Freitag, 31. März 2017

Roberto de Mattei zu den Jahrestagen 2017, Fortsetzung


Fortsetzung zu Roberto de Matteis Artikel über die Jahrestage 2017

"Das Geheimnis von Fatima
Bevor es ein Ort ist, ist Fatima eine Botschaft.
Die Botschaft, die von Unserer Lieben Frau in Fatima offenbart wurde, enthält drei Teile, die Geheimnis genannt werden, die ein organisches, kohärentes Ganzes bilden. Der erste ist eine erschreckende Höllenvision, in die die Seelen der Sünder stürzen; die Gnade des Unbefleckten Herzens Marias wirkt dieser Strafe entgegen und ist das oberste Heilmittel, das Gott der Menschheit zur Rettung der Seelen anbietet.
Der zweite Teil betrifft eine dramatische historische Alternative : Frieden- als Frucht der Konversion der Welt und die Erfüllung der Forderung der Hl. Jungfrau, oder eine schreckliche Bestrafung erwartet die Welt, wenn sie obstinat bei ihren sündigen Wegen bleibt. Rußland werde das Instrument der Bestrafung sein.

Der dritte Teil, der vom Hl. Stuhl im Juni 2000 bekannt gegeben wurde, erstreckt sich auf die Tragödie im Leben der Kirche mit einer Vision eines Papstes und von Bischöfen und Laien, die von Verfolgern totgeschlagen werden. In den letzten Jahren sind Diskussionen über dieses "Dritte Geheimnis" begonnen worden, die das Risiko bergen, die prophetische Kraft des zentralen Teils der Botschaft zu verdunkeln, das in zwei entscheidenden Sätzen  zusammengefaßt sind:
"Rußland wird seine Irrtümer über die Welt  verbreiten" und "am Ende wir mein Unbeflecktes Herz triumphieren."

Rußland wird seine Irrtümer über die Welt  verbreiten
"Rußland wird seine Irrtümer über die Welt verbreiten". Der Begriff Irrtümer ist präzise: der Irrtum ist die Verleugnung der Wahrheit. Wahrheit existiert also und es gibt nur eine Wahrheit: die, die durch die Katholische Kirche bewahrt und verbreitet wird. Rußlands Irrtümer sind die einer Ideologie, die der natürlichen und Christlichen Ordnung entgegen steht, indem Gott, Religion, Familie und Privatvermögen geleugnet wird. Dieser Komplex von Irrtümern hat einen Namen: Kommunismus und hat in Rußland sein Zentrum zur weltweiten Verbreitung.

Zu oft ist der Kommunismus als rein politisches Regime identifiziert worden, indem man die ideologische Dimension vernachlässigt, während es genau seine doktrinäre Dimension ist, die Die Hl. Jungfrau beleuchtet.

Der Antikommunismus des 20. Jahrhunderts wurde oft dadurch begrenzt, indem man den Kommunismus der Sowjet-Panzer oder die Gulags identifizierte, die sicher ein Ausdruck des Kommunismus sind, aber sie sind nicht sein Herz. Pius XI betonte die ideologisch perverse Natur des Kommunismus.

Zum ersten mal in der Geschichte- stellte Pius XI in seiner Enzyklika "Divini Redemptoris" vom 19. März 1937 fest, sind wir Zeugen eines Kampfes- kaltblütig und absichtlich und bis ins letzte Detail geplant, zwischen dem Menschen und allem, was Gott genannt wird." (2 Thess, 1,4)

Viele Kommunismusgegner haben diesen Aspekt vernachlässigt, unter der Illusion zu einem möglichen Kompromiss mit einem humanitären, von jeder Gewalt gereinigten Kommunismus erreichen zu können. Sie haben das intrinsisch Böse des Kommunismus nicht verstanden.
Was ist der Ursprung dieses Bösen? 
Die Kommunisten selber summieren ihre Irrtümer in der Formel dialektischer Materialismus auf:
das Universum ist eine Sache der Evolution und die Dialektik Hegels ist die Seele dieser Evolution.
Diese philosophische, pantheistische Vision hat ihren politischen Ausdruck in der klassenlosen Gesellschaft. Sozialer uns politischer Egalitarismus entstammt dem metaphysischen Egalitarismus, der nicht nur den Unterschied zwischen Gott und dem Menschen leugnet sondern, indem die Dinge vergöttlicht werden,  leugnet auch den Unterschied zwischen dem Menschen und den geschaffenen Dingen.

Die Genealogie der Irrtümer
Irrtümer entstehen nicht aus dem Nichts. Rußlands Irrtümer- wie alle Irrtümer- entstanden aus anderen Irrtümern und generieren ihrerseits weitere. Um ihre Natur ganz zu verstehen, müssen wir fragen, woher diese Irrtümer kamen und wohin sie uns führen.

Der Basistext des Kommunismus ist das Manifest der Kommunistischen Partei, das von Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895) im Februar 1848 veröffentlicht wurde. Dieser Text wurde Marx und Engels von der Liga der Gerechten, einer den ultrajakobinischen Ideen von Grachus Babeuf (1760-1797) ergebenen kommunistischen Gruppe in Auftrag gegeben. 
Zu den direkten Vorläufern des Sozialismus zählt Engels neben den Jakobinern auch die Anabaptisten, die "Gleichmacher" (levellers) der Englischen Revolution und die Philosophen der Aufklärung im 18. Jahrhunderts.

Die Anabaptisten repräsentieren die äußerste Linke der Protestantischen Revolution, die der Historiker George Hunston Williams (1914-2000) als die radikale Reformation beschreibt, im Gegensatz zu der magistralen Reformation von Luther und Calvin. In Wirklichkeit ging es nicht um Opposition sondern um Entwicklung: was alle Revolutionen charakterisiert ist, daß ihre Möglichkeiten in ihrem genetischen Augenblick enthalten sind und die Prinzipien an den Wurzeln des Anabaptismus entstehen aus dem Impetus, den Luther von Anfang an der religiösen Revolution des 16. Jahrhunderts gegeben hatte.

Professor Plinius Corrêa de Oliveira (1908-1995) beobachtete daß:
"Wie Katastrophen haben schlechte Leidenschaften eine immense Macht, aber nicht nur zum zerstören. Im ersten Augenblick ihres Ausbrechens hat diese Macht bereits das Potential für die Virulenz, die sie in ihrem schlimmsten Exzessen manifestieren wird.  Bei den ersten Verleugnungen des Protestantismus z.B. zeigt sich schon deutlich das anarchische Verlangen des Kommunismus.
Während Luther- vom Gesichtspunkt seiner ausdrücklichen Formulierungen aus nur Luther war, zeigen sich alle Tendenzen und Imponderabilien der Lutherischen Explosion bereits-authentisch und ganz- den Geist von Voltaire und Robespierre und von Marx und Engels in sich.

Wir müssen hier den zweiten Punkt betonen. Es ist wahr, das "Ideen Konsequenzen haben", aber nicht alle Konsequenzen stimmen mit den Absichten überein. Ein deutscher Philosoph Wilhelm Wundt (1832-1920) hat den Ausdruck "Heterogonie der Zwecke" geprägt, um die Widersprüche zwischen den Absichten und den Folgen der Taten eines Menschen zu beschreiben.
Diese Heterogonie des Endes ist für alle Utopien typisch, die die Realität leugnen und dazu verurteilt sind, von ihr widerlegt zu werden.


So schöööön!

Unser Tweet zum Tage:


Ein Weckruf an den Papst: Memorandum gegen die "Beinahe-Häresie" des neuen Jesuitengenerals

Sandro Magister kommentiert kurz das Memorandum von Pater Roberto Bertacchini, das dieser Papst Franziskus und Kardinal Müller wg. der Äußerungen des neuen Jesuiten-Generals über die Zuverlässigkeit der Evangelien was die Worte Jesu und deren Gültigkeit für die heutige Zeit hat zukommen lassen. Dann läßt er eine Zusammenfassung dieses Memorandums folgen. Man darf auf die Antwort des Pontifex und/oder des Kardinals auf die von Pater Bertacchini gestellten Fragen neugierig sein-  wenn es denn eine Antwort geben wird.
Hier geht´s zum Original bei Settimo Cielo:  klicken


"AUF DEM TISCH DES PAPSTES- EIN MEMORANDUM GEGEN DEN ORDENSGENERAL DER JESUITEN WEGEN "BEINAHE" HÄRESIE"

"Unter den Priestern der Diözese von Carpi, mit denen sich Papst Franziskus am kommenden Sonntag in dieser Stadt in der Region Emilia-Romagna zu einem Gespräch-ohne Journalisten oder Fotografen, hinter verschlossenen Türen- treffen wird, ist einer, der ihm eine harte Nuß zu knacken gegeben hat.

Sein Name ist Roberto A. Bertacchini. Er ist früherer Jesuit, der in der Schule von drei anderen hochrangigen Jesuiten ersten Ranges geformt wurde: den Fratres Heinrich Pfeiffer, Kunsthistoriker und Professor an der Gregoriana, Francesco Tata, früherer Provinzial der Societa Iesu in Italien und Piersandro Vanzan, prominenter Mitarbeiter von "La Civiltá Cattolica".

Letzte Woche hat Pater Bertacchini Franziskus und Kardinal Gerhard L. Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, ein 6 Seiten starkes Memorandum geschickt, in dem er sich äußerst kritisch mit den Ideen auseinander setzt, die der neue Ordensgeneral der SJ, der Venezuelaner Arturo Sosa Abascal, der dem Papst sehr nahe steht, in einem kürzlich erschienenen Interview präsentierte.

Das sind Ideen, schreibt Pater Bertacchini "von solchem Gewicht, daß sie nicht stillschweigend übergangen werden können, ohne sich zu ihrem Komplizen zu machen",  weil sie drohen "zu einem Christentum ohne Christus zu führen."

Den gesamten Text des Memorandums kann man hier lesen- (wenn man Italienisch versteht) : Promemoria…
Das von Pater Bertacchini kritisierte Interview mit dem Ordensgeneral der Jesuiten, ist das mit dem Schweizer Vaticanista Giuseppe Rusconi, das dann auf dem blog "Rossopurpura" am 18. Februar 2017 veröffentlicht wurde.
Hier eine Zusammenfassung des Memorandums

MEMORANDUM
"Über das Interview mit dem General der Jesuiten über die Zuverlässigkeit der Evangelien."
von Roberto A. Maria Bertacchini

Im Februar hat der General der Jesuiten ein Interview gegeben, in dem er behauptet, daß die Worte Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe theologisch nicht stabil sind, sondern eher ein Ausgangspunkt für Doktrinen, die dann angemessen entwickelt werden müssen. Wenn man das zu Ende denkt, könnte es sogar dazu führen, das Gegenteil zu beweisen oder zur Vereinbarkeit der Scheidung mit einem Christlichen Leben. Diese Initiative hat meiner Ansicht nach eine explosive Situation hervorgerufen.


Fundstück des Tages

Ulrich Nersinger hat sich nach der Pontifikalvisite von Papst Bergoglio in Mailand damit befaßt, daß die Medien die Bedeutung dieses lange erwarteten Besuches in der Diözese des Hl. Ambrosius -mit leicht delirierendem Jubelton- zu einer einzigen Nachricht-kondensiert haben: den Gang auf´s Dixi-Klo.
Das sagt sehr wenig über die spirituelle Bedeutung dieses Papstbesuches aus, aber alles über die Medienarbeit der "neuen" Kommunikationsfachleute in Ultratevere, voran Msgr. Spadaro aus, der den medialen Toiletten-Hype durch seine kleine Extra-Plauderei über einen geliehenen Obulus (der diesen historischen Gang erst ermöglichte) befeuerte.
Gefunden haben wir Nersingers Text auf der Website der Görres-Gesellschaft .
Hier geht´s zum Original:   klicken

Titel :  "Römische Notizen. Vom Thron zum Klo: die Spannbreite päpstlicher Medienpräsenz"

Quelle: goerres-gesellschaft, U.Nersinger

Tweet zum Tage....

"Auf Knien vor Ungläubigen und Häretikern....im Sitzen vor dem Herrn selbst"

In ginocchio davanti ad infedeli ed eretici... seduto davanti a Domine Iddio (foto di Facebook) #MiL pic.twitter.com/MIRirXd0gB

getwittert von Messa in Latino.  

Donnerstag, 30. März 2017

Roberto de Mattei zu den Jahrestagen im Jahr 2017

Bei Rorate Caeli hat sich Roberto de Mattei mit den vielen Jahrestagen im Jahr 2017 auseinandergesetzt und erklärt, wie sie zusammen hängen.
Hier geht´s zum Original:   klicken


"DE MATTEI WIRFT EIN LICHT AUF DIE HEUTIGE KRISE"

Der italienische Historiker Roberto de Mattei, dessen Texte wir hier jede Woche herausbringen, war in den letzten Tagen in Washington D.C, Unten folgen seine gut vorbereiteten sehr lesenswerten Worte:      
                                             
                                          

Roberto de Mattei                      
The Cosmos Club - Washington.                  
March 27th 2017                    
  Jahrestage im Jahr 2017    
"Wie im Leben der Menschen werden Jahrestage auch im Leben von Völkern gefeiert, Und 2017
ist ein Jahr voller Jahrestage; nicht alle aber verdienen einen Kuchen mit Kerzen.   

Der Jahrestag über den am meisten gesprochen wurde, waren die 500 Jahre, die seit dem 31. Oktober
1517 vergangen sind, seit Martin Luther seine 95 Thesen an das Portal der Schlosskirche von Wittenberg nagelte. Eine Handlung, die die sog. Protestantische Reformation in Gang setzte und das Ende des mittelalterlichen Christentums markierte.

200 Jahre später, am 20. Juni 1717 wurde die Großloge von London gegründet. Dieses Ereignis wird
als Geburtsstunde der modernen Freimaurerei angesehen, was seinerseits direkt mit der Französischen Revolution verbunden ist.  Die Freimaurerlogen waren im Endeffekt die intellektuellen und operativen Laboratorien, in denen die Französische Revolution ausgebrütet wurde.

Am 26. Oktober oder am 7. November 1917 -abhängig davon ob man den Gregorianischen oder den 
Julianischen Kalender benutzt, besetzten bolschewistische Partei Lenins und Trotzkys den Winterpalast in St. Petersburg. So trat die Russische Revolution in die Geschichte ein und muß sie noch wieder verlassen.

1517, 1717, 1917 sind dann drei symbolische Daten, drei Ereignisse, die Teil eines einigen Prozesses
sind. 
Papst Pius XII faßte in seiner Rede an die Männer der Katholischen Aktion am 12. Oktober 1952 
folgendermaßen zusammen "Christus ja, Kirche nein" (die Protestanten gegen die Kirche); dann
"Gott ja, Christus nein" (die freimaurerische Revolution gegen die zentralen Mysterien des Christen-
tums) und schließlich der unfromme Schrei "Gott ist tot" oder eher "Gott hat nie existiert" (die atheistische kommunistische Revolution).
Und hier-"so schließt Pius XII- "endet der Versuch, die Strukturen der Welt auf Fundamenten aufzubauen, die wir nicht zögern, als die Hauptverantwortlichen für die Gefahr zu bezeichnen, die die Menschheit bedroht."

Drei Stadien eines einigen Vorgangs, die jetzt ihren Höhepunkt erreichen. Die Kirche nennt es 
Revolution mit großem R, um ihre metaphysische Essenz und historische jahrhundertealte Bedeutung
zu beschreiben.

Dennoch gibt es in diesem Jahr einen vierten Jahrestag, der bis jetzt sehr wenig diskutiert wurde.
2017 ist auch der hundertste Jahrestag der Erscheinungen von Fatima und im Licht der Botschaft von
Fatima schlage ich vor, die drei Revolutionen zu untersuchen, derer in diesem Jahr gedacht wird.

Einige Prinzipien an die erinnert werden muß
Das erste Element ist, zu betonen, daß wir hier über historische Tatsachen sprechen.
Die Erscheinungen unserer Lieben Frau von Fatima, zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober 1917 sind eine objektiv historische Tatsache, kein subjektives religiöses Erlebnis von Unserer Lieben Frau, die drei kleinen Hirten erschien.

Im Rationalismus verwurzelte Historiker, einschließlich vieler katholischer, würden gern alles was übernatürlich ist, aus der Geschichte verbannen- Wunder, Offenbarungen und himmlische Botschaften, und sie in die private Glaubensphäre verbannen. Diese Wunder jedoch, diese Erscheinungen und diese Botschaften, wenn sie authentisch sind- sind Teil der Geschichte, genau so wie es Krieg und Frieden und wie alles, was in der Geschichte passiert und die die Geschichte aufzeichnet.


Die Perle des Tages

oder mehr? Gefunden bei Crux.
Hier geht´s zum Original:       klicken
Der hagiographische Papst-Biograph Austen Ivereigh berichtet bei Crux über eine Audienz, die Papst Bergoglio  Dr. Emilce Cuda, die als erste Frau in Argentinien in Theologie promovierte, zusammen mit einer argentinischen Delegation gewährte. In ihrer gänzlich unkritischen und begeisterten Erzählung von diesem lateinamerikanischen Zusammentreffen in Rom gibt sie eine Beschreibung der Hl. Trinität wieder, die der Pontifex ihnen anvertraute. Sie fügt noch hinzu, daß wohl kein anderer Papst jemals so etwas Lustiges über die Hl. Dreifaltigkeit gesagt haben würde. Womit sie sicher Recht hat,
Hier nun also die "Perle" aus pontifikalem Mund:

"Im Inneren der Hl. Trinität - hinter verschlossenen Türen - diskutieren die Drei, aber nach außen hin geben sie ein Bild der Einheit ab."

Quelle: Crux, A.Ivereight, 

Fundstück : "Polen formte die Seele von Johannes Paul II"

Wir übersetzen ihn nicht, es lohnt sich aber diesen englisch-sprachigen Artikel von Pater Dennis Kolinski über die Formung der Seele und der Spiritualität des Hl. Johannes Paul II in Polen zu lesen, 
Hier geht´s zum Original im NewCatholicRegister :   klicken

Hier ein Ausschnitt:

"Man kann nicht angemessen über das innere spirituelle Leben Papst Johannes Pauls II sprechen, ohne die Komplexität seines Lebens und die große Rolle, die sein Geburtsland bei der Formung seiner Seele sein Geburtsland spielte. Sein frühes Leben ist wohlbekannt: 1920 geboren in der kleinen Stadt Wadowice - Kind eines frommen Katholischen Elternpaares, die ihm eine tiefe Liebe zum Glauben einflößten. die Kindheit Karol Wojtylas wurde durch den Tod seiner Mutter erschüttert, als er erst 9 Jahre alt war. Sein Vater, der nicht wieder heiratete, hatte großen Einfluss auf das spirituelle Leben seines Sohnes, dem seine Mutter den Kosenamen "Lolek" gegeben hatte. Das Bild seines Vaters im ständigen Gebet, dessen Beispiel eine "Art häusliches Seminar" war, hat Karol für den Rest seines Lebens begleitet."

"Kotlarczek war einer der beiden Laien, der eine tiefe Wirkung auf dass spirituelle Leben des jungen Wojtyla  hatte. Der andere war Jan Tyranowski, ein bescheidener Mystiker, der jetzt von der Kirche "selig" erklärt wurde. Er lehrte Karol, ein inneres spirituelle Leben zu entwickeln und in der ständigen Gegenwart Gottes zu leben. Den größten Einfluss hatte er auf Karols spirituelles Leben, als er ihm den Hl. Johannes vom Kreuz bekannt machte und ihm die Tür zur Carmelitischen Spiritualität offnete, die ihn in seinem weiteren Leben beeinflussen würde."
  [...]

Quelle: NCR, Pater Dennis Kolinski


Mittwoch, 29. März 2017

Zeichen ohne Wunder

Manchmal, wenn ich zuviel diskutiert habe, denke ich mir: lass es doch,
es hat keinen Zweck, lass sie doch grad machen.
Es ist einfach so, dass es Gott gibt, dass jeder nach seinem Tod vor Gottes Thron erscheint und dort es einfach so ist, dass man ganz durchschaut wird und sich auch selber so sieht wie man vor Gott ist, was im besten Fall nackt und erbärmlich ist.
Es kommt dann alles darauf an, ob man annehmen kann, dass Gott selber in Christus Mensch geworden ist und wegen m e i n e r Erbärmlichkeit so sehr gelitten hat.
Punkt aus fertig, und wegen der paar lächerlichen Jährchen die man auf dieser Erde herumrennt, muss man sich nicht so aufregen, jeder kriegt schon noch, was er verdient hat, im guten, wie im schlechten.
Dann denk ich mir aber, nein so geht das nun auch wieder nicht, weil ja warum eigentlich?

Roberto de Mattei ruft die Heiligen des Jesuitenordens als Zeugen für die Grenzen des blinden Gehorsams an.

Professor Roberto de Mattei untersucht bei corrispondenza romana das Verhältnis der Jesuiten zum absoluten Gehorsam - durch die Geschichte des Ordens hindurch - und im Hinblick auf das aktuelle Pontifikat und den Streit, ob "Amoris Laetitia" zu diesem Gehorsam verpflichtet oder nicht.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"WARUM ES NICHT NÖTIG IST, DIE GESELLSCHAFT JESU ZU DISKREDITIEREN"
"Zu den verheerendsten Konsequenzen des Pontifikates von Papst Franziskus gehören zwei, die eng miteinander verbunden sind: die erste ist die falsche Darstellung der typisch christlichen Tugend des Gehorsams: die zweite ist die Diskreditierung der Gesellschaft Jesu und ihres Gründers, des Hl. Ignatius von Loyola.

                               
Der Gehorsam ist eine wichtige Tugend, die von allen Theologen anerkannt und von allen Heiligen praktiziert wird. Sie hat ihr perfektes Vorbild in Jesus Christus, von dem der Hl. Paulus sagt, daß er "gehorsam bis zum Tode, zum Tod am Kreuz war." (Phil. 2, 8)
Im Gehorsam zu sein, heißt in Christus zu sein (2 Kor 2,9) und das Evangelium in Fülle zu leben (Röm. 10, 16,  2 Thess. 1,8).
Deshalb haben die Väter und Lehrer den Gehorsam als den Wächter und die Mutter aller Tugenden definiert (Hl. Augustinus, De Civ. Dei, Liber IVX,c 12).
Das Fundament des Gehorsams ist die Unterordnung unter die Oberen, weil sie die Autorität Gottes selber repräsentieren.
Aber sie repräsentieren die Autorität insofern, als sie das Göttliche Recht hüten und anwenden.

Dieses Göttliche Gesetz ist wiederum höher als die menschliche Macht der Männer, die mit der Durchsetzung beauftragt sind. Gehorsam stellt für einen Religiösen die oberste moralische Tugend dar (Summa theologia 2-2ae,q.186,aa. 5,8) Immer sündigt man gegen diese Tugend nicht nur durch Ungehorsam sondern auch durch Unterordnung, indem man sich an klar erkennbar ungerechte Entscheidungen der Oberen anschließt.

Die Verzerrung des Gehorsams kommt in Papst Franziskus´ Pontifikat vor, wenn die Bischöfe oder der Papst selbst ihre Autorität mißbrauchen, indem sie von den Gläubigen eine Unterwerfung unter Dokumente, die zu Häresie oder Unmoral führen, verlangen.
Diese pastoralen Anordnungen können nicht akzeptiert werden.
Weil die Versuchung derer, die in dieser konfusen Situation fest im Glauben bleiben wollen und das zur Diskussion stellen, nicht die mißbräuchliche  Ausübung der Autorität ist, sondern das Prinzip von Autorität selbst.
Das ist der Favorit einer gewissen psychologischen Tendenz zum Anarchismus, der die nach 1988 geborenen Generationen charakterisiert.

Wenn man das Autoritätsprinzip herabsetzt, verschwindet die Bedeutung der Tugend des Gehorsams, mit schweren Schäden für das spirituelle Leben.

Auch früher schrieben Kardinäle Briefe an den Papst....Fortsetzung

Fortsetzung von   "Auch früher schrieben Kardinäle Briefe an Päpste..."
Father Hunwicke setzt heute seinen amüsanten Ausflug in die Kirchengeschichte und Präzedenzfälle für Dubia und brüderliche Korrekturen fort.
Hier geht´s um Original:  klicken

"KARDINAL EASTON UND DIE FORMALE KORREKTUR EINES RÖMISCHEN PONTIFEX" (2)
Ja, ich dachte Sie würden erstaunt sein, daß Easton- solange er in Oxford war- sowohl Hellenist als auch Hebräist war. Ich erinnere mich, daß als ich mein Lieblingsjahrhundert, das 14. erforschte, Bischof John Grandisson von Exeter überrascht war, zu erfahren daß unter seinen Büchern eine Hebräische Grammatik war.
Vielleicht könnten einige der ererbten populären Annahmen über das Neue Lernen und den Mittelalterlichen Obskurantismus eine Revision gebrauchen.

Adam Kardinal Easton ist in seiner Titularkirche, Sancta Caecilia trans Tiberim ( nicht eine Million Meilen von dem Ort entfernt, wo einige Liturgiker der Mitt-60-er in einer Kneipe eine bizarre Formel zusammenpfuschten- die offiziell als "Eucharistisches Gebet II" bekannt ist),  auf seinem Grab´findet man einige elegische Couplets;

Artibus ipse Pater famosus in omnibus ADAM
     Theologus summus cardique nalis erat.
Anglia cui patriam, Titulum dedit ista beatae
     Aedes Caeciliae, morsque suprema Polum. 

Ja, vielleicht stand der Schreiber nicht über einer 
Aber ich wußte, Sie wären entzückt von dieser Tmesis (Trennung eigentlich zusammen gehörender Wortteile)  in der zweiten Hälfte der zweiten Zeile.
Nicht ganz so frappierend wie der berühmte Satz von Ennius, "saxo cere commituit brum".
Vielleicht wäre es exzessiv alexandrinisch (oder cyrenäisch?), zu suggerieren, daß die Tmesis  auf Eastons Grabmal sich auf seine gespaltenes Kardinalat bezieht.

Einer meiner Kollegen in Lancing, Mathematiker mit sorgfältig gepflegtem Cockney-Akzent  sagte einmal zu mir: "Warum sind Sie so gegen bloody dictory?" 
Vielleicht ist die Tmesis als ziemlich barockes literarisches Werkzeug doch noch nicht tot.

In einer Zeit, in der Formale Brüderliche Korrekturen eines Römischen Pontifex so verbreitet sind, erwarte ich daß das Grab von Adam Kardinal Easton täglich von einem Schwarm gedankenvoller Besucher umgeben ist, einschließlich Kardinäle "in mufti", ( Das Beste, was man tun kann, um Easton in Oxford zu finden, wäre den ältesten Teil des Worcester Colleges zu besuchen, in dem sich das mittelalterliche Treppenhaus befindet, das von den Studenten der Englischen Benediktiner-Häuser besetzt wurde; zu Eastons Zeit nannte man es "Gloucester Hall".)

Steht das Castello in Nocera, in dem Easton und seine Mitunterzeichner von Urban VI gefoltert wurden, noch? Besitzt es ein Besucherzentrum mit interaktiven Displays der Kardinäle, die fleißig Formale Brüderliche Korrekturen schreiben und dann gefoltert werden?

Wenn ein Papst persönlich foltert, ist das nach Kardinal Nichols und den Hypersuperüberpapalisten eine lehramtliche Handlung, die unter der direkten und engen Führung der Dritten Person der Hl. Trinität durchgeführt wird?"

Quelle: Liturgicalnotes, Father J. Hunwicke
 


"Vater Adam war selbst in allen Künsten berühmt;
ein hervorragender Theologe, manchmal auch Kardinal.
Ihm gab England ein Mutterland, diese Haus der Hl. Caecilia
gab ihm seinen Titel. Schließlich gab der Tod die Sterne."
  

Papst Benedikt XVI - der unverstandene Revolutionär

Vatican Insider hat in La Stampa eine Vorschau zu einer Dokumentation von Rai Cultura - in Zusammenarbeit mit vielen anderen- veröffentlicht.
Hier geht´s zum Originalartikel:  klicken

"RAI STORIA: BENEDETTO XVI EIN UNVERSTAN-DENER REVOLUTIONÄR"

Das Pontifikat von Joseph RatzingerDer Papa emeritus

                         

"Anläßlich des 90. Geburtstages des Papa emeritus Benedikt XVI hat Antonia Pillosio für Rai Cultura ein Special gedreht, das am 4. April ausgestrahlt wird.

Um das Pontifikat von Joseph Ratzinger zu verstehen, beginnt die Dokumentation mit dem Bericht über die revolutionäre Geste seines Rücktritts, lange meditiert und nach dem Beginn des Jahres des Glaubens angekündigt.
Warum hat Benedikt XVI eine gleiche Ankündigung am 11. Februar, dem Gedenktag der Hl. Jungfrau von Lourdes, der von der Kirche den Kranken gewidmet ist, gemacht?
Warum bei einem Routinetreffen mit den Kardinälen?
Und warum die Entscheidung, sich zurückzuziehen und in einem Klausurkloster im Inneren des Vaticans zu leben ?

In der Dokumentation, die auch Material von "Teche Rai" benutzt, sprechen die Historiker Elio Guerriero, Andrea Riccardi, und Don Roberto Regoli, die Vaticanisti Andrea Tornielli und Sandro Magister, die Kardinäle Gerhard L. Müller und Gianfranco Ravasi, Pater Federico Lombardi und Antonio Paolucci.

Dieser Rücktritt war weder ein Akt der Rebellion, noch ein schmerzloser Schritt, sondern eine prophetische Geste: "Für ihn"- unterstreicht Elio Guerriero- "war das eine wirklich natürliche Sache. Er sagte mir: ich war auch etwas überrascht, ich hatte die Auswirkung unterschätzt, den eine solche Geste haben würde, vielleicht war es nicht zumutbar"

Mit seinem Rücktritt hat Benedikt XVI dem Nachfolger Franziskus das Erbe seines reformatorischen Impulses vererbt. "Er hat es dem zukünftigen Papst, einer Person, die in der Lage ist, die Regierung der Kirche anzugehen, zugespielt" unterstreicht Sandro Magister " etwas außerordentlich Anspruchsvolles, so sehr, daß er sich nicht mehr stark genug fühlte, um das tun zu können."


Dienstag, 28. März 2017

Der Malteser Orden und das Geheimnis der 30 Millionen Schweizer Franken

Nachdem sich Sandro Magister bei Settimo Cielo der causa Malteser Orden & die 30 Millionen Schweizer Franken angenommen hat, ist die Sache virtuell wieder ins Rollen gekommen.
Zunächst stellte Eugenio A.di Robbiato, Kommunikationshef des Ordens in einem an den Vaticanista gerichteten Brief, die Dinge aus offizieller Sicht des Ordens richtig- dem folgte jetzt eine weitere Richtigstellung aus wohlinformierter Quelle- wie Magister glaubhaft versichert- die, was heute in Rom eher die Regel ist, anonym bleiben möchte, ihm aber wohlbekannt ist.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"MALTESER RITTER.  DIE DOPPELTE WAHRHEIT ÜBER DIE 30 MILLIONEN SCHWEIZER FRANKEN"

"Die Antwort von Eugenio Airoldi di Robbiate, Direktor des Pressebüros des Malteser-Ordens- zu dem was am 23. März von Settimo Cielo über das "Geheimnis der 30 Millionen Schweizer Franken" veröffentlicht wurde, ist von anderen Malteser-Rittern nicht stillschweigend hingenommen worden, die der Geistesarbeit des früheren Großmeisters Fra´ Matthew Festing, näher stehen, der am 24. Januar von Papst Franziskus persönlich gezwungen wurde, seinen Rücktritt einzureichen.

Hier nun, was von einer in den Ordensbelangen sehr gut informierten Person in einem an Informationen reichen Brief geschrieben wird, der seinerseits dem widerspricht, was der offizielle Sprecher des Ordens behauptete und das korrigiert oder vervollständigt.



  "Lieber Magister,
Manchmal machen sogar die, die für die Außenkommunikation großer Organisationen verantwortlich sind, Fehler oder ungenaue Angaben. Da gibt es auch keine Ausnahme von der Regel für den Malteser Orden, was kürzlich zu großer Verwirrung führte, besonders bzgl. des New-Zealand CPVG-Trusts mit seinem Schweizer Treuhänder, dessen Existenz zuerst geleugnet wurde, und dem dann eine große Verwirrung über die rechtlichen Umstände folgte, die zu einer Konfrontation zwischen dem Orden und dem Trust führte.

Zur jüngsten Stellungnahme des Ordens muss es einige Klarstellungen geben, um seine Inhalte zu korrigieren oder ihnen zu widersprechen.

Albrecht Freiherr von Boeselager wurde nicht als gewähltes Mitglied des Souveränen Ordensrates abgesetzt, sondern weil gegen ihn ein Disziplinarverfahren eröffnet worden war. Dieser Umstand führte zu seiner Suspendierung als Ordensmitglied und deshalb zu seiner automatischen Disqualifizierung für den Posten des Großkanzlers.

Die ganze Prozedur war juristisch vom Generalanwalt des Ordens geprüft worden, der sie als rechtens beurteilte.
Über alle Begleitumstände wurde auf der Website des Ordens berichtet, was dann später wieder zurückgenommen wurde.
Der Großmeister hatte eine Kopie des Briefes beigefügt, der am 14. Januar an zahlreiche mit dem Orden verbundene Persönlichkeiten geschickt wurde.
In den vergangenen 15 Jahren waren 2 Mitglieder des Souveränen Rates zurückgetreten, beides Italiener, auf Bitten des Großmeisters.

Der Großmeister erfuhr - wie im 2015 verfaßten Report des Ethik-Komitees des Ordens berichtet wird - von der Verteilung von Kondomen und Abtreibungsmedikamenten in der Zeit von 2004 bis 2014, (die dann 2015 wiederaufgenommen wurde) durch Malteser International Ende 2014, nach einem Treffen mit dem Hospitalier in Hongkong.
Nach der Einrichtung eines Ethik-Komitees und der Veröffentlichung des Berichts (zu Beginn von 2016) erbat der Großmeister eine Stellungnahme von Kardinal Müller von der Glaubenskongregation (am 12. März 2016), nach der er begann von Boeselager unter Druck zu setzen.
Deshalb gab es vor Ende 2014 keine Diskussion in Anwesenheit des Großmeisters oder des Souveränen Rates über die Verteilung von Empfängnisverhütungs- und Abtreibungsmitteln - wie ebenfalls durch einen Brief des Großmeisters vom 8.April 2016 bestätigt wird.


warum zeigt sich Gott nicht?

In der Antwort auf diese Frage sind schon mehrere Bibliotheken voll geschrieben worden und wahrscheinlich schon ganze Meere voller verzweifelter Tränen geweint worden und deshalb kann auch ich sie nicht beantworten.
Was man aber feststellen muss, ist, dass Gott den Seinen nichts erspart, keinen Irrtum und keine Sünde, und schon gar nicht die Folgen davon.
Was man aber auch feststellen muss, ist dass Gott zwar nichts verhindert, nicht eingreift, aber immer da ist.
Das ist wohl eines der Geheimnisse des Kreuzes, das  Gott ermöglicht hat in allen unseren Dunkelheiten, gar Finsternissen da zu sein.

Auch früher schrieben Kardinäle Briefe an Päpste...

Einen solchen Fall aus dem 14. Jahrhundert hat sich Father Hunwicke ausgesucht, um in der Kirchengeschichte vielleicht einen Präzedenzfall für die immer noch unbeantworteten Dubia zu finden. In diesem Fall allerdings kann man nur hoffen, daß die causa dubia einen anderen Verlauf nimmt.
Hier geht´s zum Original bei liturgicalnotes:  klicken

"DIE FORMALE KORREKTUR EINES RÖMISCHEN PONTIFEX ..UND IHRE GEFAHREN"...(1)
Eine der größten Zierden dieser sehr bescheidenen Universität war Kardinal Dom Adam Easton, bedeutender Lehrer Griechisch- und Hebräischlehrer, bedeutender Kirchenrechtler, internationaler Diplomat, Arbeiter für die Einheit der Kirche, geistlicher Direktor.....

1381 wurde er von Papst Urban VI zum Kardinal-Priester gemacht. Seine Probleme begannen, als dieser Papst 1384 seine Kurie nach Nocera (Umbrien) verlegte.
Bald darauf schrieben 5 Kardinäle, unter ihnen Easton, einen Brief an Urban, in dem sie gegen seine Grausamkeit und seine Herrschsucht protestierten,
Das führte zu ihrer Gefangennahme im Castello von Nocera und ihrer täglichen Folter unter der persönlichen Aufsicht des Hl. Vaters.
Irgendwann um Weihnachten und Neujahr 1385/86 herum wurden vier der (jetzt degradierten) Kardinäle und ein weiterer Kardinal, der unter Verdacht geraten war, in Genua hingerichtet.
Easton überlebte wegen der persönlichen Intervention König Richards II.
Während des folgenden Pontifikates, dem von Bonifaz IX, wurde Easton  in Gnaden und in die Kardinalswürde wieder aufgenommen.

Man sagt, er habe bei der Einführung des Festes Mariae Heimsuchung in der Universalen Kirche seine Hand im Spiel gehabt- als ein Akt der Fürbitte für die Einigkeit der Kirche. (Das Verhalten Papst Urbans VI hatte zum Großen Westlichen Schisma geführt....das ist etwas , was passieren kann, wenn man ein wirres, zutiefst dyfunktionales Pontifikat hat....)

Später mehr zu Kardinal Easton,  Mann für unsere Tage

Quelle: liturgicalnotes, Father John Hunwicke


Montag, 27. März 2017

Ein Benediktiner-Mönch stellt den Mauer-Brücken-Slogans des Papstes das Bild von der Tür entgegen

Sandro Magister hat dem Benediktiner-Mönch Giulio Meriattini bei Settimo Cielo einen Platz für seinen Kommentar zu den päpstlichen Slogans von Mauern & Brücken und Flüchtlingen eingeräumt.
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"WEDER MAUERN NOCH BRÜCKEN FÜR MIGRANTEN; SONDERN TÜREN  ZUM ÖFFNEN UND SCHLIESSEN. MIT DIFFERENZIERUNG"

"Es ist die größte Tragödie seit dem Zweiten Weltkrieg" so definierte Papst Franziskus vor einigen Tagen das Migrationsphänomen, das seinem Herzen sehr nahe steht und das er nonstop kommentiert.

"Willkommen" ist sein Dogma, wenn auch in Proportion zu den Kapazitäten jedes Landes, die Neuankömmlinge zu integrieren. Und "keine Mauern sondern Brücken" ist die Parole, die er oft als Ermahnung für die  Kirche und die Staaten wiederholt.

Aber wie viel ist dieses Bild wert, so suggestiv es auch ist?
Giulio Meriattini aus dem Benediktiner-Orden behauptet, daß das Bild einer Tür passender wäre, um besser auszudrücken, was bezüglich der Migranten getan werden sollte.

Er hat seine Überlegungen in der letzten Ausgabe des Magazins "La Scala" veröffentlicht, das vierteljährlich zum Thema Spiritualität in der Abtei La Madonna della Scala in Noci erscheint, zu der er gehört.

Dom Meiattini ist auch Professor an der Theologischen Fakultät von Apulien und am Päpstlichen Athenäum Sant´Anselmo in Rom.
Leser von Settimo Cielo werden sich an ihn wegen seiner kritischen Analyse des ersten der vier Postulate erinnert, die wie er sagt Papst Franziskus als Inspiration nutzt, nach dem "Zeit größer als Raum ist."

"Auch Bergoglio Hat Seine Nichtverhandelbaren Prinzipien"

Hier ein Ausschnitt aus seinem Artikel in "La Scala", der im Original dreimal länger ist.

"WIR BRAUCHEN TÜREN! ZUM THEMA WILLKOMMEN"
von Giulio Meiattini, OSB

1. Eine falsche Alternative

Es ist zum Refrain geworden :"Keine Mauern sondern Brücken!" , das klingt als Slogan gut und es drückt effektvoll eine gesunde Reaktion auf exzessive Abwehrinstinkte aus, die drohen Selbstsucht und Indifferenz zu verdecken. Aber mein Eindruck ist, daß das Umschalten von Mauern auf Brücken die Vermeidung eines Exzesses ist, während man in einen anderen verfällt.

Um die Welt zu bewohnen, hat der Mensch zuerst die Notwendigkeit gefühlt ein "Heim" zu haben. Jetzt wird dieses Heim mit Mauern gebaut -aber auch mit Türen.
Durch die Tür kann man ein-und ausgehen. Es ist durch die Tür, daß ein Fremder oder ein Gast hindurchgehen kann, vorausgesetzt, daß er um Erlaubnis bittet und diese gewährt wird, oder daß er willkommenheißend eingeladen wird. 
Die Tür in einem Heim ist das Symbol für Diskretion und deshalb für Unterscheidung, wie wir das Biblische Buch Kohelet paraphrasieren könnten.


Das deutsche Rom - München leuchtet manchmal heller

Ricardo Cascioli beschreibt es im unteren Artikel sehr treffend:

Päpste kommen und gehen, Bischöfe kommen und gehen, aber wir bleiben katholisch.
Das konnten wir an diesem strahlenden Wochenende in München wieder wunderbar erleben.
"Maria Verkündigung" war ein Fest wie Weihnachten - nur ohne Bäume. Unsere Kirche war fast so voll, wie am heiligen Abend und dem entsprechend feierlich wurde die Heilige Messe gefeiert. Die Feste der Patrona Bavariae sind eben immer etwas ganz besonderes und der Dank für den Schutz und die Hilfe unserer Gottesmutter lässt die Menschen in die Kirchen strömen.

Die Papsteuphorie ist nach dem Rücktritt Benedikts verflogen und so gehen die Katholiken in Bayern wieder ihrem Glaubensleben nach. Modernisten? Ja, die gibt's auch. Die gehen selten in die Kirche, aber helfen bei der Caritas, oder machen Politik bei Diözesanversammlungen, wo sie die über die neuesten Seventies-Rezepte diskutieren, von denen sie glauben, die seien die richtigen für die "neue Zeit".
Zumindest liest man das hin und wieder mal in den Medien. Aber die fühlen sich auf der protestantischen Seite ganz wohl.

Frauenförderung sehen wir z.B. ganz anders. Und es ist so erfreulich, dass es so viele marianische Vereinigungen gibt, die durch die Kraft des Gebetes zusammengeführt werden und die Traditionen für Prozessionen und Bittgänge aufrechterhalten.  Und vor allem, dass es in einer Großstadt wie München selbstverständlich ist, diese katholische Tradition aufrecht zu erhalten.
So durfte ich am Sonntag zum ersten Mal eine solche Prozession mitfeiern. Und es war ganz großartig.

Mariensaeule oberer Teil
Maria Patrona Bavariae.
Zu Füßen unserer Patrona Bavariae auf dem Marienplatz in München, beteten wir zuerst den "Freudenreichen Rosenkranz". Zunächst beäugt oder bestaunt von den vorbeilaufenden Touristen oder stadtbummelnden Einheimischen. Und man konnte sehen, die Menschen gingen vorbei, kamen zurück, blieben stehen und beteten mit. Schnell waren die Sitzplätze weg und viele mussten stehen. Aber sie blieben - und beteten mit. Nach dem Rosenkranzgebet hörten wir noch eine Ansprache des Vorsitzenden der Vereinigung "Patrona Bavariae" und einen längeren Vortrag eines Priesters, der uns Maria zum Vorbild nahelegte, in Sachen Gottvertrauen, Glauben und auch Mission. Genau. Mission. Ein wunderbarer Text an den sich die Fürbitten anschlossen. Wir beteten für unsere Kirche, für das Land und die Stadt für die Familien und unsere Kinder und trugen alle unsere Anliegen durch Maria zu ihrem Sohn.
Inzwischen war auch die Blasmusik startklar und so zogen wir singend und betend hinter den Bildern der Gottesmutter und einer von Männern getragenen Statue unserer Patrona Bavariae vom Marienplatz zur Residenz. Auf unserem Weg durch die Altstadt passierten wir den Max-Josef-Platz, wo zur gleichen Zeit eine Demo pro Europa stattfand. Und wir haben uns darüber gefreut, dass so viele Menschen die Europafahne in ihren Händen hielten, von der die wenigsten um die Symbolik dieses Kranzes mit den 12 Sternen wissen:

Kardinal Burke hofft immer noch auf eine Antwort

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae ein Gespräch, das Kardinal Burke in einer Pfarrgemeinde in Springfield, Virgina führte
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"BURKE: ICH HOFFE NOCH, DASS DER PAPST AUF DIE DUBIA ANTWORTET. DIE VERWIRRUNG IST SCHÄDLICH FÜR DIE KIRCHE: WIR WERDEN INSISTIEREN."

Am Abend des 24. März hat Kardinal R.Burke in der Gemeinde von St. Raymond von Penaford in Springfield, Virginia einige Fragen zu den Dubia der vier Kardinäle beantwortet und zur möglichen formalen Korrektur, die ein eventuelles Ausbleiben der Antwort seitens des Pontifex nötig machen könnte.

Der Gemeindepfarrer von Saint Raymond, Pater John De Celles, hat dem Kardinal einige Fragen gestellt. Hier einige Ausschnitte aus der Unterhaltung.

De Celles:
"Es gibt viele Stimmen, die um die Dubia kreisen...Wissen Sie ob es vom Hl. Vater oder der Glaubenskongregation eine Antwort auf die Dubia geben wird?"

Kard. Burke:
"Ich hoffe ernsthaft, daß es sie gibt, weil es fundamentale Fragen sind, die ehrlich durch den Text der postsynodalen Exhortation "Amoris Laetitia" entstanden sind. Und solange es keine Antwort gibt, werden diese Fragen sich weiter ausbreiten und eine für die Kirche sehr schädliche Verwirrung, es ist eine der fundamentalen Fragen, die die Wahrheit betrifft, nach der es Dinge gibt, die immer und überall falsch sind, -die wir als in sich schlechte Handlungen bezeichnen. und so werden wir Kardinäle weiterhin darauf bestehen, eine Antwort auf diese ernsten Fragen zu hören."

Kardinal Burke hat den Gedanken zurückgewiesen, daß die Dubia respektlos und arrogant seien, er erinnert daran, daß es sich um ein traditionelles System handelt, den Papst um Klarheit über die immerwährende Lehre der Kirche zu ersuchen. Und dann erklärt er, warum die Dubia öffentlich ausgedrückt wurden, nachdem man von der Glaubenskongregation erfahren hatte, daß es keine Antwort geben werde.

"Wir haben es für notwendig erachtet, sie öffentlich zu machen, weil so viele Gläubige zu uns kommen und uns diese Fragen stellen und sagen, was ist daran schlecht, wir haben diese Fragen und es sieht so aus, als ob keiner der Kardinäle, die die große Verantwortung haben, dem Papst zu assistieren, sich diese Fragen stellt, und dann haben wir sie veröffentlicht und auch das haben wir mit großem Respekt getan."

De Celles:
"Wenn es keine Antwort gibt, was werden Sie vier Kardinäle antworten?"

Burke:
"Dann werden wir die Situation einfach korrigieren , erneut auf respektvolle Weise, und das ist einfach - die Antwort aus der immerwährenden Lehre der Kirche ableiten und sie für das Wohl der Seelen bekannt machen."

Der amerikanische Kardinal hat keinerlei Hinweis auf den Zeitablauf dieser eventuellen Korrektur der postsynodalen Exhortation gegeben. Und außerdem hat er über eine Korrektur im Allgemeinen gesprochen und nicht von einer direkt an den Pontifex gerichteten Korrektur. Amoris Laetitia steht kurz vor Vollendung ihres 1. Lebensjahres sie wurde im April 2016  veröffentlicht. Und sofort haben die Bischofskonferenzen und die Bischöfe Erklärungen abgegeben, die sich auf sich widersprechenden Linien bzgl. der Anwendung des Dokumentes bewegen und so den Zustand der Verwirrung unterhalten."

Hier das Video:

     

Quelle: Stilum Curiae, Marco Tosatti 

Sonntag, 26. März 2017

Manfred Lütz über Eugen Drewermann und seine psychischen Probleme

Manfred Lütz spricht bei domradio über Eugen Drewermann,dem vor 25 Jahren die Lehrerlaubnis und Predigtbefugnis entzogen wurde. Lütz geht mit den psychologischen Kenntnissen des Herrn Drewermann, auf die seine medialen Jünger immer so abhoben, sehr kritisch um...

Hier geht´s zum Original mit dem Titel: "Ein tragischer Clinch"    klicken

Er beginnt so: 

" Ich habe damals das Klerikerbuch gelesen, weil es ja sozusagen um eine Psychoanalyse der Kleriker ging, und war so entsetzt über die fachlichen Fehler, die da drin standen, dass ich zunächst mal Eugen Drewermann privat geschrieben habe und ihn um ein Gespräch gebeten habe. Das hat dann irgendwann nach einigen Komplikationen auch in seiner Wohnung stattgefunden, weil ich erst mit ihm reden wollte, bevor ich über ihn rede. Aber es war eigentlich ein Dialog gar nicht möglich, weil er völlig an seine Begrifflichkeiten gebunden war und so eine absolute Sicht von seiner Meinung hatte, dass das überhaupt nicht veränderbar war. Es gibt eine Stelle im Klerikerbuch, da hat er offensichtlich eine endomorph-depressive Frau psychoanalysiert und das ist lebensgefährlich, wie wir Fachleute wissen. Und die hat sich nachher  umgebracht und das hat er der Mutter vorgeworfen - die hatte eine Mutterproblematik gehabt. Und das fand ich richtig gefährlich. Ich habe das auch anderen Kollegen gezeigt und deswegen versucht, mit ihm darüber zu sprechen, weil er ja noch nicht mal eine abgeschlossene Ausbildung hat."

Quelle: domradio. de

über die Wahrheit

früher sagte ich immer:
Selbst wenn irgendwann einmal nur noch drei alte rosenkranzbetende Weiber und der Papst übrig sind, ist das kein Zeichen dafür, dass irgendwas an der Lehre falsch ist.
Heute bin ich mir beim Papst nicht mehr so sicher.
Aber es stimmt immer noch.
Selbst wenn niemand mehr übrig ist, ist das kein Hinweis darauf, dass irgendwas verkehrt ist am Katholischen.

Musik zum Sonntag

Joseph Haydn, Trio in G-Dur, 3. Satz "all´ Ongarese"

        

Heute vor 40 Jahren ....

... bekam die Erzdiözese München und Freising einen neuen Erzbischof:
Am 26. März 1977 wurde Joseph Ratzinger zum neuen Erzbischof ernannt.

MK-Online macht uns aber zu diesem Termin eine besondere Freude:
Es gibt einen Bericht mit der Zusammenfassung des damaligen Interviews und eine schöne Bildergalerie dazu.

Besonders bemerkenswert ist die Stelle, in der Professor Ratzinger vom Besuch des Nuntius erzählt:

"Ratzinger erzählte von dem für ihn völlig überraschenden Besuch des Nuntius. Er sei fest davon überzeugt gewesen, dass es ihn nicht treffe. Das aber hinderte den damals 49-Jährigen nicht daran, schon am Tag nach der Ernennung laut über seinen Wappenspruch nachzudenken. Schon damals war ihm klar, dass es „cooperatores veritatis“ (Mitarbeiter der Wahrheit) werden würde. Auch als Bischof sei er nur ein „cooperator“, ein Mitarbeiter. „Nicht ein Chef, sondern ein Mitwirkender im Ganzen.“ 

Das liest sich fast so, wie die Beschreibung seiner Wahl am 19. April 2005 - dieser Tag muss dann wohl ein echtes Deja vu für den Kardinal gewesen sein.

Ein ganz besonderes Geschenk, ist das dort verlinkte pdf mit dem kompletten Interview und weiteren Artikeln aus der Münchner Kirchenzeitung vom 3. April 1977 - besonders interessant die Pressestimmen dazu .... ein Genuss zum Lesen und eine echte Freude obendrein.
Damals hatten die Münchner ein großes Glück mit ihrem Erzbischof  ... und ich kann mich erinnern als ich nach München kam, war er eine echte Respektsperson. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, ihn so anzugreifen, wie wir es während seines Pontifikats erleben mussten.

Und wir können in beiden Fällen zumindest für unsere Zeit bemerken: es kam nichts besseres nach!

Gestern in Mailand. Was noch gesagt werden mußte....

der päpstliche Besuch in der Diözese des Hl. Ambrosius- in der heruntergekommenen mainstream-Presse auf die Benutzung eines Dixi-Klos reduziert- hat den Chefredakteur von La Nuova Bussola Quotidiana, Riccardo Cascioli  zu einem lesenswerten Kommentar veranlaßt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

      "MIT PETRUS GEGEN DIE PAPISTEN""Auch ich war gestern bei der Messe mit Papst Franziskus im Monza-Park. Und viele andere Mitarbeiter von La Nuova Bussola, die in der Diözese Mailand wohnen. Das Motiv ist ein einfaches. Kardinal Angelo Scola hat in seinem Schluss-Gruß daran erinnert-und dabei den Hl. Ambrosius zitiert: "Wo Petrus ist, ist die Kirche" um dann mit dem Zitat fortzufahren "Wo die Kirche ist, da ist nicht der Tod sondern das ewige Leben."

Zu einer Begegnung mit dem Papst zu gehen, bedeutet auch, diese Realität anzuerkennen und zu bestätigen, die unsere Identität begründet. Der ganze Rest- Sympathie oder Antipathie, Übereinstimmung oder Bestürzung etc. -kommt erst danach, auf einer anderen Ebene, man kann diese Grundtatsache nicht diskutieren.
Das gilt für jeden Nachfolger Petri: es ist die Garantie der objektiven Zugehörigkeit zum Leib Christi.
Sich gestern im Park von Monza zu befinden- wie es schon im Nordpark in Bresso mit Benedikt XVI und mit dem Hl. Johannes Paul II war - war eine Erfahrung von wirklicher Kirche.
Dieses Volk, das gestern in Monza anwesend war, ist das selbe wie es 2012 in Bresso mit Papst Benedikt XVI und bei den beiden Besuchen (1983 und 1984) des Hl. Johannes Paul II war. Es ist ein Volk, das sich um jeden Nachfolger Petri schart, weil es - ohne die Theologie zu debattieren - weiß, daß die Kirche nicht die von Franziskus ist noch irgendeines anderen: es ist die Kirche Christi - und das genügt.

Warum sage ich das? Weil es deprimierend ist, in diesen Tagen (und nicht nur) die Kommentare in den Zeitungen und den sozialen Netzwerken zu lesen, wo sich vor allem bemüht wird, die Lager für und gegen Papst Franziskus für immer zu trennen. Und dieses Spiel wird auch von bekannten "Unterschriften", erfolgreichen Karrieristen, interessierten Ideologen, Personen auf der Suche nach einer neuen Jungfräulichkeit und einfachen "A...leckern" (Papst Franziskus nennt sie argentinisch "Sockenlecker") betrieben.
Alle ängstlich bedacht, sich zu zeigen, sich im "richtigen Lager" sehen zu lassen, eifernd bemüht, zu zeigen, wer die Feinde des Papstes sind, wer "gegen" ihn ist, wer vor der Tür gelassen werden muß (inzwischen sagen sie, daß sie die Mauern abreissen).
Sie behandeln die Kirche als sei sie eine Partei, sie zwingen ein Regime auf: jede Frage, jede Bestürzung wird erstickt und im Namen des Gehorsams gegenüber dem Papst geleugnet, indem sie den Nachfolger Petri auf die Ebene irgendeines Tyrannen herabziehen, der in seinem Reich Gutes und Böses tun kann und die Macht über Leben und Tod seiner Untertanen hat.

Wir sind mit Petrus. Immer. Aber besonders deswegen fühlen wir uns frei, zu fragen, unsere Bestürzung auszudrücken, Klarheit zu Fragen, die für unseren Glauben und die Kirche fundamental sind, zu suchen, sowie zu Meinungsfragen Urteile zu formulieren. Den Rest schreiben der Katechismus und der Kodex des Kanonischen Rechts vor."

Quelle: R. Cascioli, LNBQ

Samstag, 25. März 2017

Ecce Virgo concipiet .....

           

            

Kardinal Arinze oder ein Löwe im Winter

John Allen hat für Crux den nigerianischen Kardinal F. Arinze interviewt.
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"KARDINAL ARINZE : NACH AFRIKANISCHEM STANDARD BIN ICH NICHT KONSERVATIV,  DA BIN ICH NORMAL"

Der Nigerianische Kardinal Francis Arinze - emeritierter Präfekt der Liturgie-& Sakramenten-Kongregation- nach der Abschlussmesse der Bischofssynode zur Familie im Vatican am 25. Oktober 2015

Vom 22.-25. März fand in der Universität von Nôtre Dame, veranstaltet im Global-Gateway-Center, eine Konferenz über die Afrikanische Theologie statt. Einer der Gäste war der Nigerianische Kardinal Francis Arinze, früheres Oberhaupt der Liturgiekongregation.