Samstag, 5. August 2017

Father Hunwicke spricht...

vielmehr singt er ein Loblied auf Kardinal Müller, das sehr lesenswert ist.
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                                                      "MÜLLER"
"Seine Eminenz Gerhard Müller mag vom aktuellen Inhaber des Römischen Stuhls nicht gut behandelt worden sein ....aber er wurde vom exzentrischeren Flügel des Tradditums schon lange vorher schlecht behandelt.

Unter den Dingen, die ich an Müller am meisten bewundere, ist seine standfeste Verteidigung der hochwichtigen von Benedikt XVI etablierten und von der apostatischen Sektion der Deutschen Christenheit verachteten -Prinzipien, daß Bischofskonferenzen keinen theologischen Status haben.
Die Universale Kirche -in der der Römische Stuhl im Zentrum der Katholischen Gemeinde einen Status hat ebenso wie das hat die Ortskirche mit ihrem Bischof, Presbyterium, Diakonat und Laien hat. Aber Konferenzen- no way.
Wenn Sie das aus den Augen verlieren, werden Sie auf dem schlammigen Pfad der provinziellen Autonomie wandern, der die Einheit und Tradition der einst großen Anglikanischen Gemeinschaft zerstörte.
Die Universale Kirche hat in der Tat die Priorität über die Teilkirche, wie Ratzinger in seinen überaus höflichen aber zerstörerischen Verrissen des höhnischen und bösartigen Kaspers demonstriert hat.
Die gelehrte Klarheit des ersteren war der aalglatten und falschen Logik des letzteren mehr als ebenbürtig.

Die dümmeren Traddis haben davon nie wirklich Notiz genommen. Es war Müllers Standpunkt zu Amoris Laetitia, der sie am meisten irritiert hat. Ihnen sind die stiletto-scharfen Spitzen, mit denen er Amoris Laetitia aufgespießt hat, völlig entgangen. Seine Eminez hat Amoris Laetitia zwei Alternativen angeboten:

1. Amoris Laetitia hat nichts geändert; Familiaris Consortio und Caritatis Sacramentum gelten noch, o.k.
oder

2. Amoris Laetitia  hat die seit Menschengedenken geltende Praxis  und Lehre der Kirche geändert.

Die erste dieser These ist die einzig brauchbare Option. Auf breiter Basis wird sowohl von den Bewunderern des Papstes als auch von seinen Kritikern geargwöhnt, daß der Papst gehofft hatte, ein großes sumpfiges Areal von Zweideutigkeiten zu schaffen, in dem die Lösungen. die er wollte, hochkommen und sich schrittweise mit der Zeit selbst als Fakten etablieren würden. Wenn das stimmt, hat Müller seinen Bluff durchgebracht. Vielleicht mußte er deshalb gehen.



Gerhard Müller wird jetzt Zeit haben, an seiner größeren Ausgabe der Werke Joseph Ratzingers zu arbeiten; und wie ich hoffe, viel Eigenes zu tun. Für einen Kardinal ist er jung und er hat der Kirche viel zu bieten....deshalb bin ich besonders froh, daß er keine der gesichtswahrenden aber zeitvergeudenden "Rollen" angenommen hat. Wenn dieses Pontifikat lange genug dauert, könnte Bergoglio es bereuen, daß er Müller nicht ( wie die Engländer es wissend und weise ausdrücken) im Zelt gelassen hat.
Müller hat größere Demütigungen ertragen, wie z.B. die öde Behauptung in den Worten von Papst Franziskus, da Kasper und dann Schönborn sie brillanten Theologen dieses Zeitalters sind. Es gibt auch zwingende Gründe zu denken. daß die kleineren und privateren Demütigungn, die Müller Freitag für Freitag erduldete nicht wenige waren. Dieser freundliche und intelligente Mann hat dem Volk Gottes trotz alledem mit Anstand, Einfachheit und Loyalität gedient.

Ich hoffe besonders, daß er Zeit haben wird, zur Frage der Befreiungstheologie zurück zu kehren. Trotz eines erheblichen Anteils von Schaum über die Armen und die Peripherien, interessiert sich Papst Franziskus nicht für sie. Aber die größeren Probleme der ungleichen Verteiöung und der Auswirkung des Amerianischen Kapitalismus bestehen noch. Ebenso die daraus folgenden gewaltsamen Polarisierungen (wie wir heute in Venezuela sehen) und die sie beleitenden theologischen Fragen.
Müller ist der Mann für einen frischen Blick auf sie.

Quelle:litugicalnotes, Father J. Hunwicke

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