Dienstag, 27. Juni 2017

Litauen und die ganze Kirche haben einen neuen Seligen: Pater Teofilo Matulionis

Stefano Magni berichtet  bei La Nuova Bussola Quotidiana über die Seligsprechung des litauischen Märtyrers in Vilnius und stellt uns ihn und seine Lebensgeschichte vor.
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(Wir hatten den Beitrag versehentlich schon freigeschaltet, bevor er fertig war. Dafür bitten wir um Nachsicht!)


    "MARULIONIS, DER SELIGE DER DAS MARTYRIUM LITAUENS ERLEBTE"

"Das kleine Litauen hat seinen ersten seligen Märtyrer. Es ist Teofilo Matulionis, der gestern in einer öffentlichen Zeremonie in Vilnius selig gesprochen wurde- in Gegenwart der Präsidentin Dalia Grybauskaite und cirka 30.000 Einwohnern und Pilgern aus ganz Osteuropa.
Das Leben von Matulionis, der große Teile seines Lebens weit von seinem litauischen Vaterland entfernt verbrachte-in ausländischen Diözesen aber vor allem während langer Perioden in Gefängnissen und Konzentrationslagern, ist die Summe des Leidens eines von einem atheistischen Regimes deportierten, exilierten Volkes.

1873 in Kudoriskis geboren, als Litauen noch Teil des russischen Zarenreiches war, wurde Matulionis 1900 zum Priester geweiht. Während seines Studiums im Seminar und der kurzen Zeit als Lehrender lernte er Russisch, Polnisch und Lettisch, um besser mit seinen Gläubigen in einem multiethnischen und vielsprachigen Reich, das Rußland damals war, kommunizieren zu können.
Seine erste Pfarrei war in Latgalia (dem russischen Teil Lettlands) bevor er nach Sankt Petersburg versetzt wurde, der damaligen zaristischen Hauptstadt.

Dann kam der Große Krieg, die Februarrevolution von 1917 und schließlich der bolschewistische Staatsstreich, der im folgenden November zur Errichtung des kommunistischen Regimes führte. Litauen erklärte wenige Monate später, am 16. Februar 1918, seine Unabhängigkeit.
Aber Pater Matulionis blieb in Rußland, das damals von einem äußerst harten Bürgerkrieg zerrissen wurde, wo auf der einen Seite die Bolschewisten und auf der anderern Seite alle antikommunistischen Kräfte standen (von revolutionären Sozialisten bis zu Zaristen).
1921- nachdem die letzten inneren Tumulte erstickt und die antikommunistischen Waffen geschlagen waren, erschien es klar, daß der Kommunismus seinen Staatsatheismus durchgesetzt hatte.
Nur zwei Jahre später-1923- klopfte der Verfolger auch an die Tür der Pfarrei des Unbefleckten Herzens Jesu in Sankt Petersburg: Matulionis wurde aufgefordert seine  Zustimmung zur Beschlagnahme der Kirche zu unterschreiben. Das war ein Vorschlag, den er nicht ablehnen durfte, aber er tat es trotzdem. Er wurde zum ersten mal für 3 Jahre gefangen genommen.


Man kann's nicht oft genug sehen: Heute vor 40 Jahren

Tweet zum Tage...

Heute vor 40 Jahren:

"am 27. Juni 1977 empfing der Erzbischof von München und Freising Msgr. Joseph Ratzinger, der zukünftige Benedikt XVI den Kardinalspurpur aus den Händen Papst Pauls VI."

Montag, 26. Juni 2017

Die Kirche und ihre Dissidenten.....

A. Gagliarducci kommentiert in "Monday in the Vatican" den unterschiedlichen Umgang der Kirche und der öffentlichen Meinung zu unterschiedlichen Zeiten mit Dissidenten.
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        "DIE KIRCHE UND DIE DISSIDENTEN"

"Während der Tage, in denen ein Brief der vier dubia-Kardinäle an Papst Franziskus veröffentlicht wurde, hat dieser den Gräbern von Pater Primo Mazzolari und Pater Lorenzo Milani einen Halbtagesbesuch abgestattet, um zu beten.  Der Papst hat so zwei Priester geehrt, die ihrer Zeit weit voraus waren und auch vom Sant´ Uffizio- der heutigen Glaubenskongregation- sanktioniert worden waren.

Äußerlich hatten diese beiden Fakten nichts mit einander zu tun. Dennoch sind sie miteinander verbunden und sie zeigen auch den Geist der Zeit, in der wie leben.
Es muß gesagt werden, daß der Papst nicht direkt für diesen Zeitgeist verantwortlich ist. Aber dieser Geist erhält einiges von seiner Zugkraft durch eine starke, um ihn herum aufgebaute Agenda.

Wer waren die Patres Primo Mazzolari und Lorenzo Milani? Beide waren Pfarrgemeindepriester, die zu verschiedenen Zeiten ein ähnliches Leben lebten.
Der Erste, stark antifaschistisch, hat nach dem 2. Weltkrieg viele Beiträge zur Soziallehre veröffentlicht und sich dabei besonders auf Gewaltlosigkeit und Abrüstung fokussiert.
Der Zweite, ein zum Katholizismus konvertierter Agnostiker, trat relativ schnell ins Priestertum ein. Aus einer sehr reichen Familie stammend, ließ er alles zurück, wurde Priester, arbeitete in einer Gemeinde und wurde nach Barbiana entsandt, einem Dorf in der Gegend von Florenz, wo er eine Schule mit speziellen Lehrmethoden gründete.

Beide-Pater Mazzolari und Pater Milani-wurden wegen ihrer Schriften vom Sant´ Uffizio überprüft.
Pater Mazzolari wurde verboten, Herausgeber des von ihm gegründeten Magazins "Adesso" zu sein und sogar außerhalb seiner Diözese zu predigen. Pater Milani erlebte, daß eines seiner Bücher durch das Sant´Uffizio in den Index der Verbotenen Bücher aufgenommen wurde.
Beide jedoch akzeptierten jede lehramtliche Entscheidung. Pater Milani bat sogar immer wieder um die Unterstützung seiner Bischöfe, damit sein Werk nicht als privates Faktum betrachtet werden konnte.

Man muß sich daran erinnern, daß beide in einer Zeit lebten- den 50-er und 60-er Jahren, die von einer kräftigen vorkonziliären Diskussion geprägt war, aber auch durch eine starke soziale Debatte, die in die 68-er-Bewegungen mündete. Und man muß bedenken, daß das Sant´Uffizio strenger war als heute: zu der Zeit war es seine Politik eine Warnung auszuprechen, wann immer eine doktrinale Abweichung festgestellt wurde.

Es ist aber auch eine Tatsache, daß der Gehorsam der Patres Milani und Mazzolari gegenüber der Kirche nie in Frage gestellt wurde.

Warum wurden sie dann als störende Priester angesehen? Wieder wegen den Zeit, in der sie lebten.
Während sie zu Kritik an den  Bischöfen einluden und zur Praxis des gewissenhaften Widerspruchs, wurde -als Folge der präkonziliären Debatte- jede Form von Autorität in Frage gestellt.
So mußten die Patres Milani und Mazzolari zwangsläufig Sympathieobjekte derer werden, die die Kirche als Institution angriffen. Das geschah trotz ihres Handelns nicht wegen ihres Handelns.


Father Hunwicke macht sich Gedanken über eine dauerhaft verschlossene Tür

Father John Hunwicke macht sich auf seinem blog liturgicalnotes Gedanken darüber, warum der Papst sich so standhaft weigert, den vier dubia-Kardinälen (die er die Vier Kardinäle mit großem V nennt)  zu antworten, oder sie in Audienz zu empfangen und ob wir uns daran ein Beispiel nehmen sollten.
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"DIE PÄPSTLICHE EICHE ÜBERWINDEN* ...DAS WÖRTERBUCH DER GESTEN"
Ich finde es schwierig eine anwendbare Hermeneutik heruszufinden, mit der man die Weigerung des Römischen Pontifex den Vier Kardinälen seine Tür zu öffnen verstehen kann.

Von anderen ist kritisch darauf hingewiesen worden, daß er seine Tür manchen eher ungewöhnlichen
Bewerbern öffnet. Das scheint mir kein rechter Grund zur Kritik zu sein. Ich applaudiere ihm dazu. Wie kann es irgendwem nicht gelingen, zu verstehen, daß indem er das tut, er dem Beispiel seines Chefs folgt, der Zweiten Person der Heiligen und Ungeteilten Trintität?
Wen hat das inkarnierte Wort je zurückgewiesen?

Aber.....naja ich kann es vielleicht so ausdrücken: wenn ich einen sehr gastlichen Haushalt führe und jeden hereinlasse, der klopft, Freund und Feind, vom Landstreicher bis zum Parlamentskandidaten, mit allen spreche, ihren Schwierigkeiten zuhöre, ihre Sorgen bekämpfe, und versuche ihre Unsicherheit zu beheben, mich aber weigere, Zeit dafür zu finden mit meiner Frau, meinen Kindern und Enkeln zu sprechen- wie würde man über mich urteilen?

Der Herr hat seinen engsten Freunden die Füße gewaschen und man sah dieses Pedilavium  in der Kirche als die Äbte die Füße ihrer Söhne wuschen, die Bischöfe die Füße ihrer Priester.
Aber der gegenwärtige Inhaber des Römischen Stuhls verweigert diesen Demutsdienst an seinen Mitarbeitern und erweist ihn stur Menschen. die er- soweit wir informiert sind- nie zuvor gesehen hat.
Ich bin beeindruckt vom Symbolismus  dessen, was er tut.....mit seiner barmherzigen Metaphorik des Offenseins gegenüber denen an der sozialen Peripherie.....während mich die entschlossene Starrheit seines Ausschließens verwirrt.

Vielleicht - wer bin ich zu spekulieren- ist unser Hl.Vater ungeduldig, weil die Vier Kardinäle unfähig sind, sein letztes Dokument "Amoris Laetitia" zu verstehen. Vielleicht hat er den Verdachr, daß sie nicht verstehen, weil sie entschlossen sind, nicht zu verstehen.
Ich kenne dieses Gefühl sehr genau.  Genau dieses Gefühl hatte ich manchmal sowohl beim Lehrauftrag in der Gemeinde als auch in einer schulischen Umgebung. In meiner Einfachheit aber bin ich immer versucht andere Strategien anzuwenden, um mich verständlich zu machen.
Hätte ich mich einfach weigern sollen, meine Zeit zu verschwenden? Ist das die Botschaft und das Beispiel. das wir niedrigeren Leute aus dem Verhalten des Stellvertreters Christi entnehmen sollen?


Sonntag, 25. Juni 2017

Die noch "geheimen" Pläne für einen neuen Katechismus oder Vatileaks III? ....Oder wenn nur noch Satire bleibt...

Marco Tosatti -altgedienter und verdienter Vaticanist mit besten Verbindungen zum Inneren hinter den Vaticanischen Mauern- scheint angesichts des aktuellen Pontifikates seine Samthandschuhe endgültig in die Altkleidersammlung gegeben zu haben. Und er scheint seiner Verzweiflung nur noch durch Ironie und Satire begegnen zu können.
Bei Stilum Curiae berichtet er über geleakte Pläne für einen neuen, zeit-und weltgeistangepaßten Katechismus -wie sein angeblicher Informant sagt-, à la Rahner.
Nicht alles, was dieser geheimnisvolle Informant verrät, ist ganz ernst zu nehmen - wohl aber das, was Kardinal Siri über Karl Rahner und die Jesuiten sagte:
"Rahner hat alles verdorben und ich verstehe nicht, wie die Jesuiten ihn je bis zum Ende unterstützen konnten. Wer von euch Jesuiten gehen will, soll gehen, wer aber bleibt, muß sein wie derHl. Ignatius."

                          

         
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"ES IST SONNTAG UND RVC (ROMANA VULNERATUS CURIA) KEHRT ZURÜCK.
FÜR DIE FREUNDE MIT NEUEN INDISKRETIONEN ÜBER DIE JESUITEN."

Liebe Freunde, der mysteriöse Informant über die geheimsten Dinge im Vatican, Romana Vulneratus Curiae (Neudefinition der Römischen Kurie) ist wieder dazu zurückgekehrt, mir zu schreiben.
Der gute RVC hat sein Versprechen gehalten. Wie Sie sich erinnern,hatte er vergangenen Sonntag geschrieben:

"Von einem Insider ist mir anvertraut worden, daß ein Grüppchen von jesuitischen Theologen die großen Veränderungen studiert, die für den neuen Katechismus nötig sind. Bis jetzt hat man mich nur wissen lassen, daß die sich auf die generellen Vorschriften der Kirche beziehen, aber man hat sich bemüht, mir die Vorschläge, die der Spitze nächster Zeit vorgeschlagen werden sollen, im voraus mitzuteilen."

Gestern haben uns neue Indiskretionen zur Zukunft der katholischen Gläubigen erreicht. Hier sind sie.

Bis vor kurzer Zeit hat der Katechismus der Christlichen Lehre erklärt, daß die vier Sünden. die zu Gott schreien
1. vorsätzlicher Mord,
2. unreine Sünde wider die Natur,
3. Unterdrückung der Armen,
4. Veruntreuung des Lohnes der Arbeiter.



Schönes zum Sonntag



          

Die "verlorenen Jahre" des Turiner Grabtuchs

Alessandro Piana berichtet bei La Nuova Bussola Quotidiana über jüngere Forschungsergebnisse zum Verbleib des Turiner Grabtuchs während der 150 "dunklen Jahre"- die auf Athen und danach Frankreich hinweisen.
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"DIE VERLORENEN JAHRE DES GRABTUCHS FÜHREN NACH GRIECHENLAND"
Der Versuch eine Chronik des Hl. Grabtuchs zu rekonstruieren, sah man sich immer einer dunklen Periode von ungefähr 150 Jahren gegenüber- die ich die Periode er verlorenen Jahre genannt habe, während der sich seine Spur komplett verlor.
Wo befand sich das Tuch Christi in dieser Periode?
Um eine Antwort zu finden, muß man  von der am besten dokumentierten Hypothese ausgehen: dem Grabtuch, daß um die Mitte des 14. Jahrhunderts in Lirey in Frankreich auftauchte, es ist das selbe, das in Konstantinopel aufbewahrt wurde und 1204 anläßlich des 4. Kreuzzugs getohlen wurde.

Wer kann es in dieser Situation entwendet haben?
Man muß einen Schritt zurück gehen, um zu sehen, was in jenen Tagen passierte, als das wunderbare Byzanz unter den Ansturm der Kreuzzügler geriet. Zu den Chronisten dieses Ereignisses war auch der Ritter Robert de Clari. Aus seinem Bericht geht hervor, daß Konstantinopel über den allgemein bekannten Reichtum hinaus noch eine andere Art von Schätzen die Gier der Kreuzzügler hervorrief: die Reliquien.
In den Erinnerungen des Mannes aus der Piccardie finden wir,einen Hinweis: "Unter den Wundern befindet sich auch eine andere Kirche, die Hagia  Maria Blachernitissa, in der das Grabtuch war, in dem Unser Herr begraben wurde und das jeden Freitag in die Höhe gehoben wurde, damit man die Gestalt Unseres Herrn gut sehen konnte."

Dieses Zeugnis ist wichtig, weil es außer die Überlieferung zu bestätigen, daß vom 10. Jahrhundert an das Grabtücher Jesu sich in Konstantinopel befanden, uns auch von der Existenz eines Tuches mit einer Figur erzählt, dessen Beschreibung man -wie es aussieht- mit dem in Turin aufbewahrten identifizieren kann.


Samstag, 24. Juni 2017

Fundstück : Ettore Gotti Tedeschi zum Schweigen des Papstes

Ettore Gotti Tedeschi kommentiert bei La Veritá die Weigerung des Papstes auf die dubia zu antworten und die von Amoris Laetitia propagierte neue Lehre einer "neuen Kirche" zur Ehe.
Wir haben seinen Text bei LifeSiteNews gefunden.
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LifeSiteNews leitet Tedeschis Kommentar so ein:
"Warum antwortet der Papst nicht auf die dubia? Der frühere Direktor der Vatican-Bank denkt, er weiß warum. In einem bissigen Essay in der italienischen Veritá deutet Ettore Gotti Tedeschi  an, daß Franziskus zwei Botschaften durch sein Schweigen zwei Botschaften aussendet: daß er sich selbst widersprechen kann, wenn er will und daß er in der Kirche eine neue "Katholische Moral" einführen will. Diese neue Moral würde nicht auf einer Doktrin basieren sondern auf den subjektiven Meinungen  des individuellen Gewissens. Inzwischen widerspricht das Leugnen einer ewigen Verdammnis durch Amoris Laetitia den Versicherungen Jesu im Evangelium, daß Sündern tatsächlich dieses Schicksal droht.
Letztlich ist Franziskus´Schweigen- das den Zweifeln erlaubt, weiter zu blühen- das Leugnen einer objektiven Wahrheit."


"DER FRÜHERE CHEF DER VATICAN-BANK: DAS SCHWEIGEN VON PAPST FRANZISKUS IST DAS KÜHNE LEUGNEN EINER OBJEKTIVEN WAHRHEIT"


"Ich sehe zwei ausdrückliche Botschaften in der Weigerung des Papstes auf die dubia zu antworten. Die erste Botschaft ist: "ich kann mir selbst widersprechen, wenn ich will". Zu Beginn der Familiensynode (Oktober 2014) lud der Papst die Kardinäle ein, offen und klar zu sprechen, ohne Angst den Papst zu verärgern (die berühmte parrhesia). Dennoch weigert sich der Papst seit Monaten, privat oder öffentich auf die von vier Kardinälen, die einen Großteil der Gläubigen repräsentieren, ausgedrückten dubia zu antworten.
Die zweite ausdrückliche Botschaft scheint eine Erklärung zu sein, die eine "Neue Katholische Moral" einführen. Diese würde auf den merkwürdigen Umständen durch die säkularisierte Welt geschaffenen neuen ethischen Ansprüchen (oder Bedürfnissen) -nicht auf den Geboten, dem Katechismus und dem Lehramt, wie Veritatis Splendor sie beschwört- zu beruhen.
In der Vergangenheit war es die Sorge der Kirche, die Gläubigen"stark in der Wahrheit" zu halten, um den Glauben zu bewahren. Sie warnte daher vor der Neigung, die Lehre und das Lehramt in einer subjektiven und gefährlich irreleitenden Weise zu interpretieren. Tatsächlich war es damals die Aufgabe der Hirten die Glaubensgewißheiten durch Lehren zu bestätigen-, nicht durch Zuhören.
Heute könnte man sagen, daß man subjektive und ungelöste Zweifel haben sollte, um zu beweisen, daß man einen authentischen Glauben hat. Man muß nicht versuchen sie zu lösen, noch Antworten auf die Fragen zu Punkten zweideutiger Interpretationen zu finden, weil das unverschämt und arrogant wäre.  Zweifel sind nötig, weil es scheint, daß wir keine einzige absolute und objektive Wahrheit bestätigen wollen. Eine pluralistische und dialektische Wahrheit hat ihren Platz eingenommen, weil diese Wahrheit die Doktrin als Richter der Praxis ersetzt hat.
Man könnte sagen, daß die traditionelle Moral durch die Umstände (und nicht das Ideal) überwunden worden sind und weil wir nicht länger urteilen sollen (also die Umstände bewerten) scheint die Kirche auf den Besitz der Wahrheit  und ihre Lehre (außer wenn sie die Umwelt, Armut und Immigration betrifft) verzichten zu wollen.
Auf diese Weise bekräftigt die Weigerung auf die dubia zu antworten, daß die Doktrin abstrakt ist und für die Erlösung nutzlos. weil Wahrheit vürübergehend , subjektiv und offen für unterschiedliche Interpretationen ist. Es ist besser zu dialogisieren als etwas zu lehren. das nicht länger ewig ist.
Über Monate sind Theologen gezwungen oder verpflichtet worden, nur einige Teile von Amoris Laetitia zu beleuchten und die Teile, die Zweifel hinterlassen und subjektive Interpretationen generieren,  zu vernachlässigen. Das bedeutet. daß AL nicht so objektiv zu sein scheint, wie manche annehmen.
Aber die kontroversen Punkte sind so marginal, geringfügig oder irrelevant gegenüber den vielen guten Teilen. Ich schlage vor, daß die Leser die fraglichen Artikel selbst lesen (AL 297, 299, 301,305, 329....) und sich die Fragen fragen, die von den vier Kardinälen und Katholiken gestellt wurden und die sich auf den Katechismus, die Evangelien  und das spezielle Lehramt (Casti Conubi, Veritatis Splendor, Familiaris Consortio....) beziehen.
Die dubia  befassen sich hier mit der schweren Sünde (Todsünde): die Möglichkeit für die.die sakramentale Absolution und Hl. Eucharistie zu empfangen, die irregulär wie Mann und Frau zusammen leben und das nicht beenden wollen. die dubia fragen, was eheliche Keuschheit ist und ob es eine Situation gibt, in der wir sündigen müssen, weil die Versuchung größer ist als unsere Stärke. Sie fragen, ob es eine Situation geben kann, in der eine Form des Nichtwissens die Sünde rechtfertigt.

Liebe Leser, die dubia fragen, ob eine neue Moral vorgeschlagen wird oder nicht und ob die Hilfe Gottes- die niemals irrt- darauf abzielt, uns daran zu hindern, zu sündigen oder uns daran zu hindern, uns schuldig zu fühlen, nachdem wir gesündigt haben. Die dubia sind keine bizarre und gehässige Angeberei von vier Kardinälen.

Vorsicht! In den Evangelien sagt Jesus 15 mal, daß die Gefahr der ewigen Verdammnis besteht, wenn jemand in schwerer Sünder verharrt, während Amoris Laetitia 297 behauptet, daß niemand für immer verdammt werden kann, weil es nicht zur Logik der Evangelien paßt. So scheint die ewige Verdammnis eine Häresie geworden zu sein. 
Aber AL 304 sagt auch, daß allgemeine Normen in ihrer Formulierung nicht alle speziellen Situationen umfassen können, und gibt ausdrücklich zu, daß so viele Zweifel für subjektive und gefährliche Interpretationen bleiben.

Die Weigerung des Papstes, die dubia zu beantworten. illustrieren, daß die Zweifel subjektiv gelöst werden müssen, weil die Wahrheit nicht länger objektiv ist.
So scheint die Kirche zu erklären, daß sie der Welt keine Doktrin anbieten will.
Sie glaubt, daß eher die Umstände die Lehre bestimmen als umgekehrt.
Deshalb will die neue Kirche moralische Vorschläge machen, aber keine Vorschriften. keine Gesetze, Es ist nutzlos zu fragen, ob es so ist."


 Quelle: Veritá , E.G.Tedeschi, LifeSiteNews
Translated by Dorothy Cummings McLean with permission from La Verità

Zum heutigen Festtag

Heute ist der Festtag des Johannes des Täufers, des Vorläufers. des Königs der Propheten, dem größten unter den Menschen, wie Jesus selber ihn nennt, der der sehen darf, was alle Propheten vor ihm, vorhersagten, der der sagen durfte, Ja da ist er! und der dennoch das Schicksal aller Propheten erlitt, also diesem Menschen der nicht zuckersüß, passt schon, alles easy verkündigte, sondern so erschreckende und gleichzeitig tröstliche Sachen sagte wie:

In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:
2 Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.
3 Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!
4 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.1
5 Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus;
6 sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
7 Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?2
8 Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt,
9 und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.
10 Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
11 Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
12 Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

tröstlich auch deshalb,. weil er von Leuten, die halt im System drinstecken, nicht fordert, nach dem Motto moderner Heilslehrer, alles hinzuschmießen, in den Krümmeln zu wühlen, sondern einfach sagt:


er sagt im Grunde, macht euren Job gut und nehmt nicht die krummen Wege, die euern Berufsstand so in Verruf bringen und die, von eurem Standpunkt aus, so verlockend sind, missbraucht die Macht die ihr habt nicht, um es einfach zu sagen.

davon nochmal abgesehen sind wir nun genau ein halbes Jahr von Weihnachten entfernt, und deshalb habe ich einen ein gutes halbes Jahr alten Beitrag von mir, zum Thema Johannes der Täufer, der Vorläufer,  hier einfach noch mal herkopiert.

Warum Kardinal Sarah seine Gegner in Angst und Schrecken versetzt.....Fortsetzung

Fortsetzung.....

"Schwerwiegende Vorwürfe auszutauschen, ist wahrscheinlich nicht der beste Weg, doktrinale Streitigkeiten zu klären. aber die Rhetorik von Sarahs Kritikern enthüllt etwas Wichtiges über das heutige Katholische Leben: bei doktrinalen, moralischen und liturgischen Streitigkeiten sind liberale Katholiken kirchliche Nationalisten geworden.

Traditionelle Katholiken neigen dazu, konsistente doktrinale Standards und pastorale Zugehensweisen -ungeachtet nationaler Grenzen- zu unterstützen. Wenn sie nicht die Lateinische Messe vorziehen, wollen sie, daß die landessprachliche Übersetzung dem Latein so nahe kommt wie möglich. Sie sind nicht dadurch skandalisiert  wie Afrikaner über Homosexualität oder Christen des Mittleren Ostens über den Islamismus sprechen.

Liberale Katholiken kämpfen inzwischen um eine landessprachliche Übersetzung im idiomatischen Stil - von nationalen Bischofskonferenzen, nicht von Rom- approbiert. Lokale Realitäten erfordern, daß die Wahrheit immer dann verändert werden muß, wenn sie eine Grenze überschreitet. Katholische doktrinale Äußerungen sollten in pastoral sensibler Sprache formuliert werden, soll heißen sensibel für die Sensibilitäten des gebildeten, wohlhabenden Westens.

Einer der Vorteile des kirchlichen Nationalismus ist, daß er den Liberalen erlaubt, nicht direkt auf doktrinalem Grund argumentieren zu müssen, auf dem traditionelle "Rigoristen" meistens die Oberhand behalten.
Wenn Wahrheit als lokale Realität angesehen werden muß, wird keiner in Rom oder Abuja viel über den Glauben in Brüssel oder Stuttgart sagen können (das war der Sinn hinter Kaspers Zurückweisung der Afrikaner).

Das sieht man bei Schreibern wie Rita Ferrone vom Commonweal, die sagt, daß Englischsprachige eher "unseren eigenen Leuten  vertrauen sollten und auf unsere eigen Weisheit, was Gebete in unserer Muttersprache angeht, als Sarah Beachtung zu schenken."
Das "wir" hinter diesem "unsere" ist nicht universal und katholisch sondern bourgeois und amerikanisch.

Was wenn Sarah anstatt an seinen Platz zurückgestellt, zurückgeschlagen, und eingesperrt zu werden, weil er Westliche Sprach-Codes verletzt, Papst wird?
Das ist es, was seine Kritiker am meisten fürchten. Mickens schreibt über die dunkle Möglichkeit eines "Pius XIII" (auch als Robert Sarah bekannt). Lamb sagt, daß Sarah sich als der"erste schwarze Papst" erweisen könnte. (Das wäre eine wundervolle Sache,  Sarahs Eltern, Konvertiten in der Stadt Orous in Guinea nahmen an, daß nur weiße Männer Priester werden können und lachten, als ihr Sohn sagte, er wolle ins Seminar gehen).
Der selbe wohl-vernetzte Vaticanist, der mir sagte, daß Sarahs Aktienkurs während der Synode gefallen sei, sagt jetzt, daß seine Chancen steigen. "Die Menschen haben alle Angriffe  bemerkt und seine gütige Weigerung, auf gleiche Weise zu antworten."


Freitag, 23. Juni 2017

Warum Christus zur Rechten Gottes sitzt

Stephen Bullivant erklärt anhand der Aussagen des Hl. Thomans von Aquin und des Hl. Augustinus im Catholic Herald, warum der Sohn zur Rechten des Vaters sitzt.
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" DER HL. AUGUSTINUS: WARUM DER SOHN ZUR RECHTEN DES VATERS SITZT"

Wir haben alle das Potential als Miterben mit Christus auf den Thron gesetzt zu werden.

In seiner Predigt vor Katechumenen verkündete der Hl. Augustinus feierlich, daß im Himmel " alles zur Rechten ist, weil es dort kein Elend gibt" (De Symbolo,11)
Aber während die Nachricht, daß es im Himmel kein "zur Linken" gibt, für Ned Flanders, Eigentümer des Leftorium und berühmtester Christ im Fernsehen, eine schlechte Nachricht sein könnte, ist es für die Menschheit eine unglaublich gute.
Hier folgt warum.

Gestern stellte mir eine heilige und gelehrte Freundin eine Frage, die ihr in ihrer RCIA-Klasse gestellt worden war:  "Warum läßt das Credo den Sohn. wenn er dem Vater gleich ist- das heißt, wenn er ebenso Gott ist wie der Vater- ihn auf der rechten Seite des Vaters sitzen? Das scheint zu beinhalten, daß der Sohn dem Vater untergeordnet ist- auf die Weise wie ein "rechte-Hand-Mann" der das tut, was der Boss neben ihm anordnet.

Das ist eine sehr gute Frage. Und wie  so oft, gibt es eine sehr gute Antwort.

Zuerst müssen wir den Satz nicht zu wörtlich nehmen. Während der Sohn mit einem (verherrlichten) menschlichen Körper versehen ist, ist der Vater körperlos. Deshalb hat er weder Hände noch Seiten, bei denen der Sohn wörtlich genommen sitzen kann. Deshalb sprechen wir hier- wie so oft- symbolisch.

Zweitens wird die "rechte Hand" in der Schrift durchgehend als Symbol sowohl für die Nähe mit und der Macht und Autorität von Gott benutzt. So zitiert Jesus in den Evangelien Psalm 110: "Der Herr sagte zu meinem Herrn: "Sitze zu meiner Rechten, bis ich dir deine Feinde unter deine Füße lege" (Matthäus 22:44). Paulus der an die Epheser von Gottes unvergleichlich großer Macht spricht, sagt zu ihnen:

"Diese Macht ist die selbe, die er an Christus entfaltete, indem er ihn von den Toten auferweckte und im Himmel zu seiner Rechten Platz nehmen ließ, hoch erhoben über jede  Herrschaft, Macht, Gewlt und Hoheit und über jeden Namen, der nicht bloß in dieser Welt sondern auch in der zukünftigen genannt wird."
Epheser 1:19 

Offensichtlich denkt Paulus hier nicht über "zur rechten Hand" als einen untergeordneten Schritt auf das göttliche Podium. Eher behauptet er, daß Christus genau die gleiche Macht und Autorität teilt, die der Vater hat.

Drittens sitzt- wie jetzt klar ist- Christus nicht wie Schulkinder vor dem Lehrer, sondern eher wie ein Richter von Königen. (Christus its natürlich beides) Er sitzt in dem Sinne, daß er in einer Position höchster Ehre und Autorität platziert ist.

Die Idee hier ist die, daß Gott "der Vater, der Allmächtige, der Schöpfer des Himmels und der Erde" vor dem sich die ganze Schöpfung verbeugt, im Himmel thront, Und weil er der "eine Herr, Jesus Christus, der einzige Sohn" genauso voll und wahr Gott ist, wie der Vater, thront er neben ihm, als ihm gleich,

Viertens und endlich alles das ist für uns wichtig, oder sollte es sein. Wenn er diesen Satz im Credo kommentiert, zitiert der Hl. Thomas von Aquin zustimmend den Hl. Johannes von Damaskus.

Wir sprechen von der Rechten Gottes nicht als von einem Ort, denn wie kann ein Ort durch seine rechte Hand definiert werden, wo er über jedem Ort steht? ....Aber wir bezeichnen als die rechte Hand des Vaters die Glorie und die Ehre der Gottheit (Summa theologiae, III, 58, 1)

So sitzt Christus zur Rechten des Vaters, weil er als wahrer  Gott die Glorie und Ehre der Gottheit teilt.

Aber erinnern Sie sich daran, was wir darüber sagten, daß er-weil er auch wahrer Mensch ist- einen (verherrlichten) menschlichen Körper hat. Das bedeutet bemerkenswerterweise, daß in Christus die Menschheit selbst auch zur Rechten des Vaters sitzt. Kirchenväter vom Kaliber eines Athanasius und eines Gregor von Nazians fanden diese Tatsache so erstaunlich, daß sie wieder und wieder darauf hinwiesen. Und in der Tat untermauert das ihre häufig wiederholte Maxime, "daß Gott Mensch geworden ist, damit der Mensch Gott werden kann."

Durch Christus sind wir "Erben Gottes (oder können es werden) und Miterben mit Christus (Römer 8: 17). Als solche wohnen wir-in unserem rechtmäßigen Heim im Himmel- in der göttlichen Seligkeit, das heißt zur Rechten des Vaters, gemeinsam mit unserem Mitmenschen Jesus Christus.

Und das ist es, weshalb es für den Hl. Augustinus kein "zur Linken"  in der Glückseligkeit unseres himmlischen Zuhauses geben kann. Weil dort alles "zur Rechten" ist.

Quelle: Catholic Herald,  S. Bullivant



   

Neues vom Malteser Orden

Für NCR-online berichtet Joshua McElwee von einer Audienz für die "neuen"  Ritter des Malteser Ordens bei Papst Franziskus. Es ist ihnen ergangen wie den FFI und man muß wohl sagen, daß der handzahmen Führungsriege ad interim die Zähne gezogen wurden......
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DAS NEUE OBERHAUPT DER MALTESER RITTER KNIET BEIM TREFFEN IM VATICAN VOR FRANZISKUS 

Papst Franziskus hat am Freitag bei einer heruntergespielten Begegnung den neuen Anführer der Malteser Ritter getroffen, bei dem das Oberhaupt des historischen Ritterordens - nach einer Periode der Spannungen mit dem Vatican früher in diesem Jahr- seine Loyalität gegenüber dem Pontifex betont zu haben scheint.

                        


Als Franziskus Fra´ Giacomo Dalla Torre del Tempio di Sanguinetto im Vorzimmer der päsptlichen Bibliothek begrüßte, kniete der oberste Ritter vor dem Pontifex nieder und küßte seinen Ring. Sein Gesicht verzog sich in Emotionen, Dalla Torre erzählte Franziskus, daß er von dieser Begegnung besonders bewegt sei und daß sein Pontifikat genau verfolgt habe.

Dalla Torre, ein Italiener, wurde am 29. April als "Leutnant des Großmeisters ad interim" der Ritter gewählt, eine Führungsposten für ein Jahr. Die Wahl erfolgte nach Monaten von Spannungen zwischen dem Vatican und dem vorherigen Großmeister, dem Briten Matthew Festing.

Die Spannungen begannen im späten Dezember, nachdem Festing den Großkanzler des Ordens, den Deutschen Albrecht von Boeselager entlassen hatte.

Diese Entlassung entfachte einen 2 Monate währenden Streit, Franziskus setzte eine Kommission ein, die den Streit untersuchen sollte und Festing, der zunächst die Zusammenaerbeit mit dieser Kommission verweigert hatte und (zu Recht) sagte, diese Kommission respektiere nicht den historischen Status des Ordens als souveräne Entität, trat am 25. Januar zurück.

Dalla Torre erschien Freitag mit 12 Leuten aus seiner Entourage im Vatican, die zum größten Teil den Souveränen Rat des Ordens ausmachen- Unter ihnen war auch Albrecht von Boeselager. der wieder Großkanzler des Ordens ist.

Im Gegensatz zu früheren Begegnungen mit dem Papst, kamen die Ritter in Anzug und Krawatte gekleidet anstatt in die formelle Militäruniform des Ordens. (.....)


Warum Kardinal Sarah seine Gegner in Angst und Schecken versetzt.....

Matthew Schmitz analysiert für den Catholic Herald die Feindseligkeit liberaler Kleriker und katholischer Journalisten gegenüber Kardinal Sarah und den Hintergrund dieser Ablehnung, die nur allzu oft in unentschuldbaren verbalen Entgleisungen mündet, wie die Beispiele belegen, die er anführt.
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"WARUM KARDINAL SARAH SEINE KRITIKER IN ANGST UND SCHRECKEN VERSETZT"
Kardinal Sarahs Gegner haben seine Ansichten angegriffen und seine Entlassung verlangt. Seine Antwort war gütiges Schweigen.

Eine anwachsende Menge will Kardinal Robert Sarahs Kopf auf einer Platte. Öffnen Sie eine Katholische Zeitschrift und Sie werden leicht einen Ruf nach Entlassung des guineischen Kardinal finden, der die Vaticanische Liturgie-Kongregation leitet:
"Es ist höchste Zeit (für Papst Franziskus) Kardinal Sarah zu ersetzen" (Maureen Fiedler, NCR)
"In der Liturgie-Kongregation könnte neuer Wein nötig sein" (Christopher Lamb, the Tablet),
"Kurienmitglieder, die sich weigern Franziskus´ Programm mitzutragen, sollten gehen. Oder der Papst sollte sie anderswo hinschicken" (Robert Mickens, Commonweal),
"Franziskus muß sich durchsetzen. Kardinäle wie Robert Sarah mögen denken, daß dieses Pontifikat die falsche Richtung einschlägt und Verzögerung eine Pflicht ist. Aber das bedeutet nicht, daß Franziskus sich mit ihnen auseinandersetzen muß" (Herausgeber von the Tablet)

Sarah ist nicht immer wie der gefährlichste Mann der Christenheit behandelt worden. Als er 2014 von Papst Franziskus auf seinen Posten ernannt wurde, erfreute er sich der Gunst sogar derer, die ihn jetzt kritisieren. Mickens beschrieb ihn als einen "nicht ehrgeizigen, guten Zuhörer und-obwohl er eine klar konservative Seite zeigt, seit er nach Rom kam.....ein Vatican II-Mann."
Lamb erfuhr von seinen Quellen, daß Sarah jemand sei, den Liberale mögen könnten, die Art Bischof, der der "Inkulturation" positiv gegenüber stehe. John Allen faßte den Konsens rund um den Vatican zusammen: Sarah war ein wenig profilierter Bischof, "warm, amüsant und bescheiden".

Das alles änderte sich am 6. Oktober 2015, dem dritten Tag der umstrittenen Familien-Synode.
Die Synoden-Väter waren hin-und hergerissen durch sich widersprechende Forderungen, die Menschen zu erreichen, die sich durch die Sexuallehre der Kirche verletzt fühlten und kühn die Wahrheit  einer feindlichen Welt verkündeten.
In der Rede, die als die "Rede vom Apokalyptischen Tier" bekannt wurde, bestand  Sarah darauf, daß beides möglich sei. "Wir kämpfen nicht gegen Kreaturen aus Fleisch und Blut" sagte er seinen Mitbrüdern im Bischofsamt "wir müssen gegenüber allen Menschen inklusiv und freundlich sein.
Aber die Kirche muß trotzdem gegenüber zwei großen Herausforderungen die Wahrheit verkünden.
Auf der einen Seite gegenüber der Vergötzung der westlichen Freiheit; auf der anderen Seite dem Islamischen Fundamentalismus; atheistischer Säkularismus gegen religiösen Fanatismus."


Donnerstag, 22. Juni 2017

Hl. John Fisher - "In te domine speravi!"

Heute feiert die Kirche den Gedenktag des Hl. John Fischers, der wegen des Willens sich scheiden zu lassen sein Leben verlor. rorate caeli veröffentlicht zur Feier des Tages die Beschreibung der letzten Stunden des Märtyrers für den Glauben durch den Protestanten Thomas Fuller.
Hier geht´s zum Original:  klicken 


"HEILIGER JOHN FISHER BITTE FÜR UNS !  "ICH STERBE FÜR DEN GLAUBEN DER HEILIGEN KATHOLISCHEN KIRCHE"

Nachdem der Leutnant des Towers den Befehl für seine Exekution erhalten hatte, war es schon sehr spät und der Gefangene schlief, wollte er ihn nur ungern aus seiner Ruhe wecken. Aber am Morgen -vor 5 Uhr morgens-kam er zu ihm in den Bell-Tower und fand ihn immer noch schlafend in seinem Bett, weckte ihn und sagte ihm, daß er mit einer Botschaft des Königs gekommen sei, in der ihm mitgeteilt werde, es sei ihm eine Freude, daß er den Tod an diesem Vormittag erleiden sollte.
"Gut" sagte der Bischof" wenn das dein Auftrag ist, bringst du mir keine große neue Nachricht; weil ich seit langer Zeit auf diese Botschaft warte und ich muß seiner Majestät demütig danken, daß es ihm gefällt. mit von allen weltlichen Aufgaben zu befreien, Lassen Sie mich doch noch eine oder zwei Stunden schlafen, weil ich in dieser Nacht sehr schlecht geschlafen habe, nicht aus Angst vor dem Tod, Gott sei dank, sondern wegen meiner großen Gebrechlichkeit und Schwäche."

                        

"Eine Freude für den König wäre darüber hinaus" sagte der Leutnant  "daß du so wenig sprichst wie möglich, besonders über alles, was seine Majestät betrifft,damit die Leute keinen Grund haben anders als gut über ihn und sein Vorgehen zu denken.
"Dafür" sagte er "sollst Du mich als von Gottes Gnade selbst eingesetzt sehen und niemand, nicht einmal der König selbst oder irgendein anderer Mensch soll deshalb die Gelegenheit haben, meine Worte zu mißdeuten."