Mittwoch, 23. August 2017

Schönes für die Ohren....

           

           

Antonio Socci oder die Absurdität der päpstlichen Äußerung zum ius soli,


und er widerspricht massiv dem Versuch des Pontifex, die Enzyklika in seinem eigenen, südamerikanisch-ideologischen Sinn umzuinterpretieren. (Nicht, daß da auch eine Sonderkommission zur Neuinterpretation...)
Hier geht´s zum Original bei LoStraniero:   klicken


"BENEDIKT XVI HAT DAS, WAS BERGOGLIO IHM ÜBER MASSENIMMIGRATION IM GEGENSATZ ZUR VERTEIDIGUNG DER KULTURELL-RELIGIÖSEN IDENTITÄT ITALIENS ZUSCHREIBT,  NICHT GESAGT"

Die Botschaft Bergoglios zur  Massenimmigration- die droht zum politischen Manifest einer Art "Invasions-Partei" zu werden, ist ein äußerst schwerwiegender Ausrutscher des Hl. Stuhls und ist aller Wahrscheinlichkeit von Bergoglio beabsichtigt- auch im Kampf gegen die jüngste "Korrektur" die das Staatssekretariat an seiner obsessiven Migrationspredigt gemacht hat. 

Die sehr ideologische Äußerung-die vor allem in ihrer oberflächlichen Demagogie der südamerikanischen Linken angehört- exponiert im politischen Kampf die Person des Papstes direkt  als einen ""Papstkönig" des  19. Jahrhunderts- mischt er sich in die Entscheidungen der Parlamente der Staaten zu komplexen Problemen ein.
Auf besonders übertriebene Weise mischt er sich auch in die inneren Angelegenheiten Italiens ein.
Nicht zufällig hat er gestern fünf Monate im voraus diesen Text verkündet- ein präzedenzloser Fall: um die italienische Debatte über das ius soli zu beeinflussen ebenso wie die europäische und amerikanische.

Es ist leicht Bergoglio zu antworten: er ist der absolute Souverän eines Staates,in den keine Migranten kommen und in dem man die Staatsbürgerschaft weder durch das Ius soli noch durch durch das Ius culturae erwerben kann. Daher versteht man nicht, warum er das ius soli einen fremden Staat, wie dem Italienischen, aufzwingen will. Oder anderen Staaten. Er soll es auf den Staat anwenden, in dem er die absolute Macht innehat.

Was die generelle Absurdität dieses Bergoglio-Textes (zum x-ten mal außerhalb der Soziallehre der Kirche) angeht, spricht das, was man in Marco Tosattis blog (hier) und im Artikel von Stefano Fontana in "La Nuova Bussola Quotidiana" liest, Bände. (hier)

Ich beschränke mich auf etwas anderes. Bergoglio- wie immer wenn er versucht, bestimmten seiner unwahrscheinlicher Thesen Legitimität zu verleihen- hat er in seiner Botschaft die Enzyklika "Caritas in Veritate" von Benedikt XVI aufgerufen, um die "persönliche Sicherheit" der "Nationalen Sicherheit" gegenüber zu stellen und zu behaupten, daß erstere immer vor der zweiten stehe. 

Er schreibt wörtlich: "Das Prinzip der Zentralität der menschlichen Person- 
verpflichtet uns, die persönliche Sicherheit immer über die nationale zu stellen."

In diesem Artikel (hier) zeigt Luigi Amicone , daß es in der Enzyklika Benedikts XVI keine Passage gibt, die etwas derartiges sagt.

Also. In der aufgerufenen Passage schreibt Benedikt XVI  etwas ganz anderes;
"Wir können sagen, daß wir vor einem sozialen Phänomen epochaler Natur stehen, die eine starke und vorausschauende Politik internationaler Zusammenarbeit erfordert, um das adäquat anzugehen.
Eine solche Politik muß durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Ländern, aus denen die Migranten aufbrechen und den Ländern, in denen sie ankommen, entwickelt werden. Sie muß durch eine entsprechende internationale Gesetzgebung begleitet werden, um die verschiedenen Gesetzesstrukturen zu harmonisieren, mit dem Ziel, die Bedürfnisse und Rechte der Personen und Familien der Emigranten zu schützen und gleichzeitig die ihrer Herkunftsgesellschaften

Amicome kommentiert: "Man kann deutlich verstehen, daß man bei Benedikt XVI  keinerlei Gegensatz zwischen den Migranten und der Aufnahmegesellschaft für diese Migranten findet. Im Gegenteil.
Er erinnert an die "Perspektive sowohl die Bedürfnisse und Rechte der emigrierten Personen und Familien zu schützen als auch gleichzeitig die der Gesellschaften, die diese Migranten aufnehmen."


Fundstück

Gefunden haben wir es bei ilblogdiraffaella -grazie tanto!-   klicken

Bei seinem Besuch in Sulmona am 4.Juli 2010 sprach Papst Benedikt XVI auf der Piazza Garibaldi über den Hl. Papst Coelestin V, der in der inneren Stille, die Stimme Gottes hören konnte.


       

Hier geht´s zum deutschen Gesamttext der Predigt  klicken 

und ein kleiner Ausschnitt, der uns in Zeiten eines wirren Pontifkates daran erinnert, worum es im Katholizismus wirklich geht:

"....800 Jahre sind seit der Geburt des Hl. Pietro Coelestin V vergangen, doch aufgrund der bekannten Wechselfälle seiner Zeit und seines Pontifikats sowie vor allem wegen seiner Heiligkeit bleibt er in der Geschichte. Die Heiligkeit nämlich verliert nie ihre Anziehungskraft, sie gerät nie in Vergessenheit, sie kommt nie aus der Mode, im Gegenteil: Mit der Zeit glänzt sie in immer hellerem Licht und bringt so das immerwährende Streben des Menschen nach Gott zum Ausdruck. Dem Leben des hl. Pietro Coelestin möchte ich nunmehr einige Lehren entnehmen, die auch für unsere Tage Geltung besitzen." ....


Ius soli.....

rorate caeli hat ein Interview von Dr. Alessandro Meluzzi für Intelligonews zu den neuen Forderungen des Papstes zum Migrationsproblem bei stilum curiae veröffentlicht. Der nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht Klartext.
Hier geht´s zum Original:   klicken


"DER PAPST UND DAS IUS SOLI: ER WIRD SICH VOR DER GESCHICHTE UND VOR GOTT VERANTWORTEN MÜSSEN."
Der Papst und das Ius soli: politische Einmischung- Franzikus wird sich vor der Geschichte und vor Gott verantworten müssen.

Ein Standpunkt, der unausweichlich viele Debatten uslösen wird. In seiner Botschaft zum Welttag der Immigranten und Flüchtlinge, der am kommenden 14. Januar begangen werden wird, hat Papst Franziskus hat sich ausdrücklich zum Ius soli bekannt: "Im Augenblick der Geburt, Nationalität und regulärer Zugang zu Grund-und Weiterbildung sollte anerkannt und zertifiziert werden"
Bergoglio hat auch seine Unterstützung für das ius culturae insofern gezeigt, daß er die Anerkennung des Rechtes auf weiterführende Bildung im Gastland fordert.

Der Psychiater Dr. Alessandro Meluzzi hat in einem Interview mit Intelligonews das, was der Papst gesagt hat, hart kritisiert:

"Was denken Sie vom Appell des Papstes zugunsten des ius soli?"

"Ich denke, der Papst sollte über das ius soli in Vatican-Stadt sprechen. Dort könnte er Pässe an alle Menschen verteilen, weil es ein souveräner Staat. Im Gegenteil- im Hinblick auf die Staatsbügerschaft der Italienischen Republik finde ich eine unpassende und sehr ernste Einmischung seti dem Gesetze der Päpstlichen Garantien (1877).

"Warum?

"Es ist schwer zu verstehen, warum das Staatsoberhaupt der Gast ist auf Italienischem Territorium  eine Meinung zum Ius Soli in Italien äußern sollte. Er könnte das selbe  über ius soli in Frankeich, Spanien oder irgendeinem anderen Land, in dem die Katholische Kirche präsent ist. Auf jeden Fall, ist das Ius soli eine Monstrosität in der Zeit der unterschiedslosen, gewalttätigen und gefährlichen Afro-Islamischen Invasion. Über den spezifischen Inhalt hinaus, der zu nie-enden- wollenden Probleme führen würde, es wäre ein weiterer Anreiz für Millionen von Menschen unkontrolliert nach Italien zu kommen. Deshalb ist es falsch, gefährlich, illegitim und würde zu fatalen Konsequenzen führen in einer Situation eines bereits außer Kontrolle geratenen demographischen Drucks."

Zu anderen Fragen, wie der Zivilehe, hat der Papst gesagt: "Ich werde mich nicht einmischen". Wie erklären Sie diesen Wechsel?"

"Bergoglio interessiert sich nicht für Ratzingers seogenannte nichtverhandelbare Prinzipien. Hier beziehe ich mich auf das Gender-Thema, Familie und Abtreibung, die er als "sehr verhandelbare" Fragen betrachtet; statt dessen stehen die großen linken Globalisten  wie Soros im Zentrum seines Pontifikates. Das einzige Ergebnis wird die Islmisierung Europas und Italiens sein. Ich denke nicht, daß das eine gute Idee für einen Papst ist. Er wir sich dafür vor der Geschichte und mehr als wahrscheinlich vor Gott verantworten müssen."


Quelle: rorate caeli, intelligonews, Dr. A. Meluzzi

Dienstag, 22. August 2017

Tweet zum Tage

Ein kleines Wortspiel um Big Ben, die traditionsreiche Glocke von Westminster, die zur Zeit - seit 12:00 wegen Restaurationsarbeiten am Turm schweigt......und einen anderen großen Ben.

Schönes für die Ohren.....

 G.F. Händel: "Agrippina"  Philippe Jaroussky singt - begleitet von der Grande Ecurie du Roy- die Arie des Nero.
Wenn Einzeltäter-Fahrzeuge unsere Kultur & Tradition vernichten wollen- wir pflegen sie...

             

Maria - Königin des Himmels!

Grüßen wir heute Maria, unsere Himmelskönigin.

Und an diesem Festtag mit einem besonderen "Salve Regina"


Kardinal Brandmüller: aus der Geschichte lernen.....oder soll der Papst ein öffentliches Glaubensbekenntnis ablegen?

Marco Tosatti kommentiert in Stilum Curiae einen Beitrag von Kardinal Walter Brandmüller
bei OnePeterFive zur Tradition daß neu gewählte Päpste ein öffentliches Glaubensbekenntnis ablegten. Hier geht´s zum Original: klicken  Lesen!

"BRANDMÜLLER: VIELLEICHT WÄRE EIN NEUES GLAUBENSBEKENNTNIS SEITENS DES PONTIFEX´ OPPORTUN"

"Ist es nötig, daß der Papst ein Glaubensbekenntnis ablegt, wie es in alten Zeiten üblich war?
Kardinal Brandmüller macht verständlich, warum das nützlich wäre.
Kardinal Walter Brandmüller, früherer Präsident des Päpstlichen Komitées für Historische Wissenschaften, einer der vier Purpurträger, die die an den Papst gerichteten Dubia unterschrieben haben, hat in einem langen Artikel mit historischem Charakter, der in der Augustausgabe der "Neuen Ordnung" erschienen ist, an die viele Jahrhunderte erhaltene Sitte seitens der Päpste erinnert, das Festhalten an den Dogmen des Glaubens zu bezeugen.
Und er macht auf transparente Weise verständlich, daß es nützlich wäre, würde der regierende Pontifex diesem Beispiel folgen.
Titel des Artikels ist: "Der glaubende Papst: Lehrer der Gläubigen".
Der deutsche Purpurträger erinnert daran, daß Jesus Christus dem Hl. Petrus die Mission übertrug, der Felsen zu sein, auf dem die Kirche gegründet werden sollte, nachdem Petrus seinen Glauben bezeugt hatte. "Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes".
Der Kardinal erklärt, daß der Papst selbst, auch wenn er das Oberhaupt der Kirche ist - auch ihr Mitglied ist, und daß es als Konsequenz wichtig ist, daß die Kirche sicher sein kann, daß der Papst den authentischen Glauben bewahrt.

Der Purpurträger erinnert daran, daß diese Tradition auf das 5. Jahrhundert zurückgeht und vorsah, daß der neugewählte Papst seinen Glauben bekannte. Eine Tradition die im Lauf der Jahrhunderte und der Geschichte verschiedene Formen angenommen, sich aber erhalten hat.
Dokumente aus dem Hochmitelalter zeigen, daß die Päpste als Erstes nach der Wahl ein Glaubensbekenntnis ablegen mußten, das die Basis für die Einheit zwischen dem Papst und den Gläubigen der Kirche bildete.
In einem dieser Texte - aus dem7. Jahrhundert vielleicht - wurde es das "indiculum Pontificis" genannt, Brandmüller kommentiert das so:
"Es ist bemerkenswert, wie speziell und besonders im letzten Abschnitt des Textes die strikte Bewahrung dessen, was gegeben und überliefert ist, unterstrichen wird. Der Papst verspricht, die Gesetze und Dekrete unserer Päpste wie göttliche Gebote zu bewahren."

Fundstück I

"Alles" über das Mittelalter kann man hier erfahren:   klicken

"ALLES ÜBER DAS MITTELALTER
DAS MITTELALTER - EINE ÄRA ALS DAS EVANGELIUM DIE VÖLKER REGIERTE"

Montag, 21. August 2017

Benedikt XVI über den Hl. Pius X

Bei der Generalaudienz am 18. August 2010 in Castelgandolfo hat Papst Benedikt XVI den Gläubigen seinen Vorgänger, den Hl. Papst Pius X vorgestellt.
Hier geht´s zum Originaltext seiner Katechese:  klicken

(....)"Liebe Brüder und Schwestern, der hl. Pius X. lehrt uns alle, daß die Grundlage unseres apostolischen Wirkens in den verschiedenen Bereichen, in denen wir tätig sind, stets die innige persönliche Vereinigung mit Christus sein muß, die Tag für Tag gepflegt und vertieft werden muß. Das ist das Kernstück seiner ganzen Lehre, seines ganzen pastoralen Bemühens. Nur wenn wir in den Herrn verliebt sind, sind wir in der Lage, die Menschen zu Gott zu bringen, sie für seine barmherzige Liebe zu öffnen und so die Welt für die Barmherzigkeit Gottes zu öffnen." (....)

Quelle:  La Santa Sede, LEV

                                          Heiliger PiusX bitte für uns!

Sandro Magister: die Kritik am Pontifex mehrt sich.....

Sandro Magister dokumentiert und kommentiert bei Settimo Cielo die zunehmende Kritik am Pontifex -auch von außerhalb der Kirche .
Hier geht´s zum Original: klicken

"ZWEI SÄKULARE KRITIKEN AN BERGOGLIO. WEGEN MIGRATION UND POPULISMUS"

In diesem Monat August, sieht sich Papst Franziskus dem Widerspruch gegen zwei der am besten bekannten Punkte in seinen Predigten gegenüber. Und einer Opposition in einer ungewöhnlichen Form: weil die Kritiken nicht von innerhalb der Kirche kommen, sondern von außerhalb, von berufenen Stimmen der säkularen Meinung; und auch weil er in der Kontroverse nie ausdrücklich genannt wird, auch wenn offensichtlich ist, daß die Kritik auch auf ihn zielt.

Der erste Punkt betrifft das Migrations-Phänomen. In den vergangenen Tagen haben ein Spruch der italienischen Justiz und ein von einer gewissen Zahl Intellektueller der äußersten Linken unterschriebener Appell die Aufnahmezentren für Immigranten aus Libyen nach Italien mit Konzentrationslagern verglichen und die Verweigerung der unkontrollierten Aufnahme
mit einer Massenvernichtung - analog zu der der Juden durch die Nazis.

Diese Vergleiche sind nicht neu. Oftmals ist auf Worte wie Lager, Vernichtung, Holocaust zurückgegriffen worden, um die Behandlung der Immigranten durch die, die sie nicht bedingungslos aufnehmen wollen, zu denunzieren

Aber diesesmal ist die irrige Assoziation mit der Auslöschung der Juden - in Verbindung mit der gemeinsamen Entscheidung der Italienischen Regierung und der Libyschen Autoritäten den Schiffstransport der Migranten zu bremsen, der bisher von kriminellen Organisationen zu Lasten vieler Leben ausgeführt wurde, und in Verbindung mit der resoluten Unterstützung für diese Entscheidung durch den Vorsitzenden der Italienischen  Bischofskonferenz Kardinal Gualtiero Bassetti - nicht stillschweigend durchgegangen, sondern hat gesunde Kritiken aufflammen lassen.

Um es genau zu sagen, keine der Kritiken hat Papst Franziskus namentlich erwähnt. Aber auch er hatte vor nicht allzu langer Zeit die Aufnahmelager für Immigranten in Italien und Griechenland  mit Konzentrationslagern verglichen.

Er tat das in einer Predigt am 22. April in der Römischen Basilika St. Bartolomeo auf der Tiber-Insel, als er bei einer Zeremonie der neuen Märtyrer des 20. und 21. Jahrhunderts gedachte.

Dieser Ausfall wird vom Standard-Narrativ von Papst Franziskus noch verstärkt, wenn es um Immigration geht: als Papst des grenzenlosen Willkommens für alle, immer und um jeden Preis.


Manchmal wünscht man sich ja wirklich, dass so ein Heiliger auf die Erde zurückkommt ...

... und genau das tut, was er zu seinen Lebzeiten gesagt hat:

Heiliger Pius X bitte für uns

Heute gedenken wir des heiligen Pius X.

Und es ist immer wieder schön, wenn in den Tiefen des Netzes dann Dokumente veröffentlicht werden, die zeigen, dass die Kirche über alle schweren Zeiten des 20. Jdhs. hinweg ein sehr stabiler Faktor war - Wie waren die Menschen zu beneiden, dass sie auch in Zeiten von Kriegen und Terror zumindest diesen Felsen in Rom hatten, auf den sie bauen konnten.

Sehr schön zu sehen in diesem Film-Dokument:




Wir bedanken uns ganz herzlich bei Eduard von Habsburg, der dieses Dokument heute entdeckt und in die twitter-Welt gebracht hat.

Eine neue Kampagne mit recycelter Munition....

In seiner wöchentlichen Kolumne "Monday in the Vatican" setzt sich A, Gagliarducci heute mit der neu aufgekochten Kampagne gegen die Kirche, ihre moralische Glaubwürdigkeit und ihr sakramentales Fundament auseinander, in der skrupel-und schamlos frühere, längst abgehandelte Mißbrauchsfälle neu aufgekocht und instrumentalisiert werden. Daran beteiligen sich nicht nur die Medien sondern auch zivile Institutionen, wie die Königliche Kommission Australien oder die Vereinten Nationen, die eigene Interessen und Ziele verfolgen (z.B. Implementierung von Euthanasie und Abtreibung)- oder die nur eine mächtige lästige Stimme zum Schweigen bringen wollen. Daß es ihnen dabei nicht um die Mißbrauchsopfer geht, haben sie hinlänglich durch ihr Desinteresse an Mißbrauchsopfern nichtklerikaler, teilweise eigener Institutionen bewiesen.
Hier geht´s zum Original:  klicken

Andrea Gagliarducci 

"PAPST FRANZISKUS: EINE NEUE SERIE VON ANGRIFFEN AUF DIE KATHOLISCHE KIRCHE IM ANGEBOT?"

Letzte Woche hat die Königliche Kommission Australien 85 abschließende Bemerkungen zu ihrer Untersuchung veröffentlicht, 85 Empfehlungen Pädophilie in der Kirche zu begegnen.
Unter diesen 85 Empfehlungen ist auch die, Priester dazu zu zwingen, das Beichtgeheimnis zu verletzen, damit sie den Behörden jederzeit berichten können, wenn sie während der Beichte etwas von sexuellem Mißbrauch Minderjähriger hören.
Offensichtlich hat die Australische Kirche heftig reagiert. Am gemäßigten war, daß Erzbischof Mark Coleridge  erklärte. daß nur jemand, der nichts von Beichte verstehe, zu einem solchen Schluss kommen könne.

Wahrscheinlich ist das Problem genau das Gegenteil. Weil die Australischen Autoritäten genau wissen, was die Beichte ist, ist es ihr Ziel sie in einem  bizarren Wechsel vom Sakrament der Buße in ein "ziviles " Sakrament der Beichte an den Staat zu desakralisieren und abzuschwächen, bei der der Priester eine Art öffentlicher Angestellter wird, dessen Pflicht es ist,den Autoritäten zu berichten, was er hört.

Das ist nicht das erstemal daß die säkulare Welt sich auf das Sakrament der Beichte konzentriert.
Historisch fand der Angriff nach einer Serie von wirklichen oder angeblichen Behauptungen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger durch Angehörige des Klerus statt, Die Skandale wurden als Vorwand benutzt, um zu versichern, daß klerikaler sexueller Mißbrauch nicht beendet werden könne, wenn Priester nicht gezwungen würden, das Siegel der Beichte zu mißachten.

Schon 2011 hatte der Irische Ministerpräsident Enda Kenny vorgeschlagen, Priester, die nicht den in der Beichte gehörten Mißbrauch meldeten, strafrechtlich anzuklagen. Kenny, ein Katholik, führte die sehr strengen Maßnahmen der Irischen Regierung gegen den aufgedeckten sexuellen Mißbrauch durch Kleriker in diesem Land an.

Irland war in einer schwierigen Lage, Papst Benedikt XVI schickte - zusammen mit 5 Apostolischen Visitatoren,die das Problem angehen sollten- einen Brief an die Irischen Katholiken.
Die Regierung jedoch ritt die Welle öffentlicher Empörung, um die Kirche anzugreifen und beschloss sogar Irlands Botschaft beim Hl. Stuhl zu schließen, wenn sie das offiziell auch aus wirtschaftlichen Gründern tat.
Das Beichtgeheimnis wurde dann wieder 2014 durch die Vereinten Nationen in Frage gestellt. Der Bericht über die Menschenrechtskonvention für Kinder, der von 18 ünabhängigen Experten erstellt wurde, war praktisch eine Anklage gegen den Hl. Stuhl selbst.


Vor der Reise nach Columbien ein Appell an den Papst

pezzo grosso hat sich noch einmal an Marco Tosatti gewandt, mit der Bitte auf seinem blog Stilum Curiae einen Appell an den Papst zu veröffentlichen.

Als kleine Einleitung schreibt Tosatti:
"Ich weiß, daß Sie heute, Sonntag, die übliche Neufassung der Katholischen Lehre in ironischer Form von der Romana Vulneratus Curia- RVC- (vorsicht Ironie!) erwartet haben.
Aber RVC ist noch im Urlaub und deshöab müssen Sie sich mit einem ernsthafteren Artikel von Pezzo Grosso  zufrieden geben.
Aber das Anliegen ist ernst -sogar dramatisch: es ist die Reise des regierenden Ponntifex nach Columbien, einem Land, in dem ein katholischer Fernsehsender von einem Teil der Bischöfe exkommuniziter worden ist: "Teleamiga", dessen Gründer und Protagonist Prof. José Galat ist, der frühere Rektor der Universität La Gran Colombia, der Papst Franziskus znd der Kirche sehr kritisch gegenüber steht, besonders wegen der Haltung zum Referendum zur "Normalisierung der Beziehungen zur Farc, der kommunistischen Terrororganisaation. Teleamiga hat für das NEIN gekämpft, das dann entgegen der Erwartung von Präsident Santos gewann."
Hier geht´s zum Original:  klicken
Hier also der Brief:


"PEZZO GROSSO RICHTET FÜR DIE REISE NACH COLUMBIEN EINEN APPELL AN DEN PAPST: ER MÖGE SICH NICHT MIT DEN FARC TREFFEN UND VOR DER MADONNA VON CHIQUINQUIRA BETEN"


"Caro Tosatti,
ich würde gern für die Leser von Stilum Curiae einige Überlegungen zur Reise des Papstes nach Columbien Anfang September antellen.
Die Überlegung. die mir von einem halb columbianischen- halb venezuelanischen Kollegen unterbreitet wurde ("pezzo piccolo",  aber schwer besorgt) ist de facto ein flehender offener Brief an den Pontifex: Beten Sie mit uns zur Jungfrau von Chiquinquira anstatt sich mit Präsident Santos zu treffen. Die Gründe sind einfach: die Guerilleros marxistisch-leninistischer Gesinnung FARC (Forze Armate Rivoluzionarie Colombiane) könnten bald eine politische Partei werden und in die Regierung eintreten (für die begangenen Verbrechen ungestraft) und sie mit den Präsident Santos verbundenen örtlichen Politikern teilen (die Angst vor den Guerilla haben und zu einer Lösung unfähig sind).
Am 26. Oktober 2016 fand in Columbien eine Volksbefragung statt, um über die besagten Friedensvereinbarungen mit den FARC zu entscheiden und das NEIN hat knapp gewonnen.

Sonntag, 20. August 2017

Father Hunwicke spricht....

Auch weil die Bergoglio-Fans unter den Kommentatoren (mangels Gegenargumenten) glaubten Nichols als des kanonischen Rechts Unkundigen persönlich herabsetzen zu müssen, dessen Kritik an Amoris Laetitia deshalb nicht ernstzunehmen sei, haben wir Father Hunwickes Loblied auf den Dominikaner übersetzt.
Hier das Original auf liturgicalnotes:  klicken

           "FATHER AIDAN NICHOLS UND DIE AMORIS LAETITIA KRISE"

Father Aidan Nichols, OP, ist zweifellos der bedeutendste lebende Theologe der englischsprachigen Welt. Für Mitglieder des Ordinariates ist er der große Freund, der uns während der Jahrem als wir das Ordinariat planten und dann aufbauten geholfen und geführt hat. Und als theologischer Schriftsteller ist er so profiliert wie Joseph Ratzinger (über dessen Theologie er einen immer noch normativen Leitfaden geschrieben hat, lange vor der Wahl Benedikts XVI).

Jetzt hat Father Aidan einen charakteristischen Vortrag über die Krise gehalten, die durch Amoris Laetitia ausgelöst wurde. Ich kann den vollen Text nicht finden, aber der Catholic Herald hat berichtet. Und Fr. Zed reproduziert den Bericht des Catholic Heralds. Ich fordere jeden auf, den zu lesen und ihn sehr ernst zu nehmen,

Ich möchte meinerseits zwei Kommentare abgeben.
1.Fr. Aidan hat seinen Vortrag bei einemTreffen der Englischen Ss. Alban und -Sergius-Bruderschaft gehalten, einer überwiegend Anglikanisch-Orthodoxen Vereinigung. War das eine gute Idee?
Unsere schmutzige Wäsche vor Nicht-Katholiken zu waschen?
Es war eine durch und durch brillante Idee. Sehen Sie, es gibt Menschen, die denken, daß Papst Bergoglios Stil irgendwie "ökumenischer" sein könnte als der anderer Päpste. Bergoglio geht herum, küsst Patriarchen und bittet um deren Segen; der Mann der Mitkatholiken so leichter und wiederholter Geläufigkeit beleidigt kann gut nur über Nichtkatholiken sprechen. Es wird berichtet, er habe die"Frage der Anglikanischen Orden" wieder aufgenommen; er hat zweidutig über die Interkommunion mit Lutheranern gesprochen; er hat sich in Lund zum Narren gemacht.

Aber- Sie werden mir verzeihen, daß ich Sie daran erinnere- ich habe oft versucht auf diesem blog zu erklären, daß nachdenkliche Orthodoxe und Anglikaner durch ein Modell des Papsttums, das jeden Bischof von Rom zu einem selbstbesessenen, durch einen ungesunden Personenkult gestützten Tyrannen machen kann, nicht angezogen werden würden; jemanden dessen kleinstes Wort oder kleinste Laune akzeptiert werden müssen; der je nach Laune Lehre, Moral, Liturgie und Recht ändern kann. Ein solches Papsttum ist kein Papsttum, das die aufgeschlosseneren Anglikaner und Orthodoxen jemals erwägen würden. E gibt keinen Grund, zu denken, daß sie es eher akzeptieren würden, wenn es mit einem argentinischen Akzent und Emphase kommt. Sie sollten es auch nicht akzeptieren, weil es nicht das ist, was die Katholische Kirche lehrt.

Father Aidanhat seine Hörer daran erinnert, daß das I. Vaticanische Konzil de facto das Papsttum beschränkt hat; und es vermutete: "daß es sein könnte, daß die gegenwärtige Krise des Römischen Lehramtes von der Vorsehung beabsichtigt ist, um die Aufmerksamkeit auf die Grenzen des Papsttums (was die Lehre betrifft) zu lenken."

2. Natürlich hat es Leute gegeben, die seit Amoris Laetitia ihre Köpfe unter der Brüstung gehalten haben, die durch Angst von den lauten Bully-Boys, ....und Speichelleckern, die den derzeitigen Bischof von Rom umgeben, zur Zustimmung gewzungen wurden. Der Mut und die unzweideutigen Worten von Fr. Aidan Nichols mögen sie dazu inspirieren, die Parrhesia zu zeigen, nach der---zu einem früheren Zeitpunkt seines Pontifikates... Papst Franziskus so laut gerufen hat.
Nur noch ein Stoß. Wenn wir alle unsere Schultern.....könnte das der Anfang vom Ende sein?

Quelle: liturgicalnotes, Fr. Hunwicke

Dan Hitchens vom Catholic Herald hat zu Aidan Nichols Folgendes getwittert:

Hl. Messe für die Opfer der Terrorangriffe in Barcelona und Cambrils in der Sagrada Familia

 (die die Terroristen mit ihrem ausgeprägten Kulturverständnis eigentlich sprengen wollten....)

       

                                         

Fundstück: Terrorismus & Islam

Gefunden in der FAZ zum Thema Islamischer Terrorismus.

Titel : "TERRORISMUS UND ISLAM GEHÖREN ZUSAMMEN"

Einleitung:
"Der Islamgelehrte Kyai Haji Yahya Cholil Staquf ist Generalsekretär der größten Muslim-Vereinigung Indonesiens. Zum islamistischen Terror spricht er Klartext. Der Westen müsse aufhören, Kritik am religiösen Fundament des Extremismus für „islamophob“ zu erklären, sagt er."

Hier geht´s zum Fundstück:   klicken

Marco Tosatti: Diese Gewalt ist nicht blind...

Marco Tosatti kommentiert  in Stilum Curiae den heutigen Tweet des Papstes und die gestrigen Äußerungen von Msgr. Galantino, Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz zum Terrorgeschehen in Spanien.
Hier geht´s zum Original: klicken


"HEILIGKEIT, DIESE GEWALT IST NICHT BLIND. SIE HAT EINEN NAMEN, SIE KANN UND SEHR GUT SEHEN UND ZIELT WEIT"

"Ich habe heute im Twitter-Account von Papst Franziskus den Tweet zu den Ereignissen dieser Tage gelesen. Hier ist er: "Ich bete für alle Opfer der Attentate dieser Tage. Die blinde Gewalt des Terrorismus hat keinen Platz mehr in der Welt."
Gestern habe ich einige vom Generalsekretär der CEI Msgr. Galantino in einer Fernsehsendung geäußerte und dann von SIR, der Nachrichtenagentur der Bischöfe wiedergegebene Sätze- gelesen.
"Die Gegenüberstellungen führen nirgends hin und schaffen nur Opfer. Das gilt auch für unsere Familien," sagte der Prälat. 
Mir schien das ein wenig rätselhaft. Wem haben sich diese armen Niedergemähten auf den Ramblas entgegen gestellt? Und er fuhr dann so fort- ich zitiere SIR:
"Auf die Frage zum Gebauch einer Religion als "Instrument zum kulturellen Angriff" antwortete der Prälat: "Wenn ich nicht das Recht habe, dem anderen zu sagen, daß er weggehen soll, dann bemäntele ich alles mit Religion und Ideologie. Das ist eine Instrumentalisierung der Religion, weil die Religion von sich aus nicht erlaubt, dem anderen einen Fußtritt zu geben."

Heute gestatte ich mir anderer Meinung zu sein- und mit Grund. Es gibt eine Religion, die in ihren heiligen Texten, dem Koran und den Hadithen- also den Worten und Taten Mohammeds- in gut 123 Textstellen genau dazu auffordert. Wenn Sie das nicht glauben, schauen Sie hier:  klicken

Wer diese Texte und die Geschichte studiert hat und eine gewisse Welterfahrenheit besitzt, auch als Muslim, weiß sehr gut und ist darüber glücklich, daß es sicher moderate Muslime gibt. 
Aber er ist sich auch bewußt, daß auf Grund seiner Struktur und der Unberührbarkeit rund um den Koran-der weder kontextualisierbar noch geschichtlich einzuordnen ist- bei Todesstrafe für Blasphemie- die, die Allahu Akbar schreiend morden- ihre Grundlagen das zu tun in den Schriften finden, die keine Fatwa rückgängig machen kann.
Sie (diese Religion) kann (auch angesichts ihres Gründers und der Hadithen und den Worten die dem Koran zugrunde liegen) nur schwer als eine Religion des Friedens oder überwiegend des Friedens erscheinen.
Wie wir schon sagten, einhundertdreiundzwanzig (123)Suren des Korans beziehen sich darauf, für die Sache Allahs zu kämpfen und zu morden. Ziele sind Atheisten, Falschgläubige, Polytheisten und last but not least, die, die eine andere Religion wählen.

Und das macht sie zu einer Religion, die sich sicher von anderen unterscheidet: sicher vom Buddhismus und Christentum, auch wenn es in beiden Religionen immer Manifestationen von Gewalt gegeben hat.
Aber das Evangelium, Grundtext des Christentums, zeigt uns Jesus, der sich -im Augenblick seiner Verhaftung, dem Vorspiel zum Tod-weigert, durch die bewaffnete Hand Petri verteidigt zu werden.
Wir brauchten den Mut und die intellektuelle Hellsicht Benedikts XVI, der das Problem zur Sprache brachte.
Man kann von seinen Epigonen nicht den gleichen Mut und die gleich intellektuelle Rechtschaffenheit fordern.
Aber bitte keine Märchen. Und Heiligkeit, diese Gewalt ist für nichts blind. Sie hat einen Namen: sie ist islamisch. Sie sieht uns sehr gut und zielt weit."

Quelle: Stilum Curiae, Marco Tosatti






Samstag, 19. August 2017

Ein Aufruf nicht nur an die Engländer.....

Tim Stanley ruft in einem brillanten Text im Catholic Herald die Engländer auf , hinauszugehen und Britannien zu verändern.
Stanley war früher Mitglied von Father Blakes Gemeinde Saint Mary Magdalen und Ministrant bei der Feier der Traditionellen Messe.
Er beginnt mit der Feststellung, daß Katholiken nicht nur das Recht haben, zu versuchen, die Welt zu verändern sondern sogar einen göttlichen Auftrag dazu.
Hier geht´s zum Original:  klicken
Auf seinem marymagdalenblog hat Father R.Blake diesen Text begeistert kommentiert: klicken


  "KATHOLIKEN, GEHT HINAUS UND VERÄNDERT BRITANNIEN!"
Wir stehen einer Krise der Menschheit gegenüber. Christen müssen handeln- in der Politik, in der Kirche und dem täglichen Leben.

Stanley fährt dann fort, daß uns permanent -manchmal auch von Klerikern- gesagt wird, wir sollten unsere Meinungen für uns behalten und wir eine Mauer zwischen unserem Glauben und unserer Politik errichten sollten. Aber Jesus ist nicht schweigend hinter verschlossenen Türen gestorben. Die Kirche hat seine Botschaft nicht bei privatem morgendlichen Kaffeetrinken verbreitet. (...)

In seinem Kommentar auf seinem marymagdalenblog zu diesem Artikel schreibt Father Blake, daß wir nicht nur gerufen sind, augesprochen soziale Kritiker zu sein sondern daß unser Zeugnis uns auch persönlich teuer zu stehen kommen wird.

" Der Katholische Konservativismus ist ziemlich unfruchtbar, mehr noch als der Liberalismus, weil Ersterer auf ein Goldenes Zeitalter vor wenigen Jahren zurückblickt und kein Vorstellungsvermögen hat, Letzterer bietet Vorstellungen an und findet sein Vorbild im Säkularismus, aber Orthodoxie und Traditionalismus stellen uns in den mainstream eines Geistes, der in der Inkarnation beginnt und uns ermöglicht auf unsere Gesellschaft zu schauen und das gegenwärtige Übel zu verurteilen, aber er bietet auch eine Vision dessen, was die Zukunft , eine christliche Zukunft sein könnte."

Tim Stanley stellt eine Vision einer Gesellschaft vor, wie - so fährt Fr. Blake fort- "sie die Sozialenzykliken der Päpste der letzten hundert Jahre präsentieren, die ihre Wurzeln in den Schriften und bei den Vätern haben. Als Katholiken haben wir eine Vision einer Gesellschaft die sich radikal von den hohlen, blutarmen Ideologien heutiger Politiker unterscheidet "


2026 - wird die Sagrada Familia fertig sein

Ein gottgefälliges Werk geht seiner Vollendung entgegen - und es gibt noch viel zu tun:





Danken wir dem Herrn für all die großen Baumeister und Fähigkeiten, mit denen er viele Europäer ausgestattet hat ....

Father Nichols schlägt eine Änderung des Kanonischen Rechts vor, um zukünftig päpstliche Irrtümer korrigieren zu können.

Dan Hitchens zitiert im Catholic Herald Father Aidan Nichols, OP, Dozent in Oxford und Cambridge und am Angelicum in Rom, der bei der Jahreskonferenz einer Ökumenischen Gesellschaft, den "Fellows von St.Alban und St. Sergius", der vor einem mehrheitlich nichtkatholischen Auditorium in Cuddesdon sagte, der Papst habe mit seiner Apostolischen Exxhortation "Amoris Laetitia" eine äußerst ernste Lage geschaffen und der voschlägt, das kanonische Recht zu reformieren, um doktrinale Fehler des Papstes feststellen zu können.
Hier geht´ s zum Original:  klicken

"FÜHRENDER THEOLOGE:  DAS KANONISCHE RECHT ÄNDERN, UM PÄPSTLICHER IRRTÜMER ZU KORRIGIEREN."

"Angesichts des päpstllichen Äußerungen zu Themen wie Ehe und Moralrecht, könnte die Kirche "eine Prozedur brauchen, die den Papst zur Orfnung ruft. wenn der Irrtümer lehrt," schlägt Father Nichols vor. 
Der Dominikaner sagte- so berichtet Hitchens-daß diese Prozedur weniger konfliktreich sein könnte, wenn es während kommender Pontifikate stattfände, so wie bei Papst Honorius, der erst verurteilt wurde, als er den Stuhl Petri nicht mehr innehatte.
Father Nichols hat bisher mehr als 40 Bücher über Philosophie, Theologie, Apologetik geschrieben und wurde 2006 auf den ersten englischen Lehrstuhl für Katholische Theologie seit der Reformation berufen.
Bisher hat er- wie Dan Hitchens schreibt- nicht öffentlich Amoris Laetitia kommentiert, aber er war einer der 45 Priester und Theologen, die einen geleakten Brief an das Kardinalskollegium unterschrieben haben, in dem sie die Purpurträger bitten, vom Papst eine Klarstellung zu fordern, um häretische und irrige Interpretationen der Exhortation auszuschließen. Wie z.B. sie, daß Amoris Laetitia möglicherweise behauptet, daß das monastische Leben keinen höheren Stellenwert hat als das Eheleben, ein Standpunkt der vom Konzil von Trient als häretisch verurteilt worden war.

Ein juristischer Prozess würde" Päpste von jeder Neigung zu doktrinalen Unberechenbarkeit oder einfach Nachlässigkeit abhalten" und auf gewisse "ökumenische Ängste" bei den Anglikanern, Orthodoxen und anderen eingehen, die fürchten, daß der Papst freie Hand habe, jede erdenkbare Lehre durchzusetzen.
Der gelehrte Dominikaner kann sich vorstellen, daß die "aktuelle Krise des Römischen Lehramtes von der Vorsehung geplant war, um die Aufmerksamkeit auf die diesbezüglichen  Grenzen des päpstlichen Primats zu lenken."


Kardinal Sarah feiert in Lucon eine Gedenkmesse für die Märtyrer der Vendée und zieht Parallelen zur Gegenwart

Nick Hallett berichtet im Catholic Register über eine Predigt, die Kardinal Sarah im Gedenken an die Märtyrer der Vendée, die Opfer des vielleicht ersten Völkermordes, in Lucon/ Frankeich gehalten hat. Der Krieg der Revolutionstruppen gegen die Bevölkerung der Vendée, die sich gegen die Revolutionsregierung erhoben hatte, dauerte von März bis Dezember 1793.
Nach der Niederschlagung des Aufstandes wurden Zehntausende von den sogenannten "Kolonnen der Hölle"des Generals Louis Marie Turreau massakriert. Viele von ihnen sind von der Kirche selig gesprochen worden.

Hier geht´s zum Original: klicken  mit dem Titel:

"KARDINAL SARAH: DIE NEUEN REVOLUTIONÄRE VERSUCHEN, DIE CHRISTLICHE FAMILIE ZU ZERSTÖREN".
Die Menschen müssen noch einmal aufstehen wie die Katholiken und Royalisten der Vendée, fügte der Kardinal hinzu.

In seiner Predigt vergleicht der Präfekt der Liturgiekongregation die Anwälte der Abtreibung und der Bevölkerungskontrolle in Afrika mit den Revolutionären, die die Menschen der Vendée massakrierten. Kardinal Sarah hat die Region und ihre Bewohner für ihren Widerstand gegen die Revolutionäre und ihren Atheismus gepriesen, aber auch gesagt, daß die Kirche und die traditionelle Familie immer noch verfolgt werden.
In seiner Vendée-Predigt fragte er: 
"Wer wird heute für Gott aufstehen? Wer wird es wagen, den modernen Verfolgern der Kirche entgegen zu treten? Wer wird den Mut haben, mit keiner Waffe außer dem Rosenkranz und dem Heiligen Herzen gegen die Kolonnen des Todes unserer Zeit aufzustehen? Wer wird dieser Welt sagen, daß die einzige Freiheit, die es wert ist, für sie zu sterben, die Glaubensfreiheit ist? "

Als "Kolonnen des Todes" bezeichnete er den Relativismus, Indifferentismus und die Verachtung Gottes. Gender-Ideologie und Verachtung von Fruchtbarkeit und Treue gehören zu den vielen Slogans dieser Revovlution und er fügte hinzu, daß genau wie in der Vendée die modernen Revolutionäre Familien auslöschen wollen.


Freitag, 18. August 2017

Domine Deus


                        Anna Hofmann singt das  "Domine Deus" von A. Vivaldi

         

Crux, die Columbus-Ritter und die Konvertiten

Rorate Caeli hat einen Beitrag von New Catholic zum Thema Konvertiten und Columbus-Ritter veröffentlicht, in dem der Autor feststellt, daß die Distanzierung von John Allens Jr. von seiner Konvertitenbeschimpfung lediglich eine reine Show-Veranstaltung war und durchaus bei seiner progressistischen & papolatrischen Antikonvertiten-Linie zu bleiben gedenkt.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"DIE COLUMBUS-RITTER WOLLEN DIE KATHOLISCHEN KONVERTITEN ZUM SCHWEIGEN BRINGEN UND DEMÜTIGEN"

Die Kolumbus-Ritter haben eine klare Wahl getroffen, als die Organisation beschloss die schwankende "Crux" zu sponsern- gegründet vom Boston Globe für den liberalen Journalisten John Allen Jr. (als der Globe noch dachte, er könne an Franziskus´ angenommener Popularität verdienen) und dann- als Crux in Schwierigkeiten geriet, von den Rittern unterstützt wurde.

Die Entscheidung der Ritter sollte die liberale und modernistische Version des Katholizismus in den berichtenden Medien aufrecht halten.

Seit einigen Wochen ist Crux jetzt auf einem Kreuzzug, um die Glaubwürdigkeit von Konvertiten zum Katholizismus zu zerstören. Und das, weil das progressistische Establishment, großenteils in der zentralen Leitung der Kirche verantwortlich, den amerikanischen Katholizismus haßt, konservative Katholiken in den USA haßt, die allgemein traditions-freundlichen Trends der größten Teile des englisch-sprachigen Katholizismus haßt und deshalb auch informierte Konvertiten, die in diesen Kreisen Einfluss haben.

Der erste Schuss war ein Artikel von Austen Ivereigh mit dem Titel "Papst Franziskus und das Konvertiten-Problem".  Ja es ist ein "Problem", offensichtlich, und als solches verlangt es nach einer "Lösung".
Die durch den Artikel ausgelöste Kontroverse war so groß, daß Knight-Crux-Herausgeber Allen Jr. eingreifen mußte.
Dieses Eingreifen war nur Show, weil einige Tage später die Knights-Crux-Herausgeber einen neuen Angriff auf die Konvertiten veröffentlichten- vom Konvertiten David Mills- mit dem schockierenden Titel: "Neuankömmlinge in der Kirche sollten weniger sprechen und mehr zuhören."

Warum wollen die Columbus-Ritter die Konvertiten zum Schweigen bringen, beschämen und verfolgen? Warum unterstützen sie diese Kampagne der Diskriminierung der Konvertiten in der Kirche? Die Führung der Columbus-Ritter  muss eine klare Aussage machen oder der Crux-Kreuzzug gegen die Konvertiten wird für immer die öffentliche und herausgeberische Politik der Ritter bleiben.

Es hat in der Kirche nie eine Bewegung gegeben, um die Konvertiten zu beschämen- außer dem verhängnisvollen und scheußlichen Versuch, die innigen und ehrlichen "Conversos" (Cristianos Nuevos) und ihre Nachkommen auf der iberischen Halbinsel zu demütigen (zu denen auch die Hl. Teresa von Avila gehörte). Möchten die Columbus-Ritter wirklich diesen unauslöschlichen Fleck auf ihrem Erbe haben?"

Quelle: rorate caeli, New Catholic

 


DIe Christen des Mittleren Ostens : vom Westen verraten und verkauft

Marco Tosatti hat bei Stilum Curiae das Interview zitiert, das der syrisch-katholische Patriarch Ignace J. Younan der Diözesanzeitung "Southern Cross" zum Schicksal der Christen im Mittleres Osten und der betreffenden Politik der westlichen Staaten gegeben hat.
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"DER SYRISCHE PATRIARCH YOUNAN: DIE WESTLICHEN FÜHRER HABEN UNS VERRATEN UND SICH DEM POLITISCH KORREKTEN UNTERGEORDNET."
"Der Westen hat nicht nur nicht genug getan, um die Christen des Mittleren Ostens zu schützen sondern hat sie verraten, Das hat der Syrisch-Katholische Patriarch Ignace Joseph Younan in einem Interview mit "Southern Cross", der Zeitung der Diözese von San Diego, Californien, gesagt.
"Ich kann Ihnen sagen, daß wir nicht nur von den westlichen Ländern verlassen worden sind- sondern verraten."
Die christlichen Minderheiten in Syrien und im Irak setzen sich aus frieldichen Menschen zusammen, die ehrlich für das Wohl ihres Landes arbeiten" 
Aber weil diese Christen keine Öl-Reichtümer besitzen und keine terroristische Bedrohung für den Westen darstellen, werden sie ignoriert und "ihrem Schicksal überlassen".

Younan hat den Vorwand, der von den westlichen Regierungen und den mainstream-Medien vorgebracht wurde, es gäbe eine "gemäßigte Gruppe" bei den Anti-Regierungskräften, eine Lüge genannt.
Im Irak geht seit 2003, nach der von den USA gewollten Invasion des Landes, das Chaos weiter und mehr als 140.000 Christen, ein Drittel von ihnen Katholiken, haben das Land verlassen.
"Eine wirkliche Tragödie", die die Existenz der christliche Gemeinde der Region bedroht.
"Wir Christen des Mittleren Ostens sind die Ureinwohner unserer Länder" in der Region, in der das Christentum entstand. "Wir waren hier seit Jahrtausenden und sind immer verfolgt worden. Und jetzt steht unser Überleben selbst auf dem Spiel."

Der Patriarch beklagte, daß die Europäischen Führer sich dem unterworfen haben, was man "Komplizenschaft" nennt und dem "Gebrauch der politisch korrekten Sprache", wenn sie vom Mittleren Osten sprechen. "Ich kann Ihnen sagen, daß wir nicht nur von den westlichen Ländern verlassen sondern direkt verlassen worden sind" hat er wiederholt.

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti, Southern Cross


Martin Mosebach bespricht Roberto de Matteis Buch "Verteidigung der Tradition"

Roberto de Mattei läßt Martin Mosebach in Corrispondenza Romana sein neues Buch "Verteidigung der Tradition" zu besprechen und gib ihm Gelegenheit, die Frage zu stellen, ob ein Katholik den Papst kritisieren darf, die er seinem Artikel als Titel voranstellt,
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"MARTIN MOSEBACH: IST ES EINEM KATHOLIKEN ERLAUBT,  DEN PAPST ZU KRITISIEREN?"
Roberto De Mattei leitet diesen Beitrag mit folgenden Sätzen ein:
"Wir berichten über das Vorwort, das der Schriftsteller Martin Mosebach für die deutsche Ausgabe des Buches von Roberto de Mattei "Apologia della Tradizione" ( St. Grigio-Verlag von Altötting) geschrieben hat, das im Februar 2017 unter dem Titel "Verteidigung der Tradition. Die unüberwindbare Wahrheit Christi" geschrieben hat. Das Werk wurde bereits ins Französische und Portugiesische übersetzt, eine englisch und spanische Übersetzung folgen."

"IST ES EINEM KATHOLIKEN ERLAUBT, DEN PAPST ZU KRITISIEREN?"
Als die Jesuiten im 17. Jahrhundert gezwungen wurden, Japan zu verlassen, gaben sie ihrer Gemeinde, von der sie nicht wußten, ob die je einen katholischen Priester wiedersehen würden, den sehr konkreten Rat, jeden der sich ihnen als Katholik vorstellte, über seine Beziehung zur Jungfrau Maria und zum Papst zu befragen. Das war ein Kriterium, das sehr leicht anzuwenden war.

In 2000 Jahren ist das Gebäude der katholischen Theologie gewachsen, bis es ein unermeßlich großer Palast geworden war, der in seinen Mauern nicht nur Säle verbarg, die harmonisch aufeinander folgten, sondern auch dunkle Labyrinthe, nicht nur Terassen mit wunderbaren Aussichten sondern auch versteckte Zimmer, manchmal unterirdisch.

Die katholische Religion ist ohne Zweifel die komplizierteste auf der Welt, verkannt vor allem von ihren eigenen Gläubigen. Aber die Jesuiten, gezwungen ihre Gläubigen, die sie bekehrt hatten, allein zu lassen, hatten keine schlechte Formel gewählt, Maria und den Papst als die Charakteristika zu zeigen, die sie von anderen christlichen Denominationen unterscheidet.
Die Jungfrau steht für den Glauben an die übernatürliche Geburt des Gottesssohnes, für den Sieg über die Ursünde und die Berufung jedes menschlichen Wesens zur Heiligkeit und Auferstehung des Fleisches.

Der Papst ist Ausdruck der hierarchischen Konstitution der Kirche, für ihren liturgischen Charakter und für die Anwesenheit des Hl.Geistes in ihr. Es ist der Papst, der der Katholischen Kirche eine Dauerhaftigkeit verliehen hat. die in der Geschichte der Menschheit kein Beispiel hat.
Epochalen Verwicklungen, Kulturbrüchen, Mentalitätswechsel, politischen Katastrophen, Verlust der Ursprungsländer und die zahlreichen Sälkularisierungen ist es nicht gelungen, dem Fortbestehen der Kirche ein Ende zu setzen.

2000 Jahre konnte sie nicht überwunden werden, auch wenn sie sich gegen Angriffe aus jeder möglichen Richtung verteidigen und auch allzu oft einem tiefen und radikalen Hass entgegentreten mußte. Sie hat bewiesen, daß sie eine Kraft besitzt, die jeder anderen menschlichen Institution verwehrt ist.
Wenn man versucht, die übernatürlichen Quellen für diese ihre Energie zu beweisen, eine Sache, die sehr schwierig ist, kann man sehr gut sehen, daß dieser königliche und priesterliche Dienst des servus servorum, Erbe des jüdischen Fischers und der römischen Kaiser, die einzige Institution der Welt ist, der es gelingt, für eine lange Zeitperiode zu widerstehen, das ist wirklich unglaublich.

Einige Päpste wurden hingerichtet, andere geschlagen, wieder andere verschleppt und aller Besitztümer beraubt oder beleidigt- als Hure von Babylon beschimpft und für ihre Hilflosigkeit verspottet; aber keinem der Feinde des Papsttums  ist es gelungen, es soweit ernsthaft zu bedrohen, daß sein Überdauern und seine Kontinuität ernsthaft in Frage gestelt wurden.

Ein besonderer Widerspruch dominiert das Amt des Papstes: nachdem die Kirche eigene Formen der Institution des römischen Kaisertums geschaffen hatte, hat es innerhalb des Christentums keine säkulare Monarchie gegeben, das die Päpste in ihrem herrscherlichen Glanz übertroffemn hätte und- zur selben Zeit. gab es keine Institution, die so weit von dem, was der Kommunismus Personenkult nennt, entfernt geblieben ist.

Petrus war ein Mensch, der zu Angst und zu Begeisterung neigte, der sich in der entscheidenen Stunde as unzuverlässig erwies. Und dennoch ist es genau dieser Mensch, den Jesus Christus rief, sein Stellvertreter  zu sein und das ist die Figur, die dann konstant im Gedächtnis und im Bewußtsein der Kirche blieb, auch während der Pontifikate mit maximaler irdischer Macht.


Donnerstag, 17. August 2017

Ein bisher nicht gehörter Hilferuf....

Stilum Curiae, blog des altgedienten Vaticanista Marco Tosatti, hat einen offenen Brief online gestellt, den die Gläubigen von Piana Albanesi  ihm geschickt haben, nachdem ihre Hilfereuf an den Vatican ungehört und unbeantwortet geblieben sind.
Hier geht´s zum Original:   klicken


"PIANA DEGLI ALBANESI. DIE LEIDENDEN GLÄUBIGEN DES BYZANTINISCHEN RITUS BITTEN DEN PAPST UM HILFE. EIN OFFENER BRIEF AN STILUM CURIAE."
"Ein erheblicher Teil der Gläubigen des Byzantinischem Ritus in Sizilien leiden. Sie leiden so sehr, daß sie einen offenen Brief an den Pontifex geschrieben haben; sie haben Stilum Curiae ausgewählt um ihn zu veröffenltichen-in der Hoffnung daß der Papst ihnen hilft, eine Lösung zu finden.
Wir veröffentlich ihn sofort und lassen ihm einige Erklärungen folgen.

Beatissimo Padre,
nach zwei Jahren wiederholter Appelle an die Kongregation für Orientalische Kirchen und der demütigung durch deren Schweigen und nachdem wir uns an andere Dikasterien des Hl. Stuhls gewandt haben, ohne je irgendeine Antwort bekommen zu haben, wenden wir uns jetzt an Eure Heiligkeit als letzte Instanz und als Bischof von Rom, der der Barmherzigkeit aller Kirchen vorsteht.

Wir glauben. daß die Orientalische Kirche in Piana degli Albanesi  im Licht von "Orientalium Ecclesiarum" des II. Vaticanischen Konzils und des ordentlischen Lehramtes der Summi Pontifeci (der Sel. Paul VI, Hl. Johannes Paul II und Benedikt XVI) Respekt verdient und als lebendiges Mitglied der Una Sancta Catholica et apostolica Ecclesia behandelt werden sollte.

Das seit gut 500 Jahren bestehende Zeugnis der Treue- entstanden aus dem in Albanien erlittenen Martyrium - ist ein Zeichen für die Liebe zur Einheit der Kirche in ihrer Vielfalt.
Die heutige Eparchie- von Eurer Heiligkeit ausgewählt- repräsentiert eine verletzte Ekklesiologie und Ökumene.

Eure Heiligkeit umarmt und sucht zu Recht die Einheit mit den Orthodoxen Patriarchen; leider zeigt unser Eparch Zeichen von Verachtung und erniedrigt in Ihrem Namen die Tradition der Orientalischen Kirche. 

So wird der Katholizismus durch Katholiken selbst gefährdet. Heiligkeit, eine Rückkehr zur Orientalischen Orthodoxen Praxis scheint uns das einzig Mittel zu sein, um richtig respektiert zu werden und eine Existenzberechtigung zu haben.

Und deshalb Heiligkeit - weil wir keine andere Lösung sehen, haben wir nach 2 Jahren in denen wir mit allen Mitteln um einen Dialog ersucht haben, der uns verweigert wurde, bitte wir Sie um Ihr Eingreifen-.

Wir vertrauen Ihnen, Heiligkeit, sicher, daß Sie Form und Art finden werden, um zu erreichen. daß unsere Gemeinschaft zum Modus vivendi zurückkehren kann, der mit unserer orientalischen Tradition übereinstimmt, die sich bis heute erhalten hat und die leider durch das Handeln von Bischof Gallaro -bewußt oder unbewußt- auf das Schwerste gefährdet wird.

Heiligkeit, helfen Sie uns, katholisch zu bleiben!

Die italo-albanischen Gläubigen von Piana degli Albanesi, Palazzo Adriano, Mezzojuso,  Gräfin Entellina, die Erben von Pater Giorgio Guzetta, die Gläubigeb der Konkathedrale Martorana di Palermo


                                                     *  *   *   *   *   *

Um den Menschen, die in einem zerrisenen Territorium leben einen Bezugspunkt zu geben, ist eine religiös-kulturelle Gruppe bei facebook gegründet worden- als Beobachtungs-Plattform zur Verteidigung der kulturellen und religiösen Traditionen der Albaner in Sizilien, die "Arbereshe"*.


Ganz Gallien....? Nur eine kleine Provinz Galliens- Belgien- leistet Rom Widerstand

wenn auch nicht (mehr ) Ambiorix und Vercingetorix gegen Cäsar -sondern gegen den Pontifex Maximus und seine Kurie in Rom.... und der Häuptling äh-ex-Premierminister dieses sperrigen Stammes hat sogar ganz persönlich das Ende von "Roma locuta -causa finita" verkündet.
Marco Tosatti kommentiert das in La Nuova Bussola Quotidiana.
Hier geht´s zum Original:  klicken

   "BELGIEN; DIE EUTHANASIE SPALTET DIE BRÜDER DER BARMHERZIGKEIT"

"Zwischen den Brüdern der Barmherzigkeit und dem Hl. Stuhl regiert beim Thema Euthanasie immer noch die Eiserne Faust. Und während die Frist mit Ende August näher rückt. die die vom Papst approbierten Dokumente gesetzt haben, um den vaticanischen Direktiven Folge zu leisten, komrnen aus Belgien Signale des Widerstandes."

Herman van Rompuy, der das Amt des Präsidenten des Europäishen Rtes bekleidete, außerdem Premierminister Belgiens war, gehört zum Komitée der Brüder der Barmherzigkeit, das im vergangenen Frühling beschlossen hat, an ihren in psychiatrischer Behandlung befindlichen Patienten auch wenn es sich nicht um eine terminale Krankheit handelt, Euthanasie durchzuführen.
Montag hat Herman van Rompuy eine Botschaft getwittert, mit der er sich auf das aktuelle Problem bezog und sagte, daß "die Zeit in der man sagte: Roma locuta, causa finita, ist zuende."
Van Rompuy antwortete damit auf die Frage eines Experten im Laienstand für Kanonisches Recht, Kurt Martens.

Der Ernst der Lage wurde durch den General-Superior der Brüder der Barmherzigkeitm René Stockmann unterstrichen, der eine Auflösung des Ordens in Belgien nicht ausschließt.
"Wir befinden uns in einem Stadium. in dem er schwierig ist, Kompromisse zu schließen" hat er in einem Interview mit der Tageszeitung "Tiid" bestätigt.

René Stockman hat -wie bekannt wurde- nicht nur den belgischen Zweig des Ordens, der beschlossen hat an seinen Patienten Euthanasie auszuführen, entgegengestellt, er hat auch ein Verfahren in Rom in Gang gesetzt. Ergebnis seiner Initiative war ein Brief- von zwei römischen Kongregationen mit Billigung des Papstes verfaßt- in dem den belgischen Brüdern der Barmherzigkeit dringend nahagelegt wird, die Dokumente des vergangenen Frühjahrs abzuändern.

Zum Verwaltungsrat des belgischen Zweiges gehören außer Mönchen auch Laien, Persönlichkeiten aus der Umgebung der Christdemokraten. Außer Herman van Rompuy gehören noch die Ex-Senatorin Bea Cantillon und Marcia De Wachter, Direktorin der Nationalbank.
"Ich respektiere alle Mitglieder des Verwaltungsrates, aber der Großteil von ihnen, hat keinerlei therapeutische Erfahrung." hat Stockman erklärt.

Der Generalsuperior des Ordens denkt, daß die Gefahr eines Bruchs erheblich ist. "Wenn der belgische Zweig nicht bereit ist, den Text so zu ändern, daß er sich der Sichtweise der Kirche anpaßt, werde ich als Verantwortlicher verpflichtet sein, die Heilanstalten- die dann ihre katholische Identität verlieren würden- von den Brüdern der Barmherzigkeit abzutrennen."
Zum Verwaltungsrat der Gesamteinheit, die 15 Pflegeheime unterhält, gehören drei Mönche und elf Laien.

Zur Erinnerung: 2014 trat in Belgien das Gesetz zur Euthanasie bei Kindern in Kraft. Damals hatte
Kardinal Elio Sgreccia das auf das Schärfste verurteilt und für dieses Gesetz und das Vorgehen danch den Begriff  "Autogenozid" (Völkerselbstmord) geprägt.
Hier geht es zu diesem alten Beitrag:  klicken 


Quelle: La Nuova Bussola Quotitiana, Marco Tosatti






Mittwoch, 16. August 2017

Die Entwicklung der Berufungen

Marco Tosatti hat für First-Things die Entwicklung der Berufungen zum Priesteramt in der Katholischen Kirche untersucht und kommentiert.
Hier geht´s zum Original:  klicken

              "DIE RÜCKKEHR DER BERUFUNGSKRISE"
"Die Erholung der priesterlichen Berufungen scheint vorbei zu sein. Zwischen 1978 und 2012 erfreuten sich die Seminare rund um die Welt nach der großen Krise der 70-er Jahre, die dem II.Vaticanischen Konzil folgte, einer Periode des Wachstums. Dieses Wachstum war weder regelmäßig noch war es in den Ländern und Kontinenten gleichförmig. Aber der Trend war klar. Die kürzlich vom Päpstlichen Zentralamt für Statistik veröffentlichten Zahlen haben enthüllt, daß die Berufungskrise in den letzten Jahren zurück gekehrt ist.

Die größten Zuwächse hatte es unter Johannes Paul II gegeben. Als Karol Wojtla 1978 zum Papst gewählt wurde, lag die Zahl weltweit bei 63.882.
2005 in dem Jahr, in dem er starb betrugen sie insgesamt 114.439. Die Zahlen stiegen während der Regierungszeit Beneditkts XVI weiter an: ihren modernen Höhepunkt erreichten sie 2011- mit 120.616, eine Zunahme um 6177 seit dem päpstlichen Übergangsjahr.
Nach 2011 bewegten sie sich nach unten - auf 120.051 2012 und 118.251 in 2013, dem Jahr von Benedikts Rücktritt. So betrug die Zahl der  Berufungen 2013 also 2365 weniger als bei ihrem Höhepunkt unter Benedikt und 3812 mehr als bei ihrer Höchstzahl unter Johannes Paul II.

Im März 2013 tauchte aus dem Konklave Papst Franziskus als neuer Herrscher der Kirche auf. Die Daten lassen vermuten, daß dieses Pontifikat die Abnahme der Berufungen seit 2011 nicht beschleunigt hat, sie aber andererseits nicht beendet hat.
2015 gab es 116.843 Seminaristen- eine Abnahme von 1408 seit 2013. Wenn diese Abnahmerate bestehen bleibt,werden in ein oder zwei Jahren die Berufungen ungefähr wieder da sein, wo sie beim Tod Johannes Pauls II waren. Dennoch werden wir dann in einer schlechteren Form sein als damals.
So  gab es z.B. 2010 2900 Katholiken für einen Priester, 2015 waren es 3091.

Die Abwärtsbewegung der Berufungen ist im Westen besonders offensichtlich, besonders in den europäischen Ländern, in denen die Säkularisierung und der religiöse Liberalismus am stärksten ist:
Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz.
In Ländern wie Polen und Kontinenten wie Afrika, in denen der Katholizismus traditioneller geblieben ist, ist die Lage anders. Die Berufungen sind konstant und blühen auch manchmal.


Tweet zum Tage: oder wie es heute wohl wäre....

Schon bald steht das Christkind vor der Tür ...

Das Wettrennen, wer in diesem Jahr zuerst Lebkuchen und Glühwein anbietet, ist eröffnet:

Diesmal startete es bereits im August und es scheint auch Menschen zu geben, die das jetzt schon wollen:

Fundstück

In Köln ist - zum Sechwochenamt-der von der Kommunikationsabteilung des Erzbistums Köln herausgegebene Bildband "Abschied von Joachim Kardinal Meisner" erschienen.
Domradio stellt ihn vor.
Hier geht´ s zum Original:  klicken

Quelle: domradio.de


Dienstag, 15. August 2017

Mariae Himmelfahrt 1249 in Köln

hat Konrad von Hochstaden, Bischof von Köln, den Grundstein für den Neubau des Kölner Domes gelegt. Nachdem der alte Dom für die wachsende Zahl der Gläubigen und Pilger zum Schrein der Hl. Drei Könige zu klein geworden war, hatte das Domkapitel 1247 den Beschluss zum Neubau eines größeren und modernen Domes gefaßt. Als Baumeister wurde Meister Gerhard verpflichtet, der sicher nicht ahnte, daß es bis zur Weihe seines Meistwerkes noch 632 Jahre dauern sollte.

Tjalke Weber hat für Domradio dazu einen Beitrag veröffentlicht, den man hier lesen kann:  klicken

Quelle: domradio, T. Weber

Mariae Himmelfahrt

Mariae Himmelfahrt am 15. August 2011 in San Tommaso da Villanova, Castel Gandolfo. Seit 4 Jahren müssen die Einwohner und Besuche von Castel Gandolfo auf die vom Bischof von Rom gefeierte Hl. Messe verzichten.
   
        

Hier geht´s zum Predigt-Text:  klicken

Sie begann so:

"Wieder einmal sind wir versammelt, um eines der ältesten und am meisten geliebten Feste zu feiern, die der allerseligsten Jungfrau Maria gewidmet sind: das Hochfest ihrer Aufnahme in die Herrlichkeit des Himmels mit Leib und Seele, also mit ihrem ganzen menschlichen Sein, in der Unversehrtheit ihrer Person. So ist uns die Gnade gegeben, unsere Liebe zu Maria zu erneuern, sie zu bewundern und zu loben für das »Große«, das der Allmächtige an ihr getan und in ihr gewirkt hat." (....)

Quelle: LEV, La Santa Sede, raffaella blogspot

Dan Hitchens will nicht an der Konvertiten-Neurose à la Ivereigh leiden....

Dan Hitchens widerspricht im Catholic Herald Austen Ivereighs Behauptung (die er inzwischen auf massiven Druck auch der Redaktion von Crux zurückgenommen hat), daß nur neurotische Konvertiten am derzeitigen Zustand der RKK etwas zu bemängeln hätten.
Hier geht´s zum Original:   klicken
Er titelt:

"ES SIND NICHT NUR KONVERTITEN DIE BESORGT SIND ÜBER DIE KIRCHE"
Eine angenommene "Neurose" erklärt nicht, warum so viele Katholiken Sorgen über den gegenwärtigen Stand der Dinge haben."

Während der Osservatore Romano die Hauptgegner des aktuellen Pontifikates im Klerus verortet, findet Papstbiograph  Austen Ivereigh die bei den Laien, andere behandeln das Problem als ein geopolitisches und Kardinal Kasper findet die Schuldigen in Afrika und  ín Asiatischen und Muslimischen Ländern.....

Nach Hitchens ist die einfache Lösung dieser sich anscheinend widersprechenden Vielfalt die, daß alles wahr ist. Hitchens findet -wie er sagt- Sorgen bei Priestern ud Laien, Westlichen , Vatican-Offiziellen, Hausfrauen, berühmten Professoren und einfachen Leuten, Tories und Corbynanhängern, sturen Traditionalisten und lächelnden cheerleadern des II.Vaticanischen Konzils.

Ivereigh aber findet ein gemeinsames Merkmal, das im Epizentrum der Ängstlichkeit steht: eine Konvertiten-Neurose, "die sich selbst in einer disproportionalen Angst äußert" : "dem Horror vor einer doktrinalen Fortentwicklung  über ihre Lieblingsperiode der Katholischen Geschichte hinaus" und dem mangelnden Vertrauen darin, daß  der "Hl. Geist Papst Franziskus führt".
Hitchens verbirgt nicht, daß diese Art der psychologischen Ferndiagnosestellung ihm gewaltig auf die Nerven geht, zumal zumindest er genau so viele geborene Katholiken mit den selben Sorgen kennt wie Konvertiten und er von Ivereigh namentlich zu den Neurotikern gezählt wird.
Unter Ersteren nennt er Kardinal Burke, der als Kind seinen Glauben von seiner Mutter lernte und Dr. Joseph Shaw-Sprecher von 45 Theologen und Priestern, die -wie die dubia-Kardinäle- um Klärung bzgl. Amoris Laetitias gebeten haben.


Montag, 14. August 2017

Eine kleine Abendmusik.....

Das Ensemble Tafelmusik intoniert Lullys Tänze für die vier Jahreszeiten......

          

Bei Stilum Curiae spricht man Klartext zur Flüchtlingskrise, Verantwortlichen und Mitverantwortlichen

Marco Tosatti veröffentlicht und kommentiert bei Stilum Curiae den Brief von Pezzo Grosso an die italienischen Bischöfe zum Thema Migration und Verantwortung, der gestern unter dem Titel "Pezzo Grosso zielt hoch: er verlangt von Bassetti nach dessen Aussage zur Migration den Kopf Galantinos." erschienen ist.
Hier geht´s zum heutigen Original:   klicken

"MIGRANTEN, DIE VERANTWORTLICHKEIT DER KIRCHE UND DER BISCHÖFE. DER BRIEF EINES KOMMENTATORS VON STILUM CURIAE."

Gestern habe ich den Brief von Pezzo Grosso zum Thema der Migranten und der Verantwortlichkeit kommentiert und dazu geschrieben": "Kardinal Bassetti hat zu Recht von der Ethik der Verantwortung gesprochen. Wir wollen uns fragen, wieviele Leben - jener im Meer Ertrunkenen - man gerettet hätte, wenn unsere Regierung, und die Bischöfe und der Primas Italiens, der der Papst ist, anstatt mit Gesten und Worten das unterschiedslose an Land gehen zu ermutigen, Worte der Rechtmäßigkeit und des Mutes gefunden hätten, mit dem Ziel eine Politik wie sie die anderen Länder der Welt praktizieren, von Spanien bis Australien zu fördern?
Gibt es für all dieses eine Verantwortung oder genügen die guten Vorsätze (mit Geldregen) um die Gewissen zu beruhigen? Ich - wenn ich einer der Prediger der wilden Migration wäre - würde doch einen kleinen nagenden Wurm des Zweifelns im Gewissen spüren. Oder vielleicht auch einen Maulwurf. Oder zumindest einen Hamster....."

Ich hätte mich vielleicht gefragt, ob ich nicht vielleicht zu hart wäre. Heute aber habe ich gesehen, daß auch der Ex-Präsident der Kammer (dem wir nachweinen müssen) Luciano Violante behauptet, daß die Linke "den Kontakt zum Volk verloren hat" und das "politisch Korrekte mit dem politisch Praktikablen verwechselt, die Politik mit der Ästhetik." wenn über dieses Problem gesprochen wurde. Ich habe gestern den Kommentar bei Stilum Curiae gelesen und gebe ihn zur Gänze wieder:

"Wissen Sie" - sagte der Kardinal zu Avvenire - "daß keine einzige Frau unter den angekommenen Migranten ist, die nicht vergewaltigt wurde? Und wissen Sie, daß allen ständig mit dem Ertrinken gedroht wird, wenn sie den Erpressungen der wahren und eigenen Mafia, die den Handel mit Migranten betreiben nicht gehorchen?"

"Hier also findet die CEI plötzlich, daß der Menschenhandel, den sie bisher verteidigt (die Kampagne Galantinos "frei wegzugehen und frei zu bleiben") und gefördert hat, verrückte menschliche Kosten mit sich bringen? 
Papst Franziskus, der jeden Tag die Massenmigration ideologisch propagiert, auch gegen den Rat der Bischöfe der Länder aus denen die Migranten kommen?  Die Tausende von Migranten, die nur dieses Jahr beim Versuch Italien zu erreichen, im Meer umgekommen sind, wer und was hat dieses verzweifelte Rennen gespeist? 

Die Hauptverantwortlichen für dieses Chaos sind der Papst und seine Prokonsuln wie Galantino. Bassetti hat nur die Luft geschnuppert und ist sich bewußt geworden, daß die Laien des ideologischen Blödsinns vom Vatican und den Bischöfen müde sind. Blödsinn, der auf dem Rücken der anderen, Afrikaner und Italiener gemacht wird.


Kardinal Parolin reist nach Moskau

A. Gagliarduccci  kommentiert bei Monday in the Vatican die bevorstehende Reise von Kardinalstaatssekretär Parolin nach Moskau und gibt seinen Lesern noch eine kleine Geschichtslektion.
Hier geht´s zum Original:  klicken

                  "EINE REISE NACH MOSKAU FÜR PAPST FRANZISKUS?"

Kardinal Pietro Parolin, Vaticanischer Staatssekretär wird vom 20.-24. August nach Moskau reisen und die Nachricht von seiner bevorstehenden Reise  hat die Diskussion über eine mögliche Reise von Papst Franziskus nach Rußland wieder eröffnet.

Kardinal Parolins offizieller Zeitplan für die Reise ist noch nicht veröffentlicht worden. Es erscheint sicher. daß der Kardinal sowohl Präsident Vladimir Putin als auch Patriarch Kyrill vom Moskauer Patriarchat der Russisch-Orthodoxen Kirche treffen wird.

Eine Papst-Reise nch Moskau ist ein langgehegter Traum. Der geht zurück auf die 90-er Jahre, als nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Besuch Präsident Michael Gorbaschows Besuch im Vatican- der Hl. Papst Johannes Paul II hoffte, er könne mit einer Reise nach Moskau sein Konzept eines Europas, das mit zwei Lungenflügeln atmet, endlich vollenden. klicken

Dieser langgehegte Reisetraum wurde nie Wirklichkeit. Joaquin Navarro Valls, Direktor des Vaticanischen Pressebüros, sagte einmal, diese Reise sei "eine solange eine offene Tür wie sie nicht geschlossen wird." So war es bis jetzt.

Die Reise wurde nicht wegen politischer Themen verhindert.
Der Papst ist mehrmals nach Mokau eingeladen worden. Die erste Einladung kam von Gorbaschow während seines Besuches im Vatican am 1. Dezember 1989.
Gorbaschows Nachfolger Boris Jeltsin lud den Papst ein, als er ihn zum erstenmal am 20. Dezember 1991 besuchte und  dann noch einmal nach seinem zweiten Besuch im Februar 1998.
Allerdings unterstrich ein Sprecher des Kremls am Ende dieses letzten Treffens, daß ein Papstbesuch in Moskau nur nach sorgfältiger Vorbereitung und Bereinigung der Beziehung zwischen Katholiken und Russisch-Orthodoxen stattfinden könne.

Thema hinter den Kulissen waren die Unierten, was sich nach Russisch Orthodoxer Lesart auf die Katholiken Byzantinischen Ritus in der West-Ukraine bezog, deren Kirchengüter der Orthodoxen Kirche übereignet worden waren, nachdem Stalin die Unierten zu Geächteten erklärt hatte. klicken