Samstag, 25. November 2017

Wer hat Angst vor Johannes Paul II? Wer hat Angst vor der Wahrheit?

La Nuova Bussola Quotidiana hat vorgestern den Briefwechsel zwischen Mauro Longhi, der im Oktober dieses Jahres die Vision de Hl. Johannes Pauls II zur Zukunft Europas unter der islamischen Bedrohung wieder bekannt gemacht hat und Riccardo Cascioli, dem Chefredakteur von LNBQ veröffentlicht. Lesen!
Hier geht´s zum Original:  klicken

"EUROPA UND DER ISLAM, WER HAT ANGST VOR JOHANNES PAUL II?"

"Lieber Direktor,
Ich bin überrascht über das Echo, das meine Worte bei der Konferenz am vergangenen 22. Oktober in Bienno hatten. Ich sehe, daß einige sie als Schlüssel für die "Schlacht zwischen Christen und Muslimen" interpretieren. Diese Lektüre macht mich sehr traurig, und ich entschuldige mich, für meinen Mangel an Klarheit, der eine solche Interpretation ermöglicht hat: Johannes Paul II hatte keine wie auch immer geartete Schlacht im Sinn, im Gegenteil, er suchte nach Beziehungen. 
Im Gespräch mit dem Papst, von dem ich bei der Konferenz gesprochen habe, und das von La Nuova Bussola Quotidiana verbreitet worden ist, bezog sich Johannes Paul II auf bestimmte Gruppen von Terroristen, die schon damals anfingen. zu handeln und den Namen Gottes (woran auch Papst Franziskus heute oft erinnert) zu benutzen. In seinen Kommentaren gab es keinerlei Generalisierungen."
Mauro Longhi

"Lieber Msgr. Longhi,
Sie müssen sich nicht entschuldigen. Sie waren bei Ihrem Bericht, in dem sie einfach eine Episode aus dem Leben des Hl. Johannes Pauls II wiedergeben, bei der Sie personlich als Zeuge anwesend waren und die ein Fenster zum mystischen Erleben Karol Wojtylas öffnet, sekr klar.
Entschuldigen müssen sich eher jene kurialen Umfelder, die die Vision Johannes Pauls II auf ihre eigenen ideologischen Schemata reduzieren wollten oder jene klerikalen Zeugnisse, die unwahrscheinliche Hintergründe für die Motive Ihres Wiedererzählens und unseres Artikels konstruiert haben.
Wir haben einfach Ihre Wort wiedergegeben, nach denen Johannes Paul II eine islamische Invasion Europas vorhergesehen und gesagt hat, daß man sich der vor allen durch unseren mit Integrität gelebten Glauben entgegen stellen müssen."

Freitag, 24. November 2017

gefunden...oder das etwas andere Luther-Gedenken.

Auf etwas andere Weise gedachten Unbekannte in Venedig des Luther-Thesenanschlags: sie nagelten eine Kopie der Bulle "Exsurge Domine" vom 15. Juni 1520, mit der Papst Leo X Luther vor der Exkommunikation warnte und ihn aufforderte innerhalb von 60 Tagen 41 irrige und häretische Thesen seiner Schriften zu widerrufen, an die Tür der Chiesa Evangelica Alemanna am Campo Santo Apostoli.
Bekannterweise ließ Luther diese Frist verstreichen und verbrannte die Bulle.
Am 3. Januar 1521 exkommunizierte Papst Leo X dann Luther und seine Anhänger mit der Bulle "Decet Romanum Pontificem" .

Und die Feiern zum 500. Jahrestag des Beginns der Gegenreformation stehen ja erst noch bevor.

Sandro Magister stellt die Standpunkte Buttigliones und Müllers einander gegenüber

Das tut er auf seinem blog "Settimo Cielo". Hier geht´ s zum Original: klicken

 "MÜLLER UND BUTTIGLIONE, SO NAH, SO FERN"

"Auch nach dem Erscheinen des Buches über "Amoris Laetitia", das ihre Unterschriften trägt, haben sowohl der Philosoph Rocco Buttiglione als auch der Theologe und Kardinal Gerhard L.Müller gesprochen, um ihre jeweilige Position zu bekräftigen.

Buttiglione in einem Interview mit Andrea Tornielli für Vatican-Insider: "Hier der Irrweg, den die Kritiker von Amoris Laetitia beschritten haben."

Kardinal Müller in einem Interview mir Riccardo Cascioli für La Nuova Bussola Quotidiana:
"Müller: Es wurde nie über Ausnahmen wegen der Kommunion für die Wiederverheirateten gesprochen"

Beide Interviews bestätigen, daß die Standpunkte des Philosophen und des Kardinals auf keine Weise übereinstimmen. Und deshalb ist es weiterhin scheinbar unerklärbar, daß Müller über Buttigliones Ideen mit so enthusiastischer Zustimmung schreibt und sie den Lesern empfiehlt,

In welchen Punkten stimmen Müller und Buttiglione nicht überein? Schauen wir sie der Reihe nach an.

Buttiglione geht von einer Voraussetzung aus,  die de facto -wie er sagt- eisern- in jedem Katechismus gelehrt wird. Es ist die Prämisse, nach der eine Sünde nicht tödlich sondern läßlich ist, die trotz ihrer Schwere- (wie z.B. Ehebruch) ohne volle Erkenntnis und ohne freiwillige Zustimmung begangen wurde.

Daraus leitet er ab, daß der Gläubige, der diese Sünde in diesen mildernden Umständen beichtet, die sakramentale Absolution erhalten und die Kommunion empfangen kann, selbst wenn er weiterhin "more uxorio" lebt, in einer Verbindung. die für die Kirche illegitim ist, aber deren Schwere er weiterhin nicht erkennt.

Die Kritiker aber entgegnen Buttiglione, daß allein durch die Tatsache, daß er diese Sünde beichtet und der Beichtvater seine Pflicht tut, das Gewissen zu erleuchten, den Beichtenden das Schwerwiegende seiner Lebensweise und des Willens, durch den er sie -im Fortfahren-zu seiner eigenen macht, erkennen läßt.
Und deshalb -wenn er nicht bereut und sich selbst davon löst (oder sich zumindest ernsthaft vornimmt, sein Leben so bald wie möglich zu ändern) kann er weder die Absolution bekommen noch die Kommunion empfangen.

Buttiglione gibt auf diese Einwände keine überzeugende Antwort. Und auch Kardinal Müller berücksichtigt in seinem Vorwort zu seinem Buch diese Argumente des Philosophen nicht.

Seinerseits spricht der Kardinal eine andere Hypothese an und nur diese eine- nach der de facto wiederverheiratete Geschiedene auf legitime Wiese die Kommunion empfangen können, in einem "forum internum" und ohne einen Skandal auszulösen.
Und es ist die schon von Joseph Ratzinger als Theologe, als Kardinal und als Papst wiederholt zurückgewiesene Hypothese.
Eine Hypothese, die mit der in einem vorangegangenen Artikel in Settimo Cielo wiedergegebenen Tradition übereinstimmt.


Marco Tosatti: wenn die Kirchengranden sich mehr um Politik und Umwelt sorgen als um die Kirche....

Marco Tosatti hat schon wieder Post von "Pezzo Grosso" zur Lage der Kirche bekommen und veröffentlicht ihn für seine Leser in Stilum Curiae. Dabei geht es auch um den seit 4 Jahren zu verzeichnenden Zusammenbruch des Messebesuchs... 4 Jahre? Seit 2013? Was könnte das wohl sein?
Hier geht´s zum Original:  klicken

"RVC UND DIE GALANTINO-INTERVIEWS: ER KÜMMERT SICH UM PARTEIEN UND DAS IUS SOLI ABER NICHT UM DIE KIRCHE, IN DER NIEMAND MEHR IN DIE MESSE GEHT"

"Ihr Lieben.
dieses mal ist Romana Vulneratus Curiae (für Freunde und Nichtfreunde RVC) absolut giftig.
Und er weiß sehr gut warum....
Von der Warnung des regierenden Pontifex vor dem Gebrauch von Handys am Lenkrad bis zu den Richtlinien und Interviews des Sekretärs des Amtes für religiöse Belange der PD (und der CEI) Msgr. Galantino ist es schwierig, ruhig und ordentlich zu bleiben.
Aber hier RVC selber vom Besten: 

"Entschuldigen Sie, wenn ich Sie in kurzer Zeit noch einmal belästige, lieber Tosatti, aber trotz des jüngsten Lamentos von Papst Franziskus über den "Zusammenbruch der Teilnahme der Gläubigen an der Messe in den letzten vier Jahren" trotz der Öffnung durch Amoris Laetitia , will ich die Medienpropaganda für die neue Kirche (von Karl Rahner, wie der Philosoph Stefano Fontana sie definiert hat) nicht beurteilen. In die Kirche geht man nur, wenn es dort Kunstwerke zu sehen gibt, als sei sie nur ein Museum.

Der 0,8% Beitrag für die CEI nimmt ab, aber nicht wegen einer Verarmung der Italiener. Die Zahl der (verachteten) Dissidenten wächst exxponentiell und die "Korrekturen" der verschiedensten Formen multiplizieren sich. Gerade die Welt der Laien und Laizisten beginnt, sich Sorgen zu machen, daß man das Böse mit dem Guten verwechselt.
Auf der einen Seite ist da der Papst, der denen, die Auto fahren und dabei am Telefon sprechen (gemäß den Anweisungen der UNO zum Tag des Gedenkens an die Straßenverkehrsopfer) Vorwürfe macht und die halbe Welt in Ohnmacht fallen läßt.
Was aber tut Galantino andererseits gegen den Zusammenbruch Teilnehmerzahlen an der Messe?


Donnerstag, 23. November 2017

Die Heilige Cäcilie

weil wir es gestern versäumt haben- der 22. November ist der Tag der Hl Cäcilie, die am 22.11. wohl im Jahr 230 in Rom das Martyrium erlitt. Sie ist die Patronin von Albi, der Kirchenmusik, Organisten, Orgel- und Instrumentenbauer, Sänger, Musiker und Dichter.

                                    HEILIGE CÄCILIE BITTE FÜR UNS!


         

Fundstück

In den Spielfilm "Der veruntreute Himmel" wurde eine Originalsequenz von einer Audienz und dem Segen Papst Pius´ XII für Pilger eingefügt

         

Patriarch Kyrill und die Zeichen der Apokalypse

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae eine Warnung des Moskauer Patriarchen Kyrill zu den sichtbaren Zeichen der Apokalypse.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"PATRIARCH KYRILL: DIE ZEICHEN VON DEN JOHANNES IN DER APOKALYPSE SPRICHT, SIND VOR ALLER AUGEN. NUR DIE BLINDEN SEHEN SIE NICHT."

"Das habe ich heute Morgen bei "La Nuova Bussola Quotidiana" geschrieben, aber ich möchte den Artikel auch noch einmal bei Stilum Curiae veröffentlichen, weil mit die Tatsache wichtig und einzigartig erscheint, daß Kyrill, eine Person, die bekannterweise dem Mystizismus fern steht, die Gelegenheit wahrnimmt, eine solche Botschaft zu verkünden.

Patriarch Kyrill hat in den vergangenen Tage in einer öffentlichen Rede gesagt, daß die Zeichen aus dem Buch der Apokalypse offensichtlich sind. Er hat auch Politiker, Künstler, Wissenschaftler und die Gemeinschaft der Bürger aufgefordert, die Bewegung auf den Abgrund zu aufzuhalten: "Wir treten in eine für die Entwicklung der menschliche Gesellschaft kritische Periode ein".
Das sind außerordentlich klare und harte Worte, sicher nicht üblich aus dem Mund einer der höchsten Autoritäten der Russisch-Orthodoxen Kirche.

"Alle die ihr Vaterland lieben, müssen zusammen stehen, weil wir in eine kritische Periode der Geschichte der menschlichen Gesellschaft eintreten. Das kann man schon mit bloßem Auge sehen. Man muß blind sein, um nicht zu sehen, daß die Augenblicke näher kommen, die in der Geschichte Angst machen, das, worüber der Apostel und Evangelist Johannes im Buch der Apokalypse gesprochen hat."

Der Patriarch von Moskau und ganz Rußland hat hinzugefügt, daß der präzise Moment des Endes aller Zeiten von den Handlungen eines jeden einzelnen abhängt. Er hat das Volk aufgefordert, die Verantwortung der Menschen für das, was Rußland und die gesamte Menschheit angeht, zu verstehen und "die Bewegung am Ende der Geschichte auf den Abgrund zu, aufzuhalten."

Er hat dann unterstrichen, daß viele Vertreter der Intelligenz im modernen Rußland die von ihren Vorläufern begangenen Fehler wiederholen, die das Land zu den katastrophalen, revolutionären  Ereignissen des 20. Jahrhunderts geführt haben.
"Heute ist der falsche Moment, um das Schiff der menschlichen Leidenschaften schwanken zu lassen, weil es schon zu viele negative Einflüsse auf das spirituelle Leben der Personen gibt" hat Kyrill gesagt.
Der Patriarch hat eine Messe in der Kathedrale von Moskau, die Kirche des Hl. Erlösers, gefeiert. Unmittelbar danach hat die Synode der Orthodoxen Kirche ihm die Kopie der zeremoniellen Kopfbedeckung, die Patriarch Tikhon getragen hat, geschenkt, der Mann, der vor genau 100 Jahren in dieses Amt gewählt worden war."

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti

Marco Tosatti & Pezzo Grosso über die "Umwelt-Perversionen"

Marco Tosatti gibt heute bei Stilum Curiae wieder seinem (fiktiven?) Gesprächspartner Pezzo Grosso Raum für einen Kommentar zu Ereignissen im Vatican und Äußerungen des Papstes.
Hier geht´s zum Original: klicken

"PEZZO GROSSO, DER PAPST UND DIE UMWELT-PERVERSIONEN. WAUM BENUTZT ER GERADE JETZT BESTIMMTE AUSDRÜCKE?"

"Wir haben uns über das andauernde Schweigen von Pezzo Grosso gewundert; na ja, sicher fehlte es ihm nicht an Einsichten, die ihm mit bewundernswerter Pünktlichkeit und Beharrlichkeit vom regierenden Papst und seiner schwulen Gang von Prälaten und Laien zukommen.
Also haben wir angefangen, uns Sorgen zu machen: kann es sein, daß Pezzo Grosso aus irgndeinem Grund mit dem armen Stilum Curiae beleidigt ist? Und wir waren gerade schon an dem Punkt angelangt, um eine schüchterne Erklärung zu bitten, als wir eine Nachricht bekamen.
Über den Papst, die Umwelt und über die vier Perversionen (aber was kommt ihm nur in den Sinn, bestimmte Ausdrücke zu benutzen, während in seinem Haus die Ministranten belästigt werden?).
Leider sind wir nicht in der Lage, diese letzte Frage zu beantworten, die Pezzo Grosso uns stellt.
Über eines sind wir uns aber sicher: wir glauben nicht, daß er ein Konkurrent Einsteins ist.

"Lieber Tosatti.
heute könnte ich auch mit "Pezzo Grosso und Perverser" unterschreiben,  und müßte beichten, (bei einem Priester der FFI) weil ich durch meine Überzeugungen die Kräfte frustriere, die nach konkreten Lösungen für die Umweltkrise suchen...(wie man in der "Botschaft des Hl. Vaters Franziskus an S.E. Bainimarama, Premierminister der Jidji-Inseln bei der Klimakonferenz in Bonn vom 6.- 17. November 2017 liest).

Aber das Schlimmste, dessen ich indirekt beschuldigt werde, ist nicht so sehr, daß ich die Mühen dieser heiligen Männer durchkreuze, die den Planeten vor dem Krebsgeschwür Mensch an der Natur retten wollen, nein, das Schlimmste sind die Motive, warum so ein Pöbel wie ich das tun.
Die Botschaft erklärt, daß ich das "Dank dieser vier perversen Überzeugungen" tue:
"Verleugnung des Problems, Indifferenz, bequemer Rückzug, blindes Vertrauen in technische Lösungen" (Enz. Laudato Si´, 14) .
Wenn es mir gestattet ist, würde ich eine fünfte perverse Überzeugung hinzufügen, die eine wahrste, einzige, absolute aber ignorierte: und die ist, was diese Überzeugungen, die vorgeben, die Kraft (welche?) zu haben, die Umweltkrise zu lösen "die gnostische Ignoranz."


Mittwoch, 22. November 2017

Judas Maccabäus- alles wendet sich zum Guten

und der Held Judas Maccabäus kehrt siegreich aus der Schlacht gegen Nikanor zurück.
Zum Abschluß des Tages ein kleiner Nachschlag zu unserem Beitrag über die Maccabäer:  klicken

        

De Mattei: Müller versus Buttiglione

Roberto de Mattei kommentiert bei corrispondenza romana den andauernden Kampf Prof. Rocco Buttigliones gegen die Kritiker von "Amoris Laetitia".
Hier geht´s zum Original:  klicken

"KARDINAL MÜLLER UND BUTIGGLIONE, DIE    VERWIRRUNG NIMMT ZU"

"Prof. Buttiglione wirft sich seit Monaten gegen die Kritiker von "Amoris Laetitia" in die Schlacht um den Inhlalt der postsynodalen Exhortation von Papst Franziskus zu rechtfertigen. Jetzt hat er seine Beiträge in einem Buch gesammelt- mit dem Titel: "Freundschaftliche Antworten an die Kritiker von Amoris Laetitia", das mit einem unerwarteteten Vorwort Kardinal Gerhard L. Müllers- vom Verlagshaus Ares herausgegeben wurde.

Andrea Tornielli gibt bei Vaticaninsider einen langen Auszug aus diesem Vorwort wieder,  das der heute herrschenden Verwirrung weitere Verwirrung hinufügt.
Der Ex-Präfekt der Glaubenskongregation hat- im Gegensatz zu Prof. Buttiglionen gegenüber den vier Kardinälen der dubia immer eine gewisse Sympathie gezeigt, behauptet aber, daß - um "Amoris Laetitia" zu neutralisieren, man sie immer in Kontinuität mit der Lehre der Kirche lesen müsse anstatt sie offen zu  kritisieren.

Um den offensichtlichen Widerspruch zwischen Amoris Laetitia und den von der Kirche definierten Sakramenten ( Ehe, Buße und Eucharistie) zu erkläre,  übernimmt der Kardinal die Grundthesen von Rocco Buttiglione, wie aus diesen beiden Zeilen hervorgeht: "Das, was in Frage gestellt wird, ist eine objektive Situation der Sünde, die wegen mildernder Umstände, nicht zugerechnet werden kann."

Das Problem wäre nicht die Objektivität des Moralgesetzes sondern das der "Zurechenbarkeit" für den Sünder, oder der subjektiven Verantwortung für seine Taten. Der Ausgangspunkt der Argumentation ist eine wirklich moralische Wahrnehmung, nach der Voraussetzung für die Nichtzurechenbarkeit einer Handlung ist, daß die Person, die sie begangen hat, das wissentlich und freiwillig getan hat, offenbar in vollem Bewußtsein und freiwilliger Zustimmung.

Zielpunkt, der die Wahrheit in Sophismus verwandelt, ist, daß die Umstände die Verantwortung dessen aufheben können, der sich in einer Situation schwerer Sünde befindet.
Tatsächlich können wir- Buttiglione zufolge- jene wiederverheirateten Geschiedenen- offensichtlich schuldig, weil sie ihre Lebensumstände nicht verändern wollen aber wegen der konkreten Situation, die ihre Handlungen bedingt und es ihnen unmöglich macht eine freie und verantwortungsbewußte Entscheidung zu treffen, nicht können, als "nicht schuld-zurechenbar" ansehen.
Wenn z.B. ein wiederverheiratetes, geschiedenes Paar Kinder hat und sie erzieht, könnte eine Auflösung ihrer Beziehung die Zukunft dieser Kinder belasten.


Dienstag, 21. November 2017

Musikalische Tradition


            

Isaac Stern, Violine, Leonard Rose, Cello, und Eugene Istomin, Klavier, spielen das Beethoven Klavier-Trio Nr. 3 in c-moll.

Magister kommentiert die Umgestaltung des vaticanischen Staatssekretariates

Sandro Magister berichtet bei Settimo Cielo über die Umgestaltung des vaticanischen Staatssekretariates durch die Erweiterung um eine dritte Abteilung und die damit verbundenen Ernennungen und kommentiert sie.
Hier geht´s zum Original:    klicken

"ICH ORDNE DESHALB DAS FOLGENDE AN"
FRANZISKUS SETZT AUF DIE NUNTIEN EINSCHLIESSLICH DER SCHWARZEN SCHAFE"

"Die Resolution, mit der Papst Franziskus das Vaticanischen Staatssekretariat  mit einer dritten Abteilung ausstattet- auf gleicher Ebene wie die bereits bestehenden beiden- findet sich in einem Brief, den er Mitte Oktober an den Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin schickte.

Hier folgt der Ausführungsplan aus dem Papstbrief:

"In der Überzeugung, daß ich meinerseits denen, die darin dienen, was man "diplomatische Rollen" des Hl. Stuhls nennt, eine weitaus größere Aufmerksamkeit und fleißiger eine menschliche, priesterliche, spirituelle und professionelle Begleitung zusichern muß, sowohl den Teamleitern und den Mitgliedern- als auch jenen, die sich darauf vorbereiten- Studenten der kirchlichen päpstlichen Akademie- ordne ich das Folgende an:

1) Das aktuelle Amt des Delegaten für die Päpstlichen Botschaften muß verstärkt werden, es soll die Dritte Sektion des Staatssekretariates bilden, mit dem Titel "Sektion für Diplomatisches Personal des Hl. Stuhls"

2) Dieses wird dem Staatssekretär berichten, wird vom Delegaten für päpstliche Botschaften geleitet und mit einer angemessenen Zahl von Mitarbeitern ausgestattet werden.

3) Es soll das Ziel haben, die Aufmerksamkeit und Nähe des Papstes und der Mitarbeiter des Staatssekretariates für das Personal im Diplomatischen Dienst zu zeigen. Zu diesem Zweck wird der Delegat für Päpstliche Botschaften die Möglichkeit haben, die Päpstlichen Botschaften auf regulärer Basis zu besuchen- oder immer, wenn es sich als nötig erweist.

4) Es wird sich ausschließlich-wie ein Name sagt- mit allen Fragen und Themen beschäftigen-wie z.B. der Auswahl, der anfänglichen und dauerhaften Ausbildung, den Lebens-und Dienstbedingungen, Förderung, Autorisierung und dem örtlichen Personal  etc.- bezogen auf die Personen, die im diplomatischen Dienst des Hl. Stuhls arbeiten oder sich darauf vorbereiten.

5) In Ausübung dieser Funktionen wird es sich einer eigenen Autonomie erfreuen und zur gleichen Zeit dafür sorgen, eine enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für Allgemeine Belange (die sich weiterhin mit den allgemeinen Fragen der päsptlichen Botschaften befassen wird) herzustellen.
In diesem Sinn wird der Delegat für die päpstlichen Botschaften zusammen mit dem Substitut für allgemeine Belange und dem Sekretär für Beziehungen zu den Staaten an den wöchentlichen Treffen zur Koordination, dem das Staatssekretär vorsteht, teilnehmen. Er wird auch zu den ad hoc-Ttreffen zur Vorbereitug der Ernennung päpstlicher Repräsentanten teilnehmen und sie leiten. Schließlich wird er zusammen mit dem Präsidenten der kirchlichen Päpstlichen Akademie für die Auswahl und Ausbildung der Kandidaten verantwortlich sein.


Father Blake

denkt auf seinem blog st.marymagdalen über das Gleichnis von den Herrn und seinen drei Dienern
klicken

                                      "DER DRITTE MANN"
"Der dritte Mann oder Diener, der mit dem einen Talent ist einer Überlegung wert. Warum hat er nichts mit diesem einen Talent gemacht, außer es zu vergraben?

Die Antwort ist uns gegeben: "Meister, ich wußte, du bist ein harter Mann, erntest, wo du nicht gesät hast und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; deshalb hatte ich Angst...."
Es ist offensichtlich, daß diese Angst ihn blind gemacht hat, dafür zu erkennen, daß das was der Herr wollte, Profit ist. Es sieht also so aus, als habe er einen Herrn nicht sehr gut gekannt, die beiden anderen Diener kannten ihn offensichtlich besser.
Vielleicht zeigt die Tatsache, daß er das Talent begräbt, während sein Herr weg ist- für eine "lange Zeit" daß er froh ist, ihn aus dem Sinn, Haus und Leben zu wissen und sein Gedächtnis das Talent zusammen mit den toten Dingen in der Erde vergrub.
Man fragt sich auch, was er tut, während er nicht mit den Geschäften seines Herrn belastet ist, misshandelt er eine Mitdiener oder findet vielleicht einen anderen Herrn. dem er dient?

Die Schrift sagt uns "Wahre Liebe schließt die Furcht aus. Weil die Furcht es mit Bestrafung zu tun hat und wer immer fürchtet, ist in der Liebe niht vollendet." (1 Joh. 4, 18)
Wir wissen nichts über die beiden anderen Diener, aber wahrscheinlich kannten sie den Herrn besser als der dritte, vielleicht liebten sie ihn auch, weil sie ihn kannten. "Wir können nicht lieben, was wir nicht kennen," sagt der Hl. Thomas von Aquin.
Der dritte Diener liebt sicher nicht, er hat hauptsächlich Angst, zu ängstlich um den Willen seines Herrn zu erkennen, dennoch weiß er es genau, weil er sagt, daß sein Herr erntet, wo er nicht gesät hat- und sammelt wo er nicht ausgestreut hat.

Jesus sagt: "Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten." Joh. 14, 15. Hier gibt es viele Themen, zu allererst das, daß Liebe uns Einsicht in seine Gebote gibt, dann beweist das durch eure Taten , nicht durch Emotionen oder Gefühl.
Was dem dritten Diener nicht vergeben wird, ist daß er durch seine Ängste gelähmt ist und unfähig über sie hinaus zu sehen oder zu handeln und irgendeine Frucht zu bringen , er ist eher auf sich selbst fixiert als auf seinen Herrn. Er hat sein Leben, sein Haus auf Sand gebaut, auf seine Gefühle und Ängste eher als die felsenhafte Härte der Herren der seine Diener einlädt, dem "harten und engen Pfad zu folgen," 


 

Montag, 20. November 2017

Zum heutigen Tag

Heute stammt die erste Lesung aus dem Buch der Makkabäer und lautet komplett

11. Aus ihnen14 ging ein sündhafter Sprössling hervor, Antiochus der Erlauchte,15 der Sohn des Königs Antiochus, welcher in Rom als Geisel gelebt hatte,, und ward König im hundertsiebenunddreißigsten Jahre der Herrschaft der Griechen.16
12. Zu jener Zeit17 traten in Israel ruchlose Leute18 auf und überredeten viele,19 indem sie sprachen: Auf, lasset uns einen Bund mit den Völkern um uns her20 schließen, denn seitdem wir uns von ihnen abgesondert haben, hat uns viel Unheil betroffen.21
13. Diese Rede gefiel in ihren Augen. 
14. Und einige aus dem Volke entschlossen sich und gingen zum Könige;22 diesen gab er Gewalt,23 die Satzungen der Heiden zu üben.
15. Sie bauten also eine Übungsschule24 in Jerusalem nach dem Brauche der Heiden.
16. Und sie stellten sich die Vorhaut wieder her25 und fielen von dem heiligen Bunde ab, schlossen sich an die Heiden an und verkauften sich dazu,26 Böses zu tun.
17. Als nun Antiochus sich in seiner Herrschaft befestigt sah,27 schickte er sich an, Ägypten derselben zu unterwerfen, um über beide Reiche28 zu gebieten.
18. Deshalb drang er in Ägypten ein29 mit einem mächtigen Heere, mit Wagen und Elefanten und Reitern und einer zahlreihen Menge von Schiffen30
19. und führte gegen Ptolemäus, den König von Ägypten, Krieg. Da geriet Ptolemäus31 in Furcht vor ihm und ergriff die Flucht und zahlreiche Verwundete fielen.
20. Auch nahm Antiochus die festen Städte im Lande Ägypten ein und gewann die Beute des Landes Ägypten.
21. Nachdem er Ägypten geschlagen, kehrte Antiochus heim im hundertdreiundvierzigsten Jahre32 und zog hinauf gegen Israel33
22. und kam nach Jerusalem mit einer starken Heeresmacht.34
23. Und er trat in das Heiligtum mit frechem Übermut und nahm den goldenen Altar weg und den Leuchter des Lichtes und alle Geräte desselben und den Tisch für die Schaubrote, die Becken, die Schalen, die goldenen Mörser, den Vorhang, die Kränze35 und den goldenen Schmuck an der Vorderseite des Tempels und er zerschlug alles.36
24. Auch das Silber und Gold und die kostbaren Gefäße nahm er, ebenso was er an verborgenen Schätzen37fand. Und nachdem er alles genommen hatte,38 zog er fort in sein Land.
25. Auch richtete er Blutvergießen an39 und redete mit großem Hochmute.40
26. Darüber entstand ein großes Wehklagen in Israel, in allen Wohnsitzen desselben.
27. Es jammerten die Fürsten und die Ältesten, die Jungfrauen und die Jünglinge verzagten und die Schönheit der Frauen schwand dahin.
28. Alle Gatten41 erhoben Wehklage und die Neuvermählten saßen weinend in ihrem Brautgemache.
29. Das Land erbebte wegen seiner Bewohner und das ganze Haus Jakob war mit Schmach bedeckt.42
30. Zwei Jahre darnach43 entsandte der König einen Vorsteher der Abgaben44 in die Städte Judas und dieser kam nach Jerusalem mit zahlreicher Mannschaft.
31. Er redete zu ihnen friedliche Worte in trüglicher Gesinnung und sie schenkten ihm Glauben.
32. Doch plötzlich überfiel er die Stadt und brachte ihr eine große Niederlage bei und tötete viel Volk aus Israel.
33. Alsdann plünderte er die Stadt, steckte sie in Brand und zerstörte ihre Häuser und Mauern ringsumher.
34. Die Weiber und Kinder aber führten sie gefangen hinweg und bemächtigten sich des Viehes.
35. Dann befestigten sie die Davidsstadt45 mit einer großen und starken Mauer und festen Türmen und sie ward ihre Burg.
36. In diese legten sie gottloses Volk, ruchlose Leute und befestigten sich fest darin, sie versahen sich mit Waffen und Lebensmitteln und brachten die Beute aus Jerusalem dorthin zusammen
37. zur Aufbewahrung und sie wurden ein großer Fallstrick.46
38. Und dies ward ein Hinterhalt für das Heiligtum und ein schlimmer Widersacher für Israel.47
39. Sie vergossen unschuldig Blut rings um das Heiligtum und entweihten dasselbe.48
40. Da flohen die Bewohner Jerusalems ihretwillen und die Stadt ward eine Behausung von Fremden, so dass sie ihrem Geschlechte fremd ward und ihre Kinder sie verließen.
41. Ihr Heiligtum ward verödet wie eine Wüste, ihre Festtage wurden in Trauer verkehrt, ihre Sabbate in Schmach und ihre Ehre in nichts.49 [Tob 2,6Amos 8,10]
42. So groß wie ihre Herrlichkeit ward jetzt ihre Schmach und ihre Hoheit wurde in Trauer verkehrt.
43. Hierauf erließ der König Antiochus Schreiben an sein ganzes Reich, dass alle ein Volk sein und jeder sein eigenes Gesetz50 verlassen sollte.
44. Da fügten sich alle Völker dem Befehl des Königs Antiochus,
45. auch viele aus Israel unterwarfen sich seinem Frondienst,51 opferten den Götzen und entweihten den Sabbat.
46. Auch sandte der König Schreiben durch Boten nach Jerusalem und in alle Städte von Juda, dass sie die Gesetze derer, welche im Lande fremd waren, befolgen,
47. der Darbringung von Brandopfern, Schlachtopfern und Sühnopfern im Tempel Gottes Einhalt tun
48. und die Feier des Sabbats und der Festtage untersagen sollten.
49. Auch befahl er, das Heiligtum und das heilige Volk Israel52 zu verunreinigen,
50. Altäre, Tempel und Götzenbilder zu errichten und Schweinefleisch und unreine Tiere zu opfern,
51. ihre Söhne unbeschnitten zu lassen53 und ihre Seelen mit allerlei Unreinem und Greuel zu beflecken, so dass sie des Gesetzes vergäßen und alle Satzungen Gottes abänderten.
52. Wer nicht nach dem Befehl des Königs Antiochus tun würde, sollte sterben.
53. Dem allem gemäß sandte er in sein ganzes Reich Schreiben aus und setzte Amtleute über das Volk, welche die Ausführung derselben erzwingen sollten.
54. Diese also befahlen den Städten Judas, Opfer darzubringen.54
55. Da schlossen sich viele vom Volke, die das Gesetz des Herrn verlassen hatten, ihnen55 an und taten Böses im Lande. <b/> 56. Und sie verscheuchten das Volk Israel an abgelegene Orte, in verborgene Zufluchtsstätten.
57. Am fünfzehnten Tage des Monats Kasleu im hundertfünfundvierzigsten Jahre56 aber errichtete der König Antiochus ein greuliches Götzenbild der Verwüstung57 auf dem Altare Gottes und man baute Altäre in allen Städte Judas ringsumher.58
58. Auch vor den Türen der Häuser59 und auf den Straßen brachte man Räucherwerk und Opfer dar
59. und zerriss die Gesetzbücher Gottes und verbrannte sie im Feuer.60
60. Und bei wem immer sich die Bundesbücher des Herrn fanden, und wer das Gesetz des Herrn beobachtete, der wurde dem Befehle des Königs gemäß getötet.
61. Nach Kräften taten jene also an dem Volke Israel, an denen, welche in den Städten sich fanden, Monat für Monat.61
62. Und am fünfundzwanzigsten Tage des Monats opferten sie auf dem Altare, der auf62 dem Altare Gottes stand.
63. Und die Frauen, welche ihre Söhne beschneiden ließen, tötete man nach dem Befehle des Königs Antiochus.
64. Und man hing die Knäblein an ihren Hals in allen ihren Häusern und tötete auch die, welche sie beschnitten hatten.
65. Viele aber von dem Volke Israel beschlossen bei sich, nichts Unreines zu essen und wollten lieber sterben, als sich mit unreinen Speisen verunreinigen.63
66. Sie wollten das heilige Gesetz Gottes nicht verletzen und wurden getötet.
67. Und es erging ein sehr großes Zorngericht über das Volk.64


Die Wut über die gescheiterte Jamaika-Koalition

wird wohl nie in Noten ausgedrückt werden, die über den verlorenen Groschen- wurde das allerdings schon- und zwar von Ludwig v. Beethoven. Gespielt wird das Allegro Vivace dieser Wut von Rudolf Buchbinder.