Sonntag, 6. August 2017

Reformen und ihre Folgen....oder was die Austrittszahlen sagen

Pater Santiago Martin, Pfarrer der Gemeinde Maria Virgen Madre in Madrid, macht sich  bei "Religion en Libertad " Gedanken über die Auswirkungen der Theologie der Herren Rahner, Congar und Häring. Gefunden haben wir seine Ausfühurngen bei BenoîtXVI-et-moi (merci!) 
Hier geht´s zum Original:  klicken


             "WAS DIE NEUE REFORM GARANTIERT"
"Als Kardinal Wojtyla 1978 zum Papst gewählt wurde, kam nicht nur eine konkrete Person-von hohem intellektuellen und moralischen Wert, sondern auch ein Volk, das polnische Volk ins Pontifikat.
Die Vitalität, die Treue und der Widerstand, die der Katholizismus in Polen gezeigt hatte (zu Zeiten des Kommunismus) waren die Garantie, daß  es das war, was der junge Kardinal von Krakau repräsentierte und was die wählenden Kardinäle besonders bedacht haben. Sie haben sich nicht geirrt.

Seit Jahren- weit über die attraktive und populäre Persönlichkeit von Papst Franziskus hinaus, ist die Linie, die in der Kirche vorzuherrschen scheint, die die zentraleuropäischen Achse kennzeichnet (Belgien. Deutschland, Österreich) mit Persönlichkeiten wie Danneels, Kasper, Marx und Schönborn.
Sie liefern Ideen denen dann andere Personen folgen. Hinter ihnen steht das Werk der Theologen Karl Rahner, Jesuit, Yves Congar, Dominikaner und Bernard Häring, Redemptorist. 
Auf die Art, daß drei der intellektuellen Väter des II.Vaticanischen Konzils- die heute verschwunden sind, EInfluß auf die Gegenwart haben- durch ihre spirituellen Kinder.
Auch wenn der polnische Papst bei der Wende, die er der Kirche verordnete,  durch die Vitalität einer Kirche des Widerstands unterstützte, müssen wir uns fragen, welches die Garantien sind. die die Kirche in der Gegenwart ideologisch markieren? Wie sind deren Kirchen (in Belgoien, Deutschland, Österreich)? Sind die Kirchen voll oder leer? 
Mit anderen Worten -mehr als 50 Jahre nach der Anwendung der Thesen, die sie verbreiten werden, was sind ihre Resultate gewesen? 

Die Realität ist eine ziemlich sture Dame. Man kann mit ihr nicht verhandeln.  Sie beharrt und beharrt immer noch, bis sie bewiesen hat, daß sie Recht hat. Und es bewahrheitet sich das "contra facta non valent argumenta"
Und die Realität sagt uns, daß die Resultate dort, wo die Theorien am intensivsten verwirklicht wurden, am katastrophalsten waren. Wie z.B. das in Deutschland.
Mit der Disziplin und der Genauigkeit, die für sie typisch ist, haben die Deutschen die Jahreszahlen veröffentlicht. Bei dieser Gelegenheit wurde bekannt, daß die Zahl derer, die die Kirche verlassen haben, etwas kleiner ist als im vorangegangenen Jahr, statt 180.000 haben nur 160.000 Deutsche darauf verzichtet, zur Katholischen Kirche zu gehören.
Das ist ein Desaster ohne Mittel zur Linderung  weil sie- die Kirche in Deutschland- das selbst dadurch nicht rechtfertigen kann, daß sie sagt,  daß die, die gehen, das tun, weil sie einer konservativen Kirche entfliehen.
Deshalb gibt es keinerlei Rechtfertigung außer der. daß die Kirche, die sich müht, ihr pastorales Modell dem gesamten Katholizismus aufzwingen zu wollen, sich Jahr für Jahr ihrem völligen Ruin weiter nähert.





Wäre es das Gegenteil gewesen, wären die deutschen Kirchen voll, gäbe es keinen Zweifel daran. daß die "neue Reform"  das benutzen würde, um sie als durch ihren Denkansatz garantiert darzustellen.
Deshalb ist es gerecht, das Gegenteil zu tun.
Diese ihre Ansätze führen die gesamte Kirche in den gleichen Prozess des Ruins, in den ihre Kirchen schon eingetreten sind- und das nicht zu sehen, das nicht  bekannt zu machen (schweigen), ist nicht nur irrational sondern auch eine Sünde, weil das zum Komplizentum füfhrt.

Die liberale Kirche, die Kirche des "alles geht", die permissive Kirche oder die Kirche der falschen Barmherzigkeit und der zweideutigen Unterscheidungen, ist durch den Tod gekennzeichnet.
Die Tatsachen können von jedem gesehen werden.
Es handelt sich nicht darum, ins Winterquartier zu gehen oder sich in einem rigiden Jansenismus zu verschliessen.
Es handelt sich darum. Christus in seiner Person - der Eucharistie- und in seiner Lehre, wie sie im Wort Gottes offenbart wird und 2000 Jahre im Lehramt treu interpretiert worden sind, treu zu sein.
Wenn wir dafür sterben sollten, treu gewesen zu sein, hätte unser Tod etwas Großes und Heroisches.
Aber dafür zu sterben. untreu gewesen zu sein, ist es das Tun von Törichten und Verrätern, die von der Realität den Preis bekommen, den sie verdienen.
Sind die Zahlen aus Deutschland zu irgendetwas nütze?  Ich fürchte nicht.
Eine alte Maxime besagt, daß "Gott den, den er verlieren will, blind macht."  Es gibt welche, die so blind sind, daß sie voller Eifer auf dem Rückzug voranmarschieren."

Quelle: Pater Santiago Martin, Religion en Libertad, BenoîtXVI-et-moi

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen