen besuchen
- die Toten begraben

Die geborstene Kuppel vor der Kuppel des Petersdomes erscheint unglücklich zweideutig, aber das Bild der Zerstörung oder Degeneration der heidnischen Welt oder des Jerusalemer Tempels ist Teil des Standard-Bilderprogramms in Krippenszenen.

Meine Sorge ist vielmehr, daß sie eher unordentlich ist und der Herr in dem Gewirr verloren gegangen ist, aber in vielen dieser riesigen Krippen- besonders in Neapel- muß man nach dem Christuskind suchen.

Eine realistischere Sorge, die ein Blogger herausgestellt hat, betraf die "Bekleiden der Nackten-Szene", die er mit der Unterschrift  "ich war in Coccos (Kardinal Cocopalmero) Partyraum und das nächste war, daß ich hier aufgewacht  bin" versehen hat.
Die nackte Figur sieht in der Tat mehr wie jemand aus einem Fitness-Srudio oder von einer Party für Schwule aus als wie ein ausgemergelter Bettler, der gezwungen ist, sogar seine Kleidung zu verkaufen, was in der Römischen Kirche unglücklich wirkt, die von HS-Skandalen und Homo-Erotizismen zerrissen ist.

Was interessant ist, ist daß einige Leute durch dieser Krippe skandalisiert sind. Das unterstreicht vielleicht die Tatsache, daß heute alles, was aus Rom kommt oder den aktuellen Papst betrifft, einigen Leuten zum Skandal wird. Ich hoffe, daß dieses skandalisiert-sein echt ist und nicht forciert,

Ich habe echte Sorgen wegen des gegenwärtigen Pontifikates, besonders wegen der vielen offensichtlich korrupten und dekadenten Männer, mit denen der Papst sich umgeben zu wollen scheint. Die einzige Waffe, die wir haben, ist die Wahrheit und das objektive Urteil;
Lügen und Falschheit, belanglose Kleinigkeiten sind nicht unsere Verbündeten sondern unsere Feinde, sie sind die Waffen jener, die die Wahrheit, die Christus ist, ablehnen.
Wie wichtig ist es dagegen angesichts der Veröffentlichung von "Dre Diiktator Papst", daß ein weiteres Mitglied der Kommission, die zur Bearbeitung der Sexuellen Mißbrauchsskandale eingerichtet wurde, seinen Rücktritt angekündigt hat, weil er diese Kommission als Zeitverschwendung und nicht als den ernsthaften Versuch, irgendetwas zu erreichen, ansieht,
Das ist ein wirklicher Grund, sich zu fürchten.

Quelle: st.marymagdalenblog, Fr. R.Blake

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott



          

Tröstet, tröstet mein Volk! Spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen und ruft ihm zu:
Zu Ende ist seine Knechtschaft, gesühnt ist seine Schuld.

Eine Stimme ruft: Bahnt in der Wüste eine Straße für den Herrn,
macht in der Steppe einen ebenen Weg für unseren Gott!

Jedes Tal soll aufgefüllt, jeder Berg und jeder Hügel abgetragen werden;
was krumm ist, soll gerade, was zerklüftet ist, zu einem Talgrund werden.

Jes. 40; 1-4, G.F. Händel, "Messias"

Kardinal Brandmüller: Ist man Traditionalist, wenn man glaubt, daß der Satz des Pythogoras immer noch gilt?

Diane Montagna hat für LifeSiteNews Kardinal Walter Brandmüller interviewt
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Der Artikel trägt folgenden Titel und beginnt so:

"DIE KIRCHE VERRÄT DAS EVANGELIUM, WENN SIE DIE POLITIK GOTT VORZIEHT: KARDINAL BRANDMÜLLER"
"Je mehr die Kirche sich in Politik engagiert und die Wahrheit Gottes, Gnade und Sünde beiseite läßt, umso mehr verraten wir das Evangelium" hat Kardinal Brandmülle, einer der vier dubia-Kardinäle gesagt.
Montagna erinnert dann daran, daß Brandmüller, emeritierter Präsident des Päpstlichen Komitées für Geschichtswissenschaften, in einem kurzen Interview mit der Italienischen Zeitung "IlGiornale", in dem es besonders um den Versuch ging, Luther wieder in die Katholische Kirche einzuführen,  festgestellt hatte, daß ein hochrangiger Vertreter des deutschen Protestantismus in einem Interview zum 500. Jahrestag der Reformation während mehr als 20 Minuten Gott oder Jesus kein einziges mal erwähnte und daß es wirklich an die Nerven gehe, zu sehen, daß in der Katholischen Kirche politische Belange Gott vorgezogen werden.

Auf die Frage, ob die Lobpreisung von Luthers Reformation als ein "Ereignis des Hl. Geistes" durch den  italienischen Bischof Nunzio Galantino "etwas übertrieben gewesen sei" antwortete Kardinal Brandmüller, daß in kulturell katholischen Ländern "Luther und die Reformation oft als ein exotisches- und deshalb- faszinierendes Phänomen betrachtet werden" habe dann aber hinzugefügt, daß man, bevor man eine derartige Meinung äußere, besser daran täte, die Dinge eingehender zu studieren."
Auf die Frage, was er von einem Lutherdenkmal an prominenter Stelle der Paul VI-Aula halte ( wie es während des Treffens von Papst Franziskus mit 1000 deutschen Lutheranern und Katholiken in Lund vorgeschlagen worden war) habe Brandmüller indirekt geantwortet "Die Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Formen des Protestantismus- und davon gibt es viele- und dem Katholischen Glauben begrifft die Grundlagen selbst. 
Z.B. die Konzepte von Glauben, Sakramenten, Gnade und der Kirche der Protestantischen Lehre stehen in scharfem Gegensatz zum Katholischen Glauben-(....)".

Und auf die Frage nach den doktrinalen Grenzlinien, die -trotz der Gerüchte von einer im Vatican geplanten"ökumenischen Messe"- Luthertum und Katholizisu immer noch trennten- habe Brandmüller gesagt, daß die volle Christliche Einheit auf der klaren Wahrheit beruhen müsse. was Messe ist, nämlich die "Feier der Mysteriums des Eucharistischen Opfers" wie es zuletzt in Sacrosanctum Concilium beim II.Vaticanischen Konzil gelehrt wurde.

Und schließlich als er gefragt wurde, ob solche "rigiden Positionen" nicht nur "traditionalistisches Gegrummel" sei, habe Kardinal Brandmüller gewitzelt: "Bin ich ein traditionalistischer Grummler, wenn ich überzeugt bin, daß der Satz des Pythagoras immer noch wahr ist?"

Quelle:    LifeSiteNews, Diane Montagna

Tosatti nimmt es mit dem Spiegel auf....

kommentiert bei Stilum Curiae das dümmliche Weihnachtstitelbild des ehemaligen Nachrichtenmagazins und stellt die Frage, die auf der Hand liegt: warum sie niemals eine Karikatur über Mohammed machen.  Dabei hätte Tosatti so schöne Vorschläge dazu.....
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"DER SPIEGEL VERÖFFENTLICHT EINE BLASPHEMISCHE VIGNETTE ÜBER WEIHNACHTEN. WER WEISS, WARUM SIE NIEMALS EINE ÜBER MOHAMMED MACHEN:..."

"Die witzigen Kollegen von Der Spiegel haben ein Titelbild gemacht, über das sie sich sicher totlachen. Oder es hat sie zumindest von ihrem höheren Sinn für Humor überzeugt.

Joseph sagt zu Maria "Ich habe das nicht bestellt". Und die Madonna antwortet: "Können wir es umtauschen?"

Ungeduldig erwarten wir eine sympathische Vignette von Mohammed auf dem Spiegel, wie er die Juden in Medina enthauptet, oder wie er die neun- oder zehnjährige Aisha heiratet, Wer weiß wie Ihr lachen werdet.
Sicher werden auch die Jünger des Propheten lachend aufnehmen und den delikaten teutonischen Humor anerkennen.
Nicht vernommen wurden die katholischen Fundamentalisten, von denen der Papst spricht.
Erinnern Sie sich an das "Wie bei allen Ethnien und Religionen gibt es immer auch eine fundamentalistische Gruppe. Auch wir Katholiken haben sie" auf der Rückreise von Bangladesh.
Möge Gott uns helfen!"

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti

Father Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes über ein temporäres Aussetzen der Lehre des Magisteriums und fragt sich -anhand von historischen Beispielen-über dessen Auswirkungen.
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"DIE ZEITWEILIGE AUFHEBUNG DER FUNKTION DER ECCLESIA DOCENS" 
"Eine Gruppe von Laien aus aller Welt hat gerade eine Verteidigung der Katholischen Lehre zu Familie und Leben veröffentlicht. Die Hauptpassage ist meiner Meinung nach diese:

"Wir fordern von der Hierarchie der Katholischen Kirche vollen Gehorsam bei der Ausübung ihrer Autorität. Dennoch wird uns niemals etwas überzeugen oder zwingen, irgendeinen Artikel des Katholischen Glaubens oder auch nur eine definitiv festgestellte Wahrheit zu verlassen oder ihnen zu widersprechen. Wenn es irgendeine Diskrepanz zwischen den Worten und den Handlungen eines Mitglieds der Hierarchie gibt, sogar des Papstes und der Doktrin, die die Kirche immer gelehrt hat, werden wir der immerwährenden Lehre der Kirche treu bleiben. Wenn wir vom Glauben der Kirche abweichen, würden wir uns von Jesus Christus trennen, mit dem wir für alle Ewigkeit vereint bleiben wollen."

Mir scheint es genau richtig und genau proportional zur aktuellen Situation in der Katholischen Kirche zu sein. Durch ein günstiges Eingreifen der Vorsehung, hat dieses Statement die Medien im gleichen Augenblick erreichte, wie Walter Kaspers hämische Überzeugung, daß Amoris Laetitia jetzt unreformierbar ist und daß die Kontroverse jetzt vorüber ist.
Meine Güte, was für ultrahyperüberpapolatriksche Ansichten diese Liberalen doch vom Petrinischen Amt haben, wenn ihnen ein fauliger Wind in die Segel bläst.

Und die Statements erinnern mich an den Satz, den der Selige John Henry Newman im Zusammenhang mit der Arianischen Kontroverse benutzte, in der die große Mehrheit der Bischöfe, die Ecclesia docens einschließlich des Nachfolgers des Hl. Petrus entweder Häretiker waren oder von den Häretikern zum Schweigen oder zum Kompromiss genötigt wurden. Es ist der Satz, den ich über diesen post gesetzt habe und den ich in dem Sinn übernehme, wie Newman dann seinen Gebrauch erklärte- und nicht anders. 

Ich nehme an, daß wir für dieses Phänomen der "Aufhebung" im Pontifikat des Seligen Pauls VI in der Zeit seiner Einrichtung einer Kommission zur Frage der Empfängnisverhütung und seiner mutigen nachfolgenden Bestätigung der lehramtlichen Lehre der Kirche durch die Veröffentlichung von Humanae Vitae ein gutes Beispiel hatten. 

Wir befinden wir uns jetzt in einer weiteren Periode solcher Spannung. Die Frage der Zulassung von Ehebrechern zur Hl. Kommunion wurde lehramtlich zuletzt 2007 behandelt, nur 10 Jahre zurück in "Sacramentum Caritatis", § 29.
Die hatte sowohl synodale als auch päpstliche Klräung in beiden vorangegangenen Pontifikaten bekommen; und sie ist im Katechismmus eingebettet. 
Aber eine solche Periode der Aussetzung begann, als die Frage für die Synodale Diskussion geöffnet wurde; und diese Aussetzung wurde noch erweitert, als PF ein Dokument erstellte, das auf diametral entgegengesetzte Weise interpretiert wird. Die Suspendierung wird enden. wenn dieser oder ein folgender Römischer Pontifex oder ein Ökumenisches Konzil mit unmißverständlicher Klarheit die Lehre des Magisteriums bestätigen (oder wenn möglicherweise der Irrtum nachdem  er seinen Laug beendet hat,eines natürlichen Todes stirbt.)

Der gelehrte Patron des Orinariats, der Sel. John Henry Kardinal Newman, machte klar, daß während einer "Aussetzung" die Lehre des Magisteriums oder Amtes aufhört. Das Dogma von Nicäa ist de jure voll in Kraft geblieben; aber es wurde von vielen Bischöfen nicht so gehandhabt und funktionierte also nicht. 
Die Bischöfe blieben ex officio Bewahrer und Lehrer des Glaubens; nicht ein Mikrogramm ihrer gottgegebenen Autorität, den Glauben zu lehren, ging ihnen verloren; aber de facto versagten sie  dabei, diesen Glauben zu bewahren und zu lehren. Das Konzept der Aussetzung ist nicht so sehr theologisch als vielmehr historisch.


Mittwoch, 13. Dezember 2017

Santa Lucia

Heute feiert die Kirche den Gedenktag der Heiligen Lucia. Und weil sie eine italienische Heilige ist- die in Syrakus auf Sizilien lebte und starb, lassen wir Enrico Caruso ihr Lied singen.....Belcanto im wahren Sinne des Wortes.
Mit Santa Lucia -einem Lichterfest- wird die Rückkehr des Lichtes angekündigt.

        

                                          HEILIGE LUCIA BITTE FÜR UNS!


Sandro Magister zum Lehramt im Allgemeinen und Besonderen und Kardinal Caffarras Definition.

Sandro Magister betrachtet bei Settimo Cielo die fast zeitgleiche Veröffentlichung der Acta Apostilicae Sedis und einer Sammlung von Predigten und Texten des verstorbenen dubia-Kardinals Caffarra zu Gefahren für die Kirche.
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"DER PAPST HAT GESPROCHEN. ABER DIE ZWEIFEL SIND NICHT VERSCHWUNDEN; KARDINAL CAFFARRA AUCH NICHT."

"Beide Dinge passierten fast am selben Tag. Einerseits die Veröffentlichung der Acta Apostolica Sedis- mit dem was als die offizielle und definitive Interpretation des umstrittenen 8. Kapitels  von Amoris Laetitia zugunsten der Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen gilt und andererseits das Erscheinen eines Buches mit Predigten und Texten von Carlo Caffarra, einem der vier Kardinäle, die Papst Franziskus ihre sehr ernsten "dubia" genau zu diesem Kapitel überreicht haben.

Die Nachrichten über die erste dieser beiden Veröffentlichungen verbreiteten sich Anfang Dezember, sobald der neue Band der offiziellen Acta des H. Stuhls die Druckerpresse verlassen hatte. Aber die Entscheidung, den Brief, in dem der Papst die von den Bischöfen der Region Buenos Aires approbierten Richtlinien zur Anwendung von Kapitel VIII von "Amoris Laetitia" annimmt, darin abzudrucken, geht 6 Monate zurück, auf den 5. Juni.

Das war der Tag, an dem Franziskus Staatssekretär Kardinal Pietro Parolin den Auftrag erteilte, mit der offiziellen Veröffentlichung beider Dokumente, dem Brief des Papste und dem Text der Argentinischen  Bischöfe, fortzufahren "velut Magisterium authenicum" - als authentisches Lehramt.

Das ist, was in den Schlußworten für die beiden Dokumente auf Seite 1074 der "Acta Apostolicae Sedis" An, vol CVIII, 10 festgestellt wird.

RESCRIPTUM "EX AUDIENTIA SS.MI"
Summus Pontifex decernit ut duo Documenta quae praecedunt edantur per publicationem in situ electronico Vaticano et in "Actis Apostolicae Sedis", velut Magisterium authenticum.
Ex Aedibus Vaticanis, die V mensis Iunii anno MMXVII
Petrus Card. Parolin
Secretarius Status
Die beiden Dokumente sind in ihrer Originalsprache veröffentlicht worden, wobei der Brief des Papstes an die erste Stelle gestellt wurde und trägt den Titel und Qualifizierung als "Epistula Apostolica", gefolgt vom Text der Argentinischen Bischöfe. der als "Additum ad Epistulae" präsentiert wird, also als Anhang an den päpstlichen Brief.

Der gute König Wenzel....


"Good King Wencelas looked out
on the Feast of Stephen.
When the snow lay round about
Deep and crisp and even,
Brightly shone the moon that night,
Though the frost was cruel
When a poor man came in sight
Gathering winter fuel.


          

Hither, page, and stand by me
If thy knows his telling:
Yonder peasant who is he,
Where and what his dwelling?
Sire he lives a good league hence
Underneath a mountain
Right against the forest fence
By St. Agnes´ fountain.

Bring me meat and bring me wine,
Bring me pine logs hither,
Thou and I will see him dine
When we bear him thither.
Page and monarch forth they went,
Forth they went together
Through the rude winds wild lament
And the bitter weather.

Sire the night is darker now,
And the wind blows stronger,
Fails my heart, I know not how
I can go no longer!
Mark my footsteps, my good page,
Tread thou in them boldly,
Thou shall find the winter´s rage
Freeze thy blood less coldly.

In his master´s steps he trod,
Where the snow lay dinted,
Heat was in the very sod,
Which the Saint had printed.
Therefore Christian men be sure
Wealth or rank possessing,
He who now will bless the poor,
Shall yourselves find blessing."


Ein etwas anderes englisches Weihnachtslied aus dem 19. Jahrhundert.
Es berichtet vom Hl. Wenzel der im 10. Jahrhundert als Fürst von Prag und Böhmen lebte und als Märtyrer starb. Er wurde zum Nationalheiligen und Schlachtenhelfer Böhmens.
Seine Gebeine ruhen im ihm geweihten Veistdom auf der Prager Burg.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Roberto de Mattei zur aktuellen Kirchenkrise

Maike Hickson diskutiert für OnePeterFive mit Roberto de Mattei über die eskalierende Kirchenkrise. Hier geht´s zum Original:


"INTERVIEW: ROBERTO DE MATTEI DISKUTIERT DIE ESKALIERENDE KIRCHENKRISE" 

Maike Hickson:
"Viele Katholiken rund um die Welt hatten gehofft, daß die Dubia-Kardinäle ihre öffentliche Korrektur von Papst Franziskus bzgl. seiner Postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia", veröffentlichen würden. Was würden Sie diesen Gläubigen sagen, die jetzt enttäuscht sind und sogar entmutigt angesichts des Schweigens der Kirchenfürsten? Mit welchen Worten würden Sie versuchen, diese Gläubige in ihrer Hoffnung und ihrem Glauben zu bestärken? "

Roberto de Mattei:
"Die gegenwärtige Krise in der Kirche hat nicht mit Papst Franziskus begonnen und sie beschränkt sich nicht auf eine einzige Person. Eher geht sie auf das II.Vaticanische Konzil zurück und sogar noch weiter, auf die modernistische Krise [im frühen 20. Jahrhundert]. Heute ist ein großer Teil des Kardinalskollegiums, des Bischofskollegiums und des Klerus im Allgemeinen durch den Modernismus infiziert.
Die wenigen Kardinäle, Bischöfe und Priester, die Widerstand leisten, sollten dieser Situation Rechnung tragen und es ist unsere Aufgabe, ihnen zu helfen. Aber vor allem darf man sich nicht vorstellen, daß eine einzelne Aktion von einem dieser Spieler-z.B. eine von Kardinal Burke angekündete correctio fraterna des Papstes diese Krise von sich aus lösen kann.
Was nötig ist, ist eine Zusammenfassung und ein Fokus der Aktion diverser Gruppen sowohl des Klerus als auch der Laien, jeder auf seiner eigenen Ebene und gemäß ihren Fähigkeiten.
Der sensus fidei kann die Kardinäle, Bischöfe, Religiösen und einfachen Laien dabei leiten, wie sie [auf die gegenwärtige Krise] reagieren können.
Die Wichtigkeit der von 250 Gelehrten unterzeichneten correctio filialis - sowohl von Klerikern als auch Laien- wurde durch diesen sensus fidei ausgedrückt. Die Reaktion mag sich von einem Land zum anderen, von einer Diözese zur anderen unterscheiden, aber ihre Chrakteristik ist immer die einer Wahrheitsbekundung und einer Verurteilung der Irrtümer, die dieser Wahrheit entgegen stehen."

M. Hickson
"Aber wie kann man diese Situation beheben?"

Roberto de Mattei:
"Die Kirche wird nicht durch Menschen gerettet werden. Die Krise wird durch ein außerordentliches Eingreifen der Gnade behoben werden, die jedoch durch kämpferisches Engagement gläubiger Katholiken begleitet werden muß. Angesichts dieser gegenwärtigen Krise, gibt es einige, die denken, daß das Einzige, was man tun kann, ist- still und im Gebet- auf ein Wunder zu warten. Aber so ist es nicht. Es ist wahr, daß wir ein göttliches Eingreifen brauchen, aber Gnade baut sich auf Natur auf. Jeder von uns sollte das Maximale tun, was er seinen Fähigkeiten nach kann."

Father Blake spricht....

Auch Father Blake meldet sich zum Vater-unser-Veränderungsgedanken zu Wort, beleuchtet - wie immer lesenswert- die Hintergründe und erinnert mit einem Video, in dem der Papa emeritus das Vater-unser griechisch spricht, daß es Zeiten gab, in denen der regierende Pontifex der liturgischen Originalsprachen mächtig war.
Hier geht´s zum Original bei st.marymagdalenblog:  klicken

   "DAS VATER-UNSER:  EIN PROBLEM MIT DEM SOHN GOTTES SELBST"

"Der Souveräne Pontifex schlägt also vor. daß das Vater Unser neu geschrieben werden muß, naja. wir wisssen ja vom Ordensgeneral der Jesuiten, daß niemand ein Tonbandgerät hatte, so daß wir nicht wissen können, was Jesus wirklich gesagt hat, ebenso wenig haben wir ein Video von seinem Leben, sodaß wir auf das kollektive Gedächtnis der Kirche vertrauen müssen, geleitet vom Hl. Geist, der uns in die Wahrheit führt.

Die Evangelien -obwohl sie leicht unterschiedliche Versionen dieses Gebetes wiedergeben, stimmen in der antiken liturgischen Form des Gebetes überein, das so endet: " Et ne nos deducas in tentationem sed libera nos da malo." Griechisch: "καὶ μὴ εἰσενέγκῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν, ἀλλὰ ῥῦσαι ἡμᾶς ἀπὸ τοῦ πονηροῦ."  
Deshalb ist es nicht nur die Übersetzung, mit der der Papst Probleme hat, sondern mit dem Text selbst. Sein Problem ist also nicht das ICEL (International Commission on English in the Liturgy)
oder irgendetwas anderes sondern der Sohn Gottes selber.

Das Griechische bedeutet "in etwas bringen" oder "in etwas hineinführen": es ist eine aktive Form, keine passive, deshlab bedeutet es sicher nicht "lass uns nicht" die bevorzugte Übersetzung des Papstes.
Hier liegt eine wichtige Wahrheit, Gott läßt nicht nur Versuchung zu, als ob wir in einer Welt lebten, in der Satan genau so mächtig ist wie Gott, Gut und Böse miteinander kämpfen und die Menschheit hin und hergerissen wird. 

Die neue französische Übersetzung benutzt das Passiv: "Laß uns nicht in Versuchung geraten"  und ist weit davon entfernt, genau zu sein, sie suggeriert, daß in Versuchung zu geraten eine Art unglücklicher Unfall ist. Für einen Christen, also die vom Hl. Geist dazu Ermächtigten "Abba, Vater" zu schreien, ist eine neue Beziehung geschaffen worden, in der wir durch die Gnade von Gott gestärkt wurden, und nicht länger im Schwanken des Versuchers sind, wir also Sünde und Versuchung widerstehen können, sogar der Versuchung der Letzten Tage, vom Glauben abzufallen. 

Leider scheint es in vielen Teilen der Theologie seiner Heiligkeit Züge zu geben, wo Menschen nicht genügend Gnade empfangen, um die Sünde zu überwinden oder ein Christliches Leben zu leben: die Hl. Jungfrau schreit zu Gott, daß sie getäuscht worden ist, oder Jesus muß Maria um Vergebung bitten und die Gnade der Ehe gibt nicht die Kraft, nach der Lehre Jesu zu leben.

Montag, 11. Dezember 2017

Weil mir heute Abend danach ist.....

   auch wenn diese Kantate eigentlich für Epiphanias gedacht ist...... 

                         "HERR WENN DIE STOLZEN FEINDE SCHNAUBEN....."

          

so gib, daß wir im festen Glauben nach deiner Macht und Hülfe stehn
wir wollen dir allein vertrauen
so können wir den scharfen Klauen des Feindes unversehrt entgehn




Father Hunwicke spricht....2.0

heute noch einmal über die angedachten Korrekturen am Vater-unser im Speziellen und das Bergoglio-Pontifikat im Allgemeinen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"HÖRT ER NIE AUF....(2) PAPST FRANZISKUS, DAS VATER-UNSER UND DAS NÄCHSTE KONKLAVE"
"Führe uns nicht in Versuchung. Es ist unwahrscheinlich, daß die griechischen und lateinischen Worte, die mit "Versuchung" übersetzt worden sind, das bedeuteten. was wir heute in der Beichte unter "Versuchung" verstehen..... die "Versuchung" etwas zu stehlen oder unbarmherzig zu sprechen oder die Augen in Zaum zu halten.
Unter "Peirasmos" verstand man eher die Zeit der Prüfung, also gefoltert oder genötigt zu werden, unseren Glauben aufzugeben. Die Schrift lehrt uns. daß das Ende der Zeiten durch solche Prüfungen und Verfolgungen gekennzeichnet sein wird. Es ist nur natürlich, Gott zu bitten, dessen Vorsehung die Zeiten lenkt, uns das zu ersparen. [Siehe Mt. 26:41; Lk. 8:13; Apokalypse 2: 10 und 3:10]

(Und nebenbei bemerkt, "Böse" (tou ponerou) kann sowohl Maskulinum als auch Neutrum sein, Viele- wahrscheinlich die meisten- denken, daß es sich auf den Bösen bezieht)

Deshalb scheint mir, daß es bei PFs Vorschlag einer Revision nicht um eine revidierte Übersetzung geht, sondern um die radikale Änderung der Bedeutung des griechischen Originals. Mit Kummer muß ich sagen, daß dieses neue Beispiel seines gigantischen Selbstbewußtseins mich nicht überrascht.

Was mich immer wieder...wie es scheint fast täglich!!...an PF irritiert, ist seine endloser Hang, das Depositum fidei, die Universale Kirche und was sie von den Aposteln oder den Generationen seither geerbt hat, zu behandeln als etwas, was in seiner Macht steht, zu ändern, zu kritisieren oder auf jede Art zuzurichten, die ihm jederzeit in den Sinn kommt.
Er ist wie ein Kleinkind, dem man Spielzeuge zum Spielen gegeben hat...ein großes, unbändiges, widerspenstiges Kind, das eher grob als umsichtig mit ihnen umgeht; dessen häufigster Satz das "ich will...." ist.
Wenn irgendwer ihm vorschlägt, vielleicht etwas vorsichtiger damit umzugehen, legt er einen Wutanfall hin.
Ich bin sehr sehr traurig, so über den Stellvertreter Christi schreiben zu müssen, aber seit seiner Wahl wollte es mir immer so vorkommen, als wolle PF besondere Aufmerksamkeit auf jene Teile seiner Persönlichkeit lenken, die sich am radikalsten von seinen Vorgängern unterscheiden.
Ein Papst, der eine genaue Untersuchung und die daraus folgende Kritik nicht mag, würde Journalisten und Kameraleute auf Distanz halten, sehr viel weniger sagen und nur nach kompetenter Beratung sprechen. Ein Geistlicher, der absichtlich Aufmerksamkeit auf sich zieht, darf sich nicht beschweren, wenn er sie bekommt, ebensowenig können seine Schmeichler das plausibel in seinem Namen tun. Dieses Pontifikat hat das unglückselige moderne Phänomen eines Berühmtheits-Papstes nicht erfunden, aber es hat gezeigt, wie gefährlich und spaltend dieser Kult ist.


Päpstliche Ernennungen - Realpolitik in der Kirche?

A. Gagliarducci kommentiert in "Monday in the Vatican"die päpstlichen Ernennungen unter dem Aspekt "Realpolitik" .
Hier geht´s zum Original:  klicken

                    "PAPST FRANZISKUS´ KIRCHLICHE REALPOLITIK" 

"Mit der Ernennung der neuen Erzbischöfe von Paris und Mexiko City hat Papst Franziskus noch einmal seine kirchliche Realpolitik gezeigt. Im Allgemeinen zieht er es vor, Bischöfe mit pastoralem Profil zu wählen, keine Kulturkämpfer. Aber diese beiden letzten Ernennungen senden gegenteilige Signale aus.

Michel Aupetit, der neue Erzbischof von Paris, ersetzt Kardinl André Vingt-Trois , der seit Jahren Erzbischof der Haupstadt Frankreichs war. Als Spätberufener- früher hatte er als Familiemarzt gearbeitet- besitzt Erzbischof Aupetit ein scharfes pastorales Profil, aber er ist auch sehr kompetent in Themen der Bioethik.
Diese Kompetenz sind im Kontext der säkularisierten Debatte in Frankreich zu sehen, in der  Katholiken wieder ihr kollektives Gewicht in der Politik zeigen. Der neue Erzbischof von Paris ist auch dazu gerufen, seine Brüder im Priester- und Bischofsamt innerhalb der Säkularisierungsbewegung zu führen, die bei mehreren Episoden religiöser Intoleranz in verschiedenen Regionen Frankreichs explodierte und die im Martyrium Pater Jacques Hamels gipfelte, der zwar von Islamisten ermordet wurde, aber eigentlich das Opfer der Indifferenz der antikatholischen Intoleranz gegenüber all diesen Vorkommnissen ist.

Auf der anderen Seite hat Kardinal Carlos Aguiar Retes, der von Papst Franziskus dazu ernannt wurde, Kardinal Norberto Rivera Carrera an der Spitze der Erzdiözese Mexico City  zu ersetzen, ein ganz anderes Profil. Er wird als Mann des Dialogs betrachtet, wenn auch weniger als Kardinal Rivera Carrera und ist- außerdem- weniger konservativ. In Südamerika wird Aguiar Retes als ein Priester beschrieben, der große pastorale Fähigkeiten hat, nicht starr hinter doktrinalen Standpunkten steht und als Präsident der Mexikanischen Bischofskonferenz und der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz gute Kenntnisse entwickelt hat,

Schließlich erfüllt Kardinal Aguiar Retes eher die Erfordernisse- nach Papst Franziskus- an einen Hirten als Erzbischof Aupetit. Aber gibt es irgendein Kriterium, um Papst Franziskus´ Ernennungen zu verstehen?

Wenn es eines gibt, ist das Kriterium wahrscheinlich ein pragmatisches, wie es bei den meisten Entscheidungen des Papstes der Fall ist. Außer daß er dadurch die Kirche formen will, neigt Papst Franziskus dazu, wirklich pragmatisch zu sein, wenn er weltweit Bischöfe für Schlüsselpositionen auswählt.

Er hat pragmatisch gehandelt, als er den Nachfolger für den geliebten Kardinal Joachim Meisner wählen mußte. Er ernannte Kardinal Rainer Maria Woelki, der Dank einer Ernennung, die eher zum Stil Papst Benedikts XVI paßte, in seine Heimatdiözese zurückgekehrt ist.