Montag, 21. August 2017

Heiliger Pius X bitte für uns

Heute gedenken wir des heiligen Pius X.

Und es ist immer wieder schön, wenn in den Tiefen des Netzes dann Dokumente veröffentlicht werden, die zeigen, dass die Kirche über alle schweren Zeiten des 20. Jdhs. hinweg ein sehr stabiler Faktor war - Wie waren die Menschen zu beneiden, dass sie auch in Zeiten von Kriegen und Terror zumindest diesen Felsen in Rom hatten, auf den sie bauen konnten.

Sehr schön zu sehen in diesem Film-Dokument:




Wir bedanken uns ganz herzlich bei Eduard von Habsburg, der dieses Dokument heute entdeckt und in die twitter-Welt gebracht hat.

Eine neue Kampagne mit recycelter Munition....

In seiner wöchentlichen Kolumne "Monday in the Vatican" setzt sich A, Gagliarducci heute mit der neu aufgekochten Kampagne gegen die Kirche, ihre moralische Glaubwürdigkeit und ihr sakramentales Fundament auseinander, in der skrupel-und schamlos frühere, längst abgehandelte Mißbrauchsfälle neu aufgekocht und instrumentalisiert werden. Daran beteiligen sich nicht nur die Medien sondern auch zivile Institutionen, wie die Königliche Kommission Australien oder die Vereinten Nationen, die eigene Interessen und Ziele verfolgen (z.B. Implementierung von Euthanasie und Abtreibung)- oder die nur eine mächtige lästige Stimme zum Schweigen bringen wollen. Daß es ihnen dabei nicht um die Mißbrauchsopfer geht, haben sie hinlänglich durch ihr Desinteresse an Mißbrauchsopfern nichtklerikaler, teilweise eigener Institutionen bewiesen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Andrea Gagliarducci 

"PAPST FRANZISKUS: EINE NEUE SERIE VON ANGRIFFEN AUF DIE KATHOLISCHE KIRCHE IM ANGEBOT?"

Letzte Woche hat die Königliche Kommission Australien 85 abschließende Bemerkungen zu ihrer Untersuchung veröffentlicht, 85 Empfehlungen Pädophilie in der Kirche zu begegnen.
Unter diesen 85 Empfehlungen ist auch die, Priester dazu zu zwingen, das Beichtgeheimnis zu verletzen, damit sie den Behörden jederzeit berichten können, wenn sie während der Beichte etwas von sexuellem Mißbrauch Minderjähriger hören.
Offensichtlich hat die Australische Kirche heftig reagiert. Am gemäßigten war, daß Erzbischof Mark Coleridge  erklärte. daß nur jemand, der nichts von Beichte verstehe, zu einem solchen Schluss kommen könne.

Wahrscheinlich ist das Problem genau das Gegenteil. Weil die Australischen Autoritäten genau wissen, was die Beichte ist, ist es ihr Ziel sie in einem  bizarren Wechsel vom Sakrament der Buße in ein "ziviles " Sakrament der Beichte an den Staat zu desakralisieren und abzuschwächen, bei der der Priester eine Art öffentlicher Angestellter wird, dessen Pflicht es ist,den Autoritäten zu berichten, was er hört.

Das ist nicht das erstemal daß die säkulare Welt sich auf das Sakrament der Beichte konzentriert.
Historisch fand der Angriff nach einer Serie von wirklichen oder angeblichen Behauptungen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger durch Angehörige des Klerus statt, Die Skandale wurden als Vorwand benutzt, um zu versichern, daß klerikaler sexueller Mißbrauch nicht beendet werden könne, wenn Priester nicht gezwungen würden, das Siegel der Beichte zu mißachten.

Schon 2011 hatte der Irische Ministerpräsident Enda Kenny vorgeschlagen, Priester, die nicht den in der Beichte gehörten Mißbrauch meldeten, strafrechtlich anzuklagen. Kenny, ein Katholik, führte die sehr strengen Maßnahmen der Irischen Regierung gegen den aufgedeckten sexuellen Mißbrauch durch Kleriker in diesem Land an.

Irland war in einer schwierigen Lage, Papst Benedikt XVI schickte - zusammen mit 5 Apostolischen Visitatoren,die das Problem angehen sollten- einen Brief an die Irischen Katholiken.
Die Regierung jedoch ritt die Welle öffentlicher Empörung, um die Kirche anzugreifen und beschloss sogar Irlands Botschaft beim Hl. Stuhl zu schließen, wenn sie das offiziell auch aus wirtschaftlichen Gründern tat.
Das Beichtgeheimnis wurde dann wieder 2014 durch die Vereinten Nationen in Frage gestellt. Der Bericht über die Menschenrechtskonvention für Kinder, der von 18 ünabhängigen Experten erstellt wurde, war praktisch eine Anklage gegen den Hl. Stuhl selbst.


Vor der Reise nach Columbien ein Appell an den Papst

pezzo grosso hat sich noch einmal an Marco Tosatti gewandt, mit der Bitte auf seinem blog Stilum Curiae einen Appell an den Papst zu veröffentlichen.

Als kleine Einleitung schreibt Tosatti:
"Ich weiß, daß Sie heute, Sonntag, die übliche Neufassung der Katholischen Lehre in ironischer Form von der Romana Vulneratus Curia- RVC- (vorsicht Ironie!) erwartet haben.
Aber RVC ist noch im Urlaub und deshöab müssen Sie sich mit einem ernsthafteren Artikel von Pezzo Grosso  zufrieden geben.
Aber das Anliegen ist ernst -sogar dramatisch: es ist die Reise des regierenden Ponntifex nach Columbien, einem Land, in dem ein katholischer Fernsehsender von einem Teil der Bischöfe exkommuniziter worden ist: "Teleamiga", dessen Gründer und Protagonist Prof. José Galat ist, der frühere Rektor der Universität La Gran Colombia, der Papst Franziskus znd der Kirche sehr kritisch gegenüber steht, besonders wegen der Haltung zum Referendum zur "Normalisierung der Beziehungen zur Farc, der kommunistischen Terrororganisaation. Teleamiga hat für das NEIN gekämpft, das dann entgegen der Erwartung von Präsident Santos gewann."
Hier geht´s zum Original:  klicken
Hier also der Brief:


"PEZZO GROSSO RICHTET FÜR DIE REISE NACH COLUMBIEN EINEN APPELL AN DEN PAPST: ER MÖGE SICH NICHT MIT DEN FARC TREFFEN UND VOR DER MADONNA VON CHIQUINQUIRA BETEN"


"Caro Tosatti,
ich würde gern für die Leser von Stilum Curiae einige Überlegungen zur Reise des Papstes nach Columbien Anfang September antellen.
Die Überlegung. die mir von einem halb columbianischen- halb venezuelanischen Kollegen unterbreitet wurde ("pezzo piccolo",  aber schwer besorgt) ist de facto ein flehender offener Brief an den Pontifex: Beten Sie mit uns zur Jungfrau von Chiquinquira anstatt sich mit Präsident Santos zu treffen. Die Gründe sind einfach: die Guerilleros marxistisch-leninistischer Gesinnung FARC (Forze Armate Rivoluzionarie Colombiane) könnten bald eine politische Partei werden und in die Regierung eintreten (für die begangenen Verbrechen ungestraft) und sie mit den Präsident Santos verbundenen örtlichen Politikern teilen (die Angst vor den Guerilla haben und zu einer Lösung unfähig sind).
Am 26. Oktober 2016 fand in Columbien eine Volksbefragung statt, um über die besagten Friedensvereinbarungen mit den FARC zu entscheiden und das NEIN hat knapp gewonnen.

Sonntag, 20. August 2017

Father Hunwicke spricht....

Auch weil die Bergoglio-Fans unter den Kommentatoren (mangels Gegenargumenten) glaubten Nichols als des kanonischen Rechts Unkundigen persönlich herabsetzen zu müssen, dessen Kritik an Amoris Laetitia deshalb nicht ernstzunehmen sei, haben wir Father Hunwickes Loblied auf den Dominikaner übersetzt.
Hier das Original auf liturgicalnotes:  klicken

           "FATHER AIDAN NICHOLS UND DIE AMORIS LAETITIA KRISE"

Father Aidan Nichols, OP, ist zweifellos der bedeutendste lebende Theologe der englischsprachigen Welt. Für Mitglieder des Ordinariates ist er der große Freund, der uns während der Jahrem als wir das Ordinariat planten und dann aufbauten geholfen und geführt hat. Und als theologischer Schriftsteller ist er so profiliert wie Joseph Ratzinger (über dessen Theologie er einen immer noch normativen Leitfaden geschrieben hat, lange vor der Wahl Benedikts XVI).

Jetzt hat Father Aidan einen charakteristischen Vortrag über die Krise gehalten, die durch Amoris Laetitia ausgelöst wurde. Ich kann den vollen Text nicht finden, aber der Catholic Herald hat berichtet. Und Fr. Zed reproduziert den Bericht des Catholic Heralds. Ich fordere jeden auf, den zu lesen und ihn sehr ernst zu nehmen,

Ich möchte meinerseits zwei Kommentare abgeben.
1.Fr. Aidan hat seinen Vortrag bei einemTreffen der Englischen Ss. Alban und -Sergius-Bruderschaft gehalten, einer überwiegend Anglikanisch-Orthodoxen Vereinigung. War das eine gute Idee?
Unsere schmutzige Wäsche vor Nicht-Katholiken zu waschen?
Es war eine durch und durch brillante Idee. Sehen Sie, es gibt Menschen, die denken, daß Papst Bergoglios Stil irgendwie "ökumenischer" sein könnte als der anderer Päpste. Bergoglio geht herum, küsst Patriarchen und bittet um deren Segen; der Mann der Mitkatholiken so leichter und wiederholter Geläufigkeit beleidigt kann gut nur über Nichtkatholiken sprechen. Es wird berichtet, er habe die"Frage der Anglikanischen Orden" wieder aufgenommen; er hat zweidutig über die Interkommunion mit Lutheranern gesprochen; er hat sich in Lund zum Narren gemacht.

Aber- Sie werden mir verzeihen, daß ich Sie daran erinnere- ich habe oft versucht auf diesem blog zu erklären, daß nachdenkliche Orthodoxe und Anglikaner durch ein Modell des Papsttums, das jeden Bischof von Rom zu einem selbstbesessenen, durch einen ungesunden Personenkult gestützten Tyrannen machen kann, nicht angezogen werden würden; jemanden dessen kleinstes Wort oder kleinste Laune akzeptiert werden müssen; der je nach Laune Lehre, Moral, Liturgie und Recht ändern kann. Ein solches Papsttum ist kein Papsttum, das die aufgeschlosseneren Anglikaner und Orthodoxen jemals erwägen würden. E gibt keinen Grund, zu denken, daß sie es eher akzeptieren würden, wenn es mit einem argentinischen Akzent und Emphase kommt. Sie sollten es auch nicht akzeptieren, weil es nicht das ist, was die Katholische Kirche lehrt.

Father Aidanhat seine Hörer daran erinnert, daß das I. Vaticanische Konzil de facto das Papsttum beschränkt hat; und es vermutete: "daß es sein könnte, daß die gegenwärtige Krise des Römischen Lehramtes von der Vorsehung beabsichtigt ist, um die Aufmerksamkeit auf die Grenzen des Papsttums (was die Lehre betrifft) zu lenken."

2. Natürlich hat es Leute gegeben, die seit Amoris Laetitia ihre Köpfe unter der Brüstung gehalten haben, die durch Angst von den lauten Bully-Boys, ....und Speichelleckern, die den derzeitigen Bischof von Rom umgeben, zur Zustimmung gewzungen wurden. Der Mut und die unzweideutigen Worten von Fr. Aidan Nichols mögen sie dazu inspirieren, die Parrhesia zu zeigen, nach der---zu einem früheren Zeitpunkt seines Pontifikates... Papst Franziskus so laut gerufen hat.
Nur noch ein Stoß. Wenn wir alle unsere Schultern.....könnte das der Anfang vom Ende sein?

Quelle: liturgicalnotes, Fr. Hunwicke

Dan Hitchens vom Catholic Herald hat zu Aidan Nichols Folgendes getwittert:

Hl. Messe für die Opfer der Terrorangriffe in Barcelona und Cambrils in der Sagrada Familia

 (die die Terroristen mit ihrem ausgeprägten Kulturverständnis eigentlich sprengen wollten....)

       

                                         

Fundstück: Terrorismus & Islam

Gefunden in der FAZ zum Thema Islamischer Terrorismus.

Titel : "TERRORISMUS UND ISLAM GEHÖREN ZUSAMMEN"

Einleitung:
"Der Islamgelehrte Kyai Haji Yahya Cholil Staquf ist Generalsekretär der größten Muslim-Vereinigung Indonesiens. Zum islamistischen Terror spricht er Klartext. Der Westen müsse aufhören, Kritik am religiösen Fundament des Extremismus für „islamophob“ zu erklären, sagt er."

Hier geht´s zum Fundstück:   klicken

Marco Tosatti: Diese Gewalt ist nicht blind...

Marco Tosatti kommentiert  in Stilum Curiae den heutigen Tweet des Papstes und die gestrigen Äußerungen von Msgr. Galantino, Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz zum Terrorgeschehen in Spanien.
Hier geht´s zum Original: klicken


"HEILIGKEIT, DIESE GEWALT IST NICHT BLIND. SIE HAT EINEN NAMEN, SIE KANN UND SEHR GUT SEHEN UND ZIELT WEIT"

"Ich habe heute im Twitter-Account von Papst Franziskus den Tweet zu den Ereignissen dieser Tage gelesen. Hier ist er: "Ich bete für alle Opfer der Attentate dieser Tage. Die blinde Gewalt des Terrorismus hat keinen Platz mehr in der Welt."
Gestern habe ich einige vom Generalsekretär der CEI Msgr. Galantino in einer Fernsehsendung geäußerte und dann von SIR, der Nachrichtenagentur der Bischöfe wiedergegebene Sätze- gelesen.
"Die Gegenüberstellungen führen nirgends hin und schaffen nur Opfer. Das gilt auch für unsere Familien," sagte der Prälat. 
Mir schien das ein wenig rätselhaft. Wem haben sich diese armen Niedergemähten auf den Ramblas entgegen gestellt? Und er fuhr dann so fort- ich zitiere SIR:
"Auf die Frage zum Gebauch einer Religion als "Instrument zum kulturellen Angriff" antwortete der Prälat: "Wenn ich nicht das Recht habe, dem anderen zu sagen, daß er weggehen soll, dann bemäntele ich alles mit Religion und Ideologie. Das ist eine Instrumentalisierung der Religion, weil die Religion von sich aus nicht erlaubt, dem anderen einen Fußtritt zu geben."

Heute gestatte ich mir anderer Meinung zu sein- und mit Grund. Es gibt eine Religion, die in ihren heiligen Texten, dem Koran und den Hadithen- also den Worten und Taten Mohammeds- in gut 123 Textstellen genau dazu auffordert. Wenn Sie das nicht glauben, schauen Sie hier:  klicken

Wer diese Texte und die Geschichte studiert hat und eine gewisse Welterfahrenheit besitzt, auch als Muslim, weiß sehr gut und ist darüber glücklich, daß es sicher moderate Muslime gibt. 
Aber er ist sich auch bewußt, daß auf Grund seiner Struktur und der Unberührbarkeit rund um den Koran-der weder kontextualisierbar noch geschichtlich einzuordnen ist- bei Todesstrafe für Blasphemie- die, die Allahu Akbar schreiend morden- ihre Grundlagen das zu tun in den Schriften finden, die keine Fatwa rückgängig machen kann.
Sie (diese Religion) kann (auch angesichts ihres Gründers und der Hadithen und den Worten die dem Koran zugrunde liegen) nur schwer als eine Religion des Friedens oder überwiegend des Friedens erscheinen.
Wie wir schon sagten, einhundertdreiundzwanzig (123)Suren des Korans beziehen sich darauf, für die Sache Allahs zu kämpfen und zu morden. Ziele sind Atheisten, Falschgläubige, Polytheisten und last but not least, die, die eine andere Religion wählen.

Und das macht sie zu einer Religion, die sich sicher von anderen unterscheidet: sicher vom Buddhismus und Christentum, auch wenn es in beiden Religionen immer Manifestationen von Gewalt gegeben hat.
Aber das Evangelium, Grundtext des Christentums, zeigt uns Jesus, der sich -im Augenblick seiner Verhaftung, dem Vorspiel zum Tod-weigert, durch die bewaffnete Hand Petri verteidigt zu werden.
Wir brauchten den Mut und die intellektuelle Hellsicht Benedikts XVI, der das Problem zur Sprache brachte.
Man kann von seinen Epigonen nicht den gleichen Mut und die gleich intellektuelle Rechtschaffenheit fordern.
Aber bitte keine Märchen. Und Heiligkeit, diese Gewalt ist für nichts blind. Sie hat einen Namen: sie ist islamisch. Sie sieht uns sehr gut und zielt weit."

Quelle: Stilum Curiae, Marco Tosatti






Samstag, 19. August 2017

Ein Aufruf nicht nur an die Engländer.....

Tim Stanley ruft in einem brillanten Text im Catholic Herald die Engländer auf , hinauszugehen und Britannien zu verändern.
Stanley war früher Mitglied von Father Blakes Gemeinde Saint Mary Magdalen und Ministrant bei der Feier der Traditionellen Messe.
Er beginnt mit der Feststellung, daß Katholiken nicht nur das Recht haben, zu versuchen, die Welt zu verändern sondern sogar einen göttlichen Auftrag dazu.
Hier geht´s zum Original:  klicken
Auf seinem marymagdalenblog hat Father R.Blake diesen Text begeistert kommentiert: klicken


  "KATHOLIKEN, GEHT HINAUS UND VERÄNDERT BRITANNIEN!"
Wir stehen einer Krise der Menschheit gegenüber. Christen müssen handeln- in der Politik, in der Kirche und dem täglichen Leben.

Stanley fährt dann fort, daß uns permanent -manchmal auch von Klerikern- gesagt wird, wir sollten unsere Meinungen für uns behalten und wir eine Mauer zwischen unserem Glauben und unserer Politik errichten sollten. Aber Jesus ist nicht schweigend hinter verschlossenen Türen gestorben. Die Kirche hat seine Botschaft nicht bei privatem morgendlichen Kaffeetrinken verbreitet. (...)

In seinem Kommentar auf seinem marymagdalenblog zu diesem Artikel schreibt Father Blake, daß wir nicht nur gerufen sind, augesprochen soziale Kritiker zu sein sondern daß unser Zeugnis uns auch persönlich teuer zu stehen kommen wird.

" Der Katholische Konservativismus ist ziemlich unfruchtbar, mehr noch als der Liberalismus, weil Ersterer auf ein Goldenes Zeitalter vor wenigen Jahren zurückblickt und kein Vorstellungsvermögen hat, Letzterer bietet Vorstellungen an und findet sein Vorbild im Säkularismus, aber Orthodoxie und Traditionalismus stellen uns in den mainstream eines Geistes, der in der Inkarnation beginnt und uns ermöglicht auf unsere Gesellschaft zu schauen und das gegenwärtige Übel zu verurteilen, aber er bietet auch eine Vision dessen, was die Zukunft , eine christliche Zukunft sein könnte."

Tim Stanley stellt eine Vision einer Gesellschaft vor, wie - so fährt Fr. Blake fort- "sie die Sozialenzykliken der Päpste der letzten hundert Jahre präsentieren, die ihre Wurzeln in den Schriften und bei den Vätern haben. Als Katholiken haben wir eine Vision einer Gesellschaft die sich radikal von den hohlen, blutarmen Ideologien heutiger Politiker unterscheidet "


2026 - wird die Sagrada Familia fertig sein

Ein gottgefälliges Werk geht seiner Vollendung entgegen - und es gibt noch viel zu tun:





Danken wir dem Herrn für all die großen Baumeister und Fähigkeiten, mit denen er viele Europäer ausgestattet hat ....

Father Nichols schlägt eine Änderung des Kanonischen Rechts vor, um zukünftig päpstliche Irrtümer korrigieren zu können.

Dan Hitchens zitiert im Catholic Herald Father Aidan Nichols, OP, Dozent in Oxford und Cambridge und am Angelicum in Rom, der bei der Jahreskonferenz einer Ökumenischen Gesellschaft, den "Fellows von St.Alban und St. Sergius", der vor einem mehrheitlich nichtkatholischen Auditorium in Cuddesdon sagte, der Papst habe mit seiner Apostolischen Exxhortation "Amoris Laetitia" eine äußerst ernste Lage geschaffen und der voschlägt, das kanonische Recht zu reformieren, um doktrinale Fehler des Papstes feststellen zu können.
Hier geht´ s zum Original:  klicken

"FÜHRENDER THEOLOGE:  DAS KANONISCHE RECHT ÄNDERN, UM PÄPSTLICHER IRRTÜMER ZU KORRIGIEREN."

"Angesichts des päpstllichen Äußerungen zu Themen wie Ehe und Moralrecht, könnte die Kirche "eine Prozedur brauchen, die den Papst zur Orfnung ruft. wenn der Irrtümer lehrt," schlägt Father Nichols vor. 
Der Dominikaner sagte- so berichtet Hitchens-daß diese Prozedur weniger konfliktreich sein könnte, wenn es während kommender Pontifikate stattfände, so wie bei Papst Honorius, der erst verurteilt wurde, als er den Stuhl Petri nicht mehr innehatte.
Father Nichols hat bisher mehr als 40 Bücher über Philosophie, Theologie, Apologetik geschrieben und wurde 2006 auf den ersten englischen Lehrstuhl für Katholische Theologie seit der Reformation berufen.
Bisher hat er- wie Dan Hitchens schreibt- nicht öffentlich Amoris Laetitia kommentiert, aber er war einer der 45 Priester und Theologen, die einen geleakten Brief an das Kardinalskollegium unterschrieben haben, in dem sie die Purpurträger bitten, vom Papst eine Klarstellung zu fordern, um häretische und irrige Interpretationen der Exhortation auszuschließen. Wie z.B. sie, daß Amoris Laetitia möglicherweise behauptet, daß das monastische Leben keinen höheren Stellenwert hat als das Eheleben, ein Standpunkt der vom Konzil von Trient als häretisch verurteilt worden war.

Ein juristischer Prozess würde" Päpste von jeder Neigung zu doktrinalen Unberechenbarkeit oder einfach Nachlässigkeit abhalten" und auf gewisse "ökumenische Ängste" bei den Anglikanern, Orthodoxen und anderen eingehen, die fürchten, daß der Papst freie Hand habe, jede erdenkbare Lehre durchzusetzen.
Der gelehrte Dominikaner kann sich vorstellen, daß die "aktuelle Krise des Römischen Lehramtes von der Vorsehung geplant war, um die Aufmerksamkeit auf die diesbezüglichen  Grenzen des päpstlichen Primats zu lenken."


Kardinal Sarah feiert in Lucon eine Gedenkmesse für die Märtyrer der Vendée und zieht Parallelen zur Gegenwart

Nick Hallett berichtet im Catholic Register über eine Predigt, die Kardinal Sarah im Gedenken an die Märtyrer der Vendée, die Opfer des vielleicht ersten Völkermordes, in Lucon/ Frankeich gehalten hat. Der Krieg der Revolutionstruppen gegen die Bevölkerung der Vendée, die sich gegen die Revolutionsregierung erhoben hatte, dauerte von März bis Dezember 1793.
Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurden Zehntausende von den sogenannten "Kolonnen der Hölle"des Generals Louis Marie Turreau massakriert. Viele von ihnen sind von der Kirche selig gesprochen worden.

Hier geht´s zum Original: klicken  mit dem Titel:

"KARDINAL SARAH: DIE NEUEN REVOLUTIONÄRE VERSUCHEN, DIE CHRISTLICHE FAMILIE ZU ZERSTÖREN".
Die Menschen müssen noch einmal aufstehen wie die Katholiken und Royalisten der Vendée, fügte der Kardinal hinzu.

In seiner Predigt vergleicht der Präfekt der Liturgiekongregation die Anwälte der Abtreibung und der Bevölkerungskontrolle in Afrika mit den Revolutionären, die die Menschen der Vendée massakrierten. Kardinal Sarah hat die Region und ihre Bewohner für ihren Widerstand gegen die Revolutionäre und ihren Atheismus gepriesen, aber auch gesagt, daß die Kirche und die traditionelle Familie immer noch verfolgt werden.
In seiner Vendée-Predigt fragte er: 
"Wer wird heute für Gott aufstehen? Wer wird es wagen, den modernen Verfolgern der Kirche entgegen zu treten? Wer wird den Mut haben, mit keiner Waffe außer dem Rosenkranz und dem Heiligen Herzen gegen die Kolonnen des Todes unserer Zeit aufzustehen? Wer wird dieser Welt sagen, daß die einzige Freiheit, die es wert ist, für sie zu sterben, die Glaubensfreiheit ist? "

Als "Kolonnen des Todes" bezeichnete er den Relativismus, Indifferentismus und die Verachtung Gottes. Gender-Ideologie und Verachtung von Fruchtbarkeit und Treue gehören zu den vielen Slogans dieser Revovlution und er fügte hinzu, daß genau wie in der Vendée die modernen Revolutionäre Familien auslöschen wollen.


Freitag, 18. August 2017

Domine Deus


                        Anna Hofmann singt das  "Domine Deus" von A. Vivaldi

         

Crux, die Columbus-Ritter und die Konvertiten

Rorate Caeli hat einen Beitrag von New Catholic zum Thema Konvertiten und Columbus-Ritter veröffentlicht, in dem der Autor feststellt, daß die Distanzierung von John Allens Jr. von seiner Konvertitenbeschimpfung lediglich eine reine Show-Veranstaltung war und durchaus bei seiner progressistischen & papolatrischen Antikonvertiten-Linie zu bleiben gedenkt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE COLUMBUS-RITTER WOLLEN DIE KATHOLISCHEN KONVERTITEN ZUM SCHWEIGEN BRINGEN UND DEMÜTIGEN"

Die Kolumbus-Ritter haben eine klare Wahl getroffen, als die Organisation beschloss die schwankende "Crux" zu sponsern- gegründet vom Boston Globe für den liberalen Journalisten John Allen Jr. (als der Globe noch dachte, er könne an Franziskus´ angenommener Popularität verdienen) und dann- als Crux in Schwierigkeiten geriet, von den Rittern unterstützt wurde.

Die Entscheidung der Ritter sollte die liberale und modernistische Version des Katholizismus in den berichtenden Medien aufrecht halten.

Seit einigen Wochen ist Crux jetzt auf einem Kreuzzug, um die Glaubwürdigkeit von Konvertiten zum Katholizismus zu zerstören. Und das, weil das progressistische Establishment, großenteils in der zentralen Leitung der Kirche verantwortlich, den amerikanischen Katholizismus haßt, konservative Katholiken in den USA haßt, die allgemein traditions-freundlichen Trends der größten Teile des englisch-sprachigen Katholizismus haßt und deshalb auch informierte Konvertiten, die in diesen Kreisen Einfluss haben.

Der erste Schuss war ein Artikel von Austen Ivereigh mit dem Titel "Papst Franziskus und das Konvertiten-Problem".  Ja es ist ein "Problem", offensichtlich, und als solches verlangt es nach einer "Lösung".
Die durch den Artikel ausgelöste Kontroverse war so groß, daß Knight-Crux-Herausgeber Allen Jr. eingreifen mußte.
Dieses Eingreifen war nur Show, weil einige Tage später die Knights-Crux-Herausgeber einen neuen Angriff auf die Konvertiten veröffentlichten- vom Konvertiten David Mills- mit dem schockierenden Titel: "Neuankömmlinge in der Kirche sollten weniger sprechen und mehr zuhören."

Warum wollen die Columbus-Ritter die Konvertiten zum Schweigen bringen, beschämen und verfolgen? Warum unterstützen sie diese Kampagne der Diskriminierung der Konvertiten in der Kirche? Die Führung der Columbus-Ritter  muss eine klare Aussage machen oder der Crux-Kreuzzug gegen die Konvertiten wird für immer die öffentliche und herausgeberische Politik der Ritter bleiben.

Es hat in der Kirche nie eine Bewegung gegeben, um die Konvertiten zu beschämen- außer dem verhängnisvollen und scheußlichen Versuch, die innigen und ehrlichen "Conversos" (Cristianos Nuevos) und ihre Nachkommen auf der iberischen Halbinsel zu demütigen (zu denen auch die Hl. Teresa von Avila gehörte). Möchten die Columbus-Ritter wirklich diesen unauslöschlichen Fleck auf ihrem Erbe haben?"

Quelle: rorate caeli, New Catholic

 


DIe Christen des Mittleren Ostens : vom Westen verraten und verkauft

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae das Interview zitiert, das der syrisch-katholische Patriarch Ignace J. Younan der Diözesanzeitung "Southern Cross" zum Schicksal der Christen im Mittleres Osten und der betreffenden Politik der westlichen Staaten gegeben hat.
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"DER SYRISCHE PATRIARCH YOUNAN: DIE WESTLICHEN FÜHRER HABEN UNS VERRATEN UND SICH DEM POLITISCH KORREKTEN UNTERGEORDNET."
"Der Westen hat nicht nur nicht genug getan, um die Christen des Mittleren Ostens zu schützen sondern hat sie verraten, Das hat der Syrisch-Katholische Patriarch Ignace Joseph Younan in einem Interview mit "Southern Cross", der Zeitung der Diözese von San Diego, Californien, gesagt.
"Ich kann Ihnen sagen, daß wir nicht nur von den westlichen Ländern verlassen worden sind- sondern verraten."
Die christlichen Minderheiten in Syrien und im Irak setzen sich aus frieldichen Menschen zusammen, die ehrlich für das Wohl ihres Landes arbeiten" 
Aber weil diese Christen keine Öl-Reichtümer besitzen und keine terroristische Bedrohung für den Westen darstellen, werden sie ignoriert und "ihrem Schicksal überlassen".

Younan hat den Vorwand, der von den westlichen Regierungen und den mainstream-Medien vorgebracht wurde, es gäbe eine "gemäßigte Gruppe" bei den Anti-Regierungskräften, eine Lüge genannt.
Im Irak geht seit 2003, nach der von den USA gewollten Invasion des Landes, das Chaos weiter und mehr als 140.000 Christen, ein Drittel von ihnen Katholiken, haben das Land verlassen.
"Eine wirkliche Tragödie", die die Existenz der christliche Gemeinde der Region bedroht.
"Wir Christen des Mittleren Ostens sind die Ureinwohner unserer Länder" in der Region, in der das Christentum entstand. "Wir waren hier seit Jahrtausenden und sind immer verfolgt worden. Und jetzt steht unser Überleben selbst auf dem Spiel."

Der Patriarch beklagte, daß die Europäischen Führer sich dem unterworfen haben, was man "Komplizenschaft" nennt und dem "Gebrauch der politisch korrekten Sprache", wenn sie vom Mittleren Osten sprechen. "Ich kann Ihnen sagen, daß wir nicht nur von den westlichen Ländern verlassen sondern direkt verlassen worden sind" hat er wiederholt.

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti, Southern Cross


Martin Mosebach bespricht Roberto de Matteis Buch "Verteidigung der Tradition"

Roberto de Mattei läßt Martin Mosebach in Corrispondenza Romana sein neues Buch "Verteidigung der Tradition" zu besprechen und gib ihm Gelegenheit, die Frage zu stellen, ob ein Katholik den Papst kritisieren darf, die er seinem Artikel als Titel voranstellt,
Hier geht´s zum Original:  klicken

"MARTIN MOSEBACH: IST ES EINEM KATHOLIKEN ERLAUBT,  DEN PAPST ZU KRITISIEREN?"
Roberto De Mattei leitet diesen Beitrag mit folgenden Sätzen ein:
"Wir berichten über das Vorwort, das der Schriftsteller Martin Mosebach für die deutsche Ausgabe des Buches von Roberto de Mattei "Apologia della Tradizione" ( St. Grigio-Verlag von Altötting) geschrieben hat, das im Februar 2017 unter dem Titel "Verteidigung der Tradition. Die unüberwindbare Wahrheit Christi" geschrieben hat. Das Werk wurde bereits ins Französische und Portugiesische übersetzt, eine englisch und spanische Übersetzung folgen."

"IST ES EINEM KATHOLIKEN ERLAUBT, DEN PAPST ZU KRITISIEREN?"
Als die Jesuiten im 17. Jahrhundert gezwungen wurden, Japan zu verlassen, gaben sie ihrer Gemeinde, von der sie nicht wußten, ob die je einen katholischen Priester wiedersehen würden, den sehr konkreten Rat, jeden der sich ihnen als Katholik vorstellte, über seine Beziehung zur Jungfrau Maria und zum Papst zu befragen. Das war ein Kriterium, das sehr leicht anzuwenden war.

In 2000 Jahren ist das Gebäude der katholischen Theologie gewachsen, bis es ein unermeßlich großer Palast geworden war, der in seinen Mauern nicht nur Säle verbarg, die harmonisch aufeinander folgten, sondern auch dunkle Labyrinthe, nicht nur Terassen mit wunderbaren Aussichten sondern auch versteckte Zimmer, manchmal unterirdisch.

Die katholische Religion ist ohne Zweifel die komplizierteste auf der Welt, verkannt vor allem von ihren eigenen Gläubigen. Aber die Jesuiten, gezwungen ihre Gläubigen, die sie bekehrt hatten, allein zu lassen, hatten keine schlechte Formel gewählt, Maria und den Papst als die Charakteristika zu zeigen, die sie von anderen christlichen Denominationen unterscheidet.
Die Jungfrau steht für den Glauben an die übernatürliche Geburt des Gottesssohnes, für den Sieg über die Ursünde und die Berufung jedes menschlichen Wesens zur Heiligkeit und Auferstehung des Fleisches.

Der Papst ist Ausdruck der hierarchischen Konstitution der Kirche, für ihren liturgischen Charakter und für die Anwesenheit des Hl.Geistes in ihr. Es ist der Papst, der der Katholischen Kirche eine Dauerhaftigkeit verliehen hat. die in der Geschichte der Menschheit kein Beispiel hat.
Epochalen Verwicklungen, Kulturbrüchen, Mentalitätswechsel, politischen Katastrophen, Verlust der Ursprungsländer und die zahlreichen Sälkularisierungen ist es nicht gelungen, dem Fortbestehen der Kirche ein Ende zu setzen.

2000 Jahre konnte sie nicht überwunden werden, auch wenn sie sich gegen Angriffe aus jeder möglichen Richtung verteidigen und auch allzu oft einem tiefen und radikalen Hass entgegentreten mußte. Sie hat bewiesen, daß sie eine Kraft besitzt, die jeder anderen menschlichen Institution verwehrt ist.
Wenn man versucht, die übernatürlichen Quellen für diese ihre Energie zu beweisen, eine Sache, die sehr schwierig ist, kann man sehr gut sehen, daß dieser königliche und priesterliche Dienst des servus servorum, Erbe des jüdischen Fischers und der römischen Kaiser, die einzige Institution der Welt ist, der es gelingt, für eine lange Zeitperiode zu widerstehen, das ist wirklich unglaublich.

Einige Päpste wurden hingerichtet, andere geschlagen, wieder andere verschleppt und aller Besitztümer beraubt oder beleidigt- als Hure von Babylon beschimpft und für ihre Hilflosigkeit verspottet; aber keinem der Feinde des Papsttums  ist es gelungen, es soweit ernsthaft zu bedrohen, daß sein Überdauern und seine Kontinuität ernsthaft in Frage gestelt wurden.

Ein besonderer Widerspruch dominiert das Amt des Papstes: nachdem die Kirche eigene Formen der Institution des römischen Kaisertums geschaffen hatte, hat es innerhalb des Christentums keine säkulare Monarchie gegeben, das die Päpste in ihrem herrscherlichen Glanz übertroffemn hätte und- zur selben Zeit. gab es keine Institution, die so weit von dem, was der Kommunismus Personenkult nennt, entfernt geblieben ist.

Petrus war ein Mensch, der zu Angst und zu Begeisterung neigte, der sich in der entscheidenen Stunde as unzuverlässig erwies. Und dennoch ist es genau dieser Mensch, den Jesus Christus rief, sein Stellvertreter  zu sein und das ist die Figur, die dann konstant im Gedächtnis und im Bewußtsein der Kirche blieb, auch während der Pontifikate mit maximaler irdischer Macht.